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Beverly Hills Cop II (1987)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 8 / 10)
eingetragen am 26.09.2004, seitdem 926 Mal gelesen



Die Filmreihe um Axel Foley geht in die zweite Runde – erneut produziert von Don Simpson und Jerry Bruckheimer, aber dieses Mal unter der Regie von Tony Scott.
Axel Foley (Eddie Murphy) ist immer noch verdeckt arbeitender Bulle in Detroit, nervt seinen Chef immer noch mit Forderungen und lebt sein Leben mit absoluter Leichtfüßigkeit. Mit flapsigen Sprüchen kommt schnell die Atmosphäre des Vorgängers auf, zumal die alte Besetzung wieder komplett an Bord ist. Auch der Regiewechsel von Martin Brest zu Tony Scott ist ein Glücksfall, denn Scotts gewohnte Ästhetik passt wunderbar zu einem Actionkomödie, die nicht mit Oberflächenreizen geizt.
In Beverly Hills gehen inzwischen die so genannten ABC-Verbrecher um, die als Karrierestart einen mit A beginnenden Juwelierladen überfallen – und das absolut perfekt getimt. Coup B ist der Mordversuch an Axels altem Kumpel Captain Andrew Bogomil (Ronny Cox), der angeschossen überlebt. Mit diesen Verbrechen kann Scott auch zu Beginn schon ein wenig Action einstreuen, denn davon bietet die erste Hälfte des Films leider nicht immer besonders viel.

Axel fackelt nicht lange, setzt sich nach Beverly Hills ab und quartiert sich mit seiner respektlosen Art in einer noch im Bau befindlichen Villa ein. Zusammen mit seinen alten Kumpels Billy Rosewood (Judge Reinhold) und John Taggart (John Ashton) nimmt er die Ermittlungen auf, auch wenn die beiden offiziell zur Verkehrspolizei abkommandiert sind…
„Beverly Hills Cops 2“ kann den Vorgänger toppen, was zum Teil am deutlich höheren Budget liegt. Aber auch in eine etwas komplexere Story hat man investiert. Zwar weiß der Zuschauer auch hier recht früh, wer der Fiesling ist, aber die Cops müssen doch etwas mehr ermitteln, ehe sie das herausfinden. Auch die Verstrickungen sind etwas komplexer, was mehr Spannung und bessere Wendungen ermöglicht. Zudem zieht Tony Scott den Plot ebenso flott wie Brest im Vorgänger vom Leder, sodass es auch keine Längen gibt.
Im Vergleich zum Vorgänger haben nur die Gags etwas nachgelassen. Zwar plappert Murphy immer noch mit seiner Kodderschnauze was das Zeug hält und ist herrlich dreist, aber der erste Teil war noch etwas frecher. Doch auch hier darf Axel immer noch ein paar dreiste Aktionen reißen, wie eine Empfangsdame mit Geschichten über angeblich hochexplosive Projektile erschrecken oder auf einer Playboyparty (inklusive Gastauftritt von Hugh Heffner) die Stimmung versauen. Deutlich ausgebaut wurde das Comedy-Potential der Nebenfiguren. Vor allem Rosewoods Auftreten mit immer größerer Bewaffnung ist ziemlich komischer Running Gag, während Taggart mehr für genervte Kommentare zuständig ist.

Das gesteigerte Budget merkt man vor allem der Action, die deutlich aufwendiger und ausgiebiger ausfällt. So gibt es Verfolgungsjagden mit verschiedensten Vehikeln (u.a. Geldtransporter und Betonmischer) sowie die ein oder andere Schießerei. Vor allem im Showdown dreht Scott dann ordentlich auf, auch wenn er hier noch nicht die Härte eines „Last Boy Scout“ abfeiern darf. Doch die Action ist schick inszeniert (vor allem die Explosionen im Showdown) und von der Menge her zufrieden stellend, so dass man sich als Actionfan nicht wirklich beklagen kann.
Eddie Murphy spielt den Querkopf Foley mal wieder mit Hingabe und auch seine Sidekicks Judge Reinhold und John Ashton agieren wieder mit viel Gespür für Komik. Ronny Cox ist trotz kleiner Rolle überzeugend, Brigitte Nielsen spielt für ihre Verhältnisse überraschend gut und Jürgen Prochnow als eiskalter Fiesling ist toll. Auch die restlichen Nebendarsteller liefern mehr als Brauchbares ab.

„Beverly Hills Cop 2“ ist eine unterhaltsame Actionkomödie mit Standardplot, der aber flott erzählt wird und als Folie für einige nette Gags und Actionszenen dient.


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