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ALF [TV-Serie] (1986)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 12.03.2017, seitdem 159 Mal gelesen



„Null Problemo!“

Als das ZDF am 05.01.1988 die erste Episode der US-Sitcom „Alf“ ausstrahlte und damit die im September 1986 in den USA angelaufene Serie hierzulande erstausstrahlte, sahen Millionen Deutsche, wie der knapp einen Meter große, mit rotbraunem Fell bewachsene und über ein ausgeprägtes Riechorgan verfügende Gordon Shumway vom Planeten Melmac nach dessen Explosion mit seinem Raumschiff in die Garage der amerikanischen Mittelstandsfamilie Tanner in einem Vorort Los Angeles‘ krachte. Nachdem die Tanners ihn geborgen und den Ohnmächtigen in einer Mischung aus Misstrauen und Faszination beäugt hatten, tauften sie ihn auf den Namen „Alf“, was die Abkürzung für „außerirdische Lebensform“ (und gleichzeitig der Vorname des Komponisten der Serie) ist. Zu ihrer Überraschung sprach der plüschige Fremde, der bereits am 28.10.1756 irdischer Zeitrechnung geboren wurde und am liebsten Katzen verspeist, ihre Sprache und stellte fortan das Leben der Tanners auf den Kopf. Zurück zu seinem Heimatplaneten konnte Alf nicht mehr und damit er in Frieden auf der Erde leben konnte, mussten die Tanners ihn versteckt halten, damit er nicht in die Fänge von Behörden oder Militär gerät – ein alles andere als einfaches Unterfangen, denn Alf ist chaotisch, sorglos, hat schlechte Manieren und ist nie um einen frechen Spruch verlegen…

Mit seiner anheimelnden Titelmelodie, der Platzierung im Vorabendprogramm des ZDF und der heilen Familienwelt der Tanners, in die das Chaos hereinbricht, wurde diese aus gut 100 rund 25-minütigen Episoden bestehende Serie für mich zur Definition der ‘80er-Gemütlichkeit, als ich wie so viele andere Pimpfe Woche für Woche den Abenteuern des Melmacers entgegenfieberte und meine diebische Freude an ihnen hatte. „Alf“ entstand nach Ideen Paul Fuscos und Tom Patchetts, wurde von verschiedensten Autoren und Regisseuren geschrieben und inszeniert, war betonte Familienunterhaltung, an der tatsächlich alle vom Grundschüler bis zum Greis teilhaben konnten und wurde zum festen, Merchandise-trächtigen Bestandteil der Populärkultur.

Zu diesem Erfolgsrezept trugen maßgeblich die Charakterzeichnungen bei: Familienvater und Ex-Hippie Willie (Max Wright, „Soul Man“) ist ein i.d.R. sehr besonnener Mann, den nur Alf aus der Ruhe zu bringen vermag. Er ist gebildet, verantwortungsvoll und arbeitet als Beamter im Sozialamt. In seinen Anzügen und mit seiner Brille sowie hohen Stirn wirkt er meist spießiger, als er eigentlich ist. So ist er durchaus an Kultur interessiert und betätigt sich in seiner Freizeit mit Hingabe als Amateurfunker und Modelleisenbahner. Obwohl ihn Alf immer wieder in Erklärungsnot und peinliche Situationen, kurzzeitig sogar in den Knast, bringt, seine Geduld (und Kreditkarte) überstrapaziert und den häuslichen Frieden gefährdet, nimmt er eine Art Vaterrolle für ihn ein und tut alles dafür, dass sein Dauergast in Sicherheit ist und es auch bleibt. Die besondere Chemie zwischen Alf und Willie sorgt oftmals für die besten Gags. Seine Frau Kate (Anne Shedeen, „Embryo“) hat Kunstgeschichte studiert, ist der Kinder wegen aber in den ersten Staffeln in erster Linie Mutter und Hausfrau. Alf gegenüber ist sie zunächst sehr skeptisch und es entwickelt sich eine Art Hassliebe zwischen beiden, die beide gern und häufig sarkastisch kommentieren. Tochter Lynn (Andrea Elson, „Partytime mit Frankenstein“) ist zu Beginn der Serie eine sechszehnjährige Jugendliche, von der Eltern nur träumen können: Sie ist überaus gut erzogen, schlägt quasi nie über die Stränge und kommt bestens mit Alf aus. In der Serie wirkt sie auf mich stets älter und reifer, als sie eigentlich ist. Ihr kleiner Bruder Brian (Benji Gregory, „Jumpin’ Jack Flash“) ist zehn Jahre jünger und ein nicht minder wohlerzogenes, naturgemäß naives Kind, für den Alf Gefühle nach Vorbild eines helfenden und beschützenden großen Bruder entwickelt. Auch er nervt quasi nie, wie es Gleichaltrige tun würden. Diese Rollenausarbeitungen dienten vermutlich in erster Linie dazu, alle negativen Eigenschaften Alf zu überlassen und damit den Kontrast zu stärken.

Eine Ausnahme bildet das kinderlose Nachbarsehepaar, die Ochmonecks, nervige Nachbarn wie aus dem Bilderbuch: Raquel Ochmonek (Liz Sheridan, „Die zweiten Augen“) ist überaus neugierig und an allem interessiert, was sich in ihrer Nachbarschaft tut, zudem häufig unfreundlich, unsensibel und Klatsch und Tratsch nicht abgeneigt. Ihr Ehemann Trevor (John LaMotta, „Die Herrschaft der Ninja“) hat ein ebenfalls eher schlichtes Gemüt und ist ein ausgemachter Nassauer, der sich permanent Dinge von den Tanners leiht, ohne sie zurückzubringen, noch häufiger als seine Frau ungebeten bei den Tanners hineinplatzt und gern mal eigentlich Alf zugedachte Mahlzeit am gedeckten Esstisch für sich in Anspruch nimmt, während der Extraterrestrische sich verstecken muss. Trivia: Mindestens zwei deutsche Punkbands haben sich nach den Ochmonecks benannt.

Es fanden mehrere Alf-Puppen Verwendung, die von Puppenspielern gesteuert wurden. In den Szenen jedoch, in denen sich Alfs ganzer Körper bewegt, er durch die Gegend läuft o.ä. steckt der Kleinwüchsige Michu Meszaros („Reise zurück in der Zeit“) in einem Kostüm, was Alfs Charakter zusätzlichen Realismus verleiht.

Insbesondere in der ersten Staffel ist die Gagdichte aus Situationskomik, scharfzüngigen Dialogen und frechen Sprüchen für die damalige Zeit immens hoch. Der Humor überschreitet nicht selten die Grenze zum Anarchischen und rannte damit bei mir offene Türen ein; die chronologische Erneutsichtung der Serie als Erwachsener mit einigen Jahrzehnten Abstand offenbarte, wie sehr mich der typische Alf-Humor geprägt hat. Die einzelnen Folgen sind gespickt mit zahlreichen Verweisen auf Popkultur im Allgemeinen und Pop- und Rockmusik im Speziellen (jeder Originaltitel der Episoden ist ein mehr oder weniger populärer Songtitel), auf Fernsehsendungen und Spielfilme. Viele davon wurden in der deutschen Bearbeitung eingedeutscht, was heutzutage vollkommen unüblich ist: So scheint Alf zahlreiche deutsche TV-Stars und -Sternchen, -Serien etc. zu kennen. Ein Erfolgsfaktor dürfte hierzulande auch die charakteristische Synchronstimme Tommi Pipers gewesen sein, der ein Leben lang und darüber hinaus mit Alf in Verbindung gebracht werden wird. So wissbegierig Alf die US-Kultur, die er nur von Tanners und aus dem Radio und Fernsehen kennt, auch aufsaugt (und gern bissig kommentiert), so kommt es doch auch immer wieder zum Kultur-Clash, wenn er mit hiesigen Sitten nicht vertraut ist, ihren Sinn nicht erkennt oder melmacanischen Bräuchen nachgeht. So lebt z.B. Familienkater Lucky zunächst in ständiger Gefahr, weil Katzen auf Melmac als Delikatesse galten.

Dass die Macher der Serie auch über politisches und gesellschaftliches Interesse über die Medienbranche hinaus sowie über ein soziales Gewissen verfügen, beweisen einige Folgen, die allem Humor zum Trotz ernsthafte Aussagen beinhalten und sich z.B. für militärische Abrüstung zu Zeiten des Kalten Kriegs einsetzen. In Folge 7 berichtet Alf erstmals von anderen Bewohnern Melmacs, vornehmlich von seiner geliebten Rhonda, später auch von seinem Cousin Blinky und anderen. In Kombination mit Alfs Erzählungen bizarrer Melmacer Gepflogenheiten entwickelt so ein im Laufe der Serie deutlicher werdendes Bild seiner Heimat. Einer der vielen Höhepunkte der Auftaktstaffel, die zugleich die stärkste der Serie ist, ist sicher das aufwändig produzierte Musikvideo Alfs für Lynn, in dem er ihr als Zeichen seiner Zuneigung den auch außerhalb der Serie durchaus hörenswerten Rock-Song „You're The One Who's Out Of This World“ singt und dafür in die Rollen verschiedenster Musiker nach realen Vorbildern schlüpft. Aus der Familienzusammenführung mit Kates Mutter Dorothy (Anne Meara, „Voll das Leben – Reality Bites“) – der ersten Person, die Alf über die vier Tanners hinaus kennenlernt – entwickelt sich eine köstliche Beziehung, die sogar die Hassliebe zwischen Alf und Kate in den Schatten stellt. Eine geniale „Das Fenster zum Hof“-Parodie ist ein weiterer Höhepunkt der ersten, 26 Episoden umfassenden Staffel, die auch andere Themen richtiggehend satirisch verarbeitet. Die Doppelfolge des Staffelfinales mit ihren zahlreichen Rückblenden wurde unverständlicherweise in Deutschland als Folgen 16 und 17 ausgestrahlt und griff damit erst später zu sehen gewesenen Ereignissen vorweg.

Die zweite Folge der zweiten Staffel ist eine geniale Hommage an die Serie „Gilligans Insel“ mit Originalschauspielern und in einer der nächsten Folgen lernt Raquel Ochmonek Alf sogar persönlich kennen, ohne jedoch zu ahnen, dass er in unmittelbarer Nachbarschaft mit den Tanners lebt. Nach Alfs Kennenlernen mit Dorothy, die sich ihrer Abneigung ihm gegenüber zum Trotz als vertrauenswürdige Person herausstellte, ist dies der Auftakt zu einer ganzen Reihe gefährlicher Begegnungen Alfs mit fremden Personen, die jedoch stets – wenn auch oft mit Biegen und Brechen – glimpflich ausgehen, der Serie dabei aber einen nicht unerheblichen Spannungsfaktor verleihen. Verstärkt wird nun auch eine tragische Komponente eingebracht, denn Alf leidet zunehmend unter seiner Einsamkeit – und verlässt häufiger das Tanner’sche Haus, mischt sich gar vermehrt unerkannt unter Menschen. Zugegebenermaßen richtiggehend rührselig geht es dann in der traurigen, doch zugleich schönen Weihnachtsdoppelfolge zu, die zwei verstorbenen Menschen gewidmet wurde, u.a. einem kleinen Mädchen. Mitte der zweiten Staffel wird dauerhaft ein neuer Charakter eingeführt: Jake (Josh Blake, „Jetzt flippt der Dicke völlig aus“), der Neffe der Ochmoneks, der zu ihnen gezogen ist, weil sein Vater eine Haftstrafe verbüßen muss. Alf hält ihn erfolgreich davon ab, ebenfalls eine kriminelle Karriere einzuschlagen und freundet sich mit ihm an. Einer der Höhepunkt in Staffel 2 ist die kongeniale Gerichtsserien-Parodie „Anwalt in eigener Sache“ (S2E15) und in der Episode um Onkel Albert werden gar existenzielle Fragen von Leben und Sterben und dem Umgang mit der Sterblichkeit behandelt. Im direkten Anschluss folgt eine famos aufdrehende Doppelfolge über Einbrecher, eine Bürgerwehr und die Polizei, die Alf in Lebensgefahr bringt – inkl. hochspannendem Cliffhanger. Gegen Ende der Staffel wird zunehmend Alfs Isolation und Einsamkeit thematisiert. In „Der Schritt in die Öffentlichkeit“ (S2E25) kommen daher alle, die von seiner Existenz wissen, zusammen und feiern mit ihm. Eigentlich wollte Alf brisanterweise selbst an die Öffentlichkeit gehen. Köstlich sind in diesem Zusammenhang die unterschiedlichen, jeweils visualisierten Vorstellungen der Konsequenzen, die dieser Schritt mit sich gebracht hätte: Alf sieht sich als TV-Moderator, Willie ihn in einem Versuchslabor. Dort ist als wenig vertrauenserweckender Forscher niemand Geringerer als Michael Berryman („Hügel der blutigen Augen“) zu sehen, einer von vielen Gaststars der Serie.

Kam Alf bisher meist mit seinem von der Natur gegebenen Fellwuchs aus, trägt er ab Staffel 3 vermehrt verschiedenste Kleidung. Je mehr Anteil Brian an den Handlungssträngen bekommt, desto stärker fällt ins Gewicht, dass die Serie ihn zu erwachsen für sein Alter konzipierte und mitunter eine immer unglaubwürdiger erscheinende heile Weilt vorgegaukelt wird. Die Folgen 4 und 5 wurden nie im deutschen TV ausgestrahlt, fanden aber untertitelt auf die DVD-Veröffentlichungen: Alf ist hier der Moderator einer fiktiven Late-Night-Show, in der er sich als Schauspieler zu erkennen gibt und permanent Werbung für seine Show macht. Für dieses aus der Reihe fallende Konzept erlaubt man sich sogar, angeblich den Papst einzuladen und in die Gags zu integrieren – urkomisch und einer der Höhepunkte der dritten Staffel. In den Episoden 7 und 8 lernt Alf einen Obdachlosen kennen und kann damit einen weiteren menschlichen Kontakt für sich verbuchen. Beinahe interessanter ist es jedoch, dass in Folge 10 Kates und Willies Hippie-Vergangenheit angesprochen wird, dass sie für Ideale und gegen den Krieg kämpften – und was aus ihnen geworden ist. Auf die Sinnfrage folgt eine durchaus – für eine Familien-Sitcom – provokante Sinnkrise, die jedoch in Willies Erkenntnis mündet, dass er durch seinen ausgeübten Beruf vielen Menschen im Kleinen hilft. Nur eine Episode später hat es eine ganze Weile den Anschein, als würde man auf einen weiteren Melmac-Raumschiffbrüchigen treffen – tatsächlich kommt es zum Zuwachs, denn Kate ist ab der Staffelmitte schwanger, woraufhin in immer höherer Frequenz Hackbraten gespeist wird. Doch Alf bekommt es nicht nur mit dieser für ihn neuen Erfahrung zu tun, sondern auch mit der Einwanderungsbehörde – und Amtsmissbrauch in einer erneut ausgesprochen sozialkritischen Handlung. Ungefähr ab der Hälfte der dritten Staffel verliert die Serie jedoch leider an Biss, wird sie zunehmend seifenopernhafter. Eine schöne Variation stellt die Folge „Der Tramp“ (S3E24) dar, die zu einem Großteil im Stile klassischer Stummfile inszeniert wurde und diesen die Ehre erweist. Das Staffelfinale wiederum ist eine Ehrerbietung an die „Dick van Dyke Show“, an deren Ende das Baby geboren wird: Eric ist da.

Auch die vierte und letzte Staffel hat den einen oder anderen Höhepunkt zu verzeichnen: So nimmt die vierte Episode den Finanzspekulationswahnsinn an den Börsen aufs Korn, versucht sich Alf nur eine Folge später als Psychotherapeut und wird er in Folge 6 gar watteabhängig (!), was unschwer zu erkennen als Allegorie auf Drogensucht fungiert. Leider verflacht der Humor der Staffel im weiteren Verlauf, wird teils krawalliger, häufig aber schlicht oberflächlicher und weniger lustig, während die Serie immer soapiger gerät. So wird in Folge 7 beispielsweise ein überflüssiger neuer Charakter eingeführt: Aus dem Nichts taucht plötzlich Willies frisch geschiedener Bruder Neal auf, der Willie in keiner Weise ähnelt und der mit Jim J. Bullock („Spaceballs“) zudem äußerst unpassend besetzt wurde. Auch er lernt Alf kennen und freundet sich mit ihm an; es wirkt immer inflationärer, wie das anfängliche Credo, Alf so gut wie möglich zu isolieren, aufgeweicht wird. Den Running Gag, dass Alf ständig hinter dem Familienkater Lucky her ist, torpediert man schließlich auf kitschigste Weise, als Alf nach dessen Ableben endlich die reale Möglichkeit bekommt, Katzen zu essen, es aber nicht übers Herz bringt und selbst zum wahren Katzenliebhaber avanciert. Es kommt auch zu einem Wiedersehen mit Whizzer (Paul Dooley, „Überfall im Wandschrank“), Dorothys neuem Mann, als diese Ehekrach haben, sich aber wieder versöhnen. Eigentlich nett, die beiden nach längerer Serienabstinenz einmal wiederzusehen, doch natürlich muss auch Whizzer nun Alf kennenlernen... Die Serie bricht mit immer mehr selbstauferlegten Standards und wird auf irritierende Weise experimentierfreudig, so zieht Alf gar für eine Folge zu Neal. Sogar der Schnitt wirkt in dieser Staffel bisweilen nicht nur uninspiriert, sondern schluderig und holprig. Ungefähr in der Staffelmitte lernt Lynn ihren neuen Freund kennen, den sie bis zum Ende behält. Mit Episode 15 geht es wieder aufwärts: Alf träumt davon, Komiker zu sein – ein erst sehr gefragter, schließlich jedoch erfolgloser. Eine Folge also über den Aufstieg und schnellen Fall in der Branche, die sich auch für die eigene Serie als visionär herausstellen sollte. Mit Fran Drescher („Die Nanny“) gibt sich ein weitere populärer Gaststar in Folge 18 ein Stelldichein, als die berechtigte Frage aufgeworfen wird, was aus Alf eigentlich werde, wenn die Tanners einmal alt und gebrechlich sein sollten. Ans Herz geht Folge 19, in der Alf eine gealterte Film-Diva – und notgedrungen auch andere Bewohner – im Altersheim aufsucht, sich dabei indes vollkommen unvorsichtig, fast fatalistisch allen zu erkennen gibt. Richtig stark ist dann noch einmal Episode 21, in der Umweltschutzthemen angesprochen und skrupellose Konzerne karikiert werden. Danach verkommt die Serie auf ihren letzten Metern vollends zur Seifenoper. Urplötzlich empfängt Alf Signale anderer Melmacer und beschließt, mit ihnen einen neuen Planeten zu besiedeln, was einen rührseligen Abschied einläutet. Dabei hätte man gut daran getan, diesen Prozess über mehrere Folgen auszudehnen, statt mit einem ultrafiesen Cliffhanger zu enden und Jahre später einen doofen TV-Film (der hierzulande tatsächlich in die Kinos fand) nachzuschieben, der allein schon daran krankt, dass er ohne die Tanners auskommen muss. Geplant war dies jedoch anders, doch die fünfte Staffel wurde nie realisiert.

So endete diese Serie in den USA im Jahre 1990 reichlich unrühmlich, nachdem sie so stark begonnen, jedoch ungefähr ab Mitte der dritten Staffel beständig nachgelassen hatte. Dennoch gab es – wie beschrieben – immer wieder herausragende Folgen und der positive Gesamteindruck überwiegt auch aus unverklärter Sicht. Die viertel Staffel hatte ich damals, 1991, gar nicht mehr gesehen und erst als Erwachsener „nachgeholt“. Alf ist verdientermaßen ins popkulturelle Langzeitgedächtnis übergegangen, sein Einfluss ist unermesslich und überwiegend verbindet man positive Erinnerungen mit dem großnasigen, verfressenen Fellknäuel. 1987 und ’88 kam es mit „Alf – Erinnerungen an Melmac“ und „Alf im Märchenland“ zu zwei Zeichentrickserien-Auskopplungen, an die ich mich ebenfalls gern erinnere und wenn ich auf irgendeinem Flohmarkt in einer Grabbelkiste einen „Tommi Piper singt Alf“-Tonträger entdecke, wird der natürlich eingesackt.

„Sieh mal, Brian, wenn du nicht zur Schule gehst, dann wirst du nichts lernen und du wirst den ganzen Tag zu Hause rumhängen, viel essen und nur fernsehen.“ – „Aber ich möchte so werden wie du, Alf!“

In diesem Sinne...


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