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Ist das Leben nicht schön? (1946)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 4 / 10)
eingetragen am 25.12.2012, seitdem 592 Mal gelesen



Ist das Leben an Weihnachten nicht schön?

Ein Fest der Glückseligkeit, überall liegt Liebe in der Luft und man fährt checkheftartig die Verwandtenliste ab, da wir uns ja alle so doll lieb haben. Geschenke und Selbstgebrannten gibt es ja auch. Und wenn wir die Grufties überstanden haben, laufen die jedes Jahr wiederkehrenden Filme im TV, die einem noch  mehr Liebe und Geseiere vorgurken, als wir es eh schon die 48 Stunden auf unserem Road-Trip gemacht haben.

Ich gebe zu, ich schaue gerne Filme an, die sülzig sind, dafür brauche ich aber keine Jahreszeit oder einen gewissen Tag. Ich konnte gestern Abend einfach nicht einschlafen und gab dem um 23.20 Uhr laufenden "Ist das Leben nicht schön?"  jetzt schon die zweite Chance: Ich weiß noch, als ich auf Suche nach Filmen mit Gefühlsduselei war, sprang mir dieser Film, mmmhh ich glaub so ca. 2005 war es, sofort ins Auge - und schon damals war ich enttäuscht. Vielleicht hatte ich auch falsche Erwartungshaltungen?

Nun, mit der Vorahnung, was noch ungefähr in diesem Film ablief, ballerte ich mir die 120 Minuten hinein, nur um im Anschluss festzustellen, dass der Film immer noch nicht bei mir zieht und ich diesen Film für  völlig überbewertet finde. Nach zwei Zigaretten in der kalten Küche schaltete ich auf RTL NITRO um und zog mir alte Folgen von "Law & Order" hinein...

Ich wusste gar nicht, dass der Film so lustig begann: Da unterhalten sich zwei Planeten (?) über einen gewissen George Bailey (James Stewart), der ein netter Mann ist und bald Selbstmord begehen wird. Da kommt Jungengel Clarence (Henry Travers) als Stern zu den Planeten (oder übergroßen Sternen, ist ja auch egal) der den Auftrag bekommt, auf die Erde zu dackeln, George Bailey vor dem Selbstmord aufzuhalten und sich somit seine Flügel (er ist ja nur ein halber Engel) zu verdienen.

Doch bevor dies geschieht, kann man sich jetzt knapp 100 Minuten Laufzeit reinballern, die das Leben von George Bailey widerspiegeln. Angefangen mit einer kurzen Laufzeit als kleiner Bub und dann knapp 80 Minuten, was er alles so in seinem Leben geleistet hat. Natürlich gibt es einen roten Faden: George will in die weite Welt hinaus und hat Visionen, Großes zu erreichen. Dennoch steckt er immer wieder vor Freunden und Verwandten zurück und bleibt schließlich in seinem Heimatdorf Bedford Falls in dem er  nur ein Ziel verfolgt: Dem Geldgeier und "Finanzriesen" Mr.Potter (Lionel Barrymore) die Stirn zu bieten, der lediglich an seinen eigenen Profit denkt und gerne die Leute, die in diesem Dorf leben, in den Bankrott zu treiben.

Ich habe gewiss keine Probleme mit älteren Filmen, auch wenn ich eher neuere rezensiere, doch bei "Ist das Leben nicht schön?" eiert die Story nur lahmärschig vor sich hin und wirkt beinahe schon naiv, genau wie Stewart´s Charakter selber. Baujahr 1946 hin oder her. Es ist die Geschichte eines durchschnittlichen Mannes, der einiges opferte, jedoch kein Messiahs ist, auch wenn er ab und zu den Dackelblick aufsetzt. Er tat das, was ein (moralisch gut eingestellter) Mann tun muss.
Und auch das grande Finale ist für mich lediglich  die Rettung für den Film, das einfach nur erlösend wirkt, aber mich bei weitem nicht  an das erinnert, dass mir mein Herz aufgeht oder ich anfange wie ein kleines Mächchen zu heulen.

Auf der anderen Seite ist es natürlich schwach von mir, aus dieser Zeit keine Alternative vorzuweisen (ich kann eben nicht alles sehen und bin eben mal ein mit 15 Jahren hängengebliebener Horrorfan), aber wer wirklich Rotz und Wasser heulen will, sollte es vielleicht Mal mit "Zwei Mio. Dollar Trinkgeld" mit Nic Cage probieren.

Ein drittes Mal schaue ich diesen Streifen nicht mehr an und kann auch Leuten, die diesen Film noch nicht gesehen haben, vor der Sichtung abraten. Sö böse sich das auch für diesen mit Sicherheit nett gemeinten Film anhört.

4/10


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