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Cracker Jack (1994)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 09.07.2007, seitdem 477 Mal gelesen



Das " Die Hard " Konzept fand auch im B-Actionbereich großen Anklang. Mit " Cracker Jack " inszenierte Michael Mazo einen wirklich guten Klon der berühmten Actionreihe. Gerade bei Mazo wundert mich die gute Regieleistung da er auch so Gurken wie " The Bronx 2001, Empire of Ash " oder " Time Runner " in Szene setzte. Zwei Jahre nach " Cracker Jack " versuchte er sich nochmal an einer Stirb Langsam Kopie namens " Downdraft ". Dies war dann auch sein letzter Beitrag zur Filmwelt und damit ist dieses Spektakel mit großem Abstand sein bestes Werk. Auf jeden Fall ist es jedem Actionfan zu empfehlen. Wir haben hier ein sehr hochwertiges B-Movie, ausgestattet mit einem ordentlichen Budget. Heute aber leider immer noch ziemlich unbekannt und jede Free TV Ausstrahlung war verstümmelt, obwohl die ungekürzte FSK 18 Fassung nicht indiziert ist. Hier lohnt es sich wirklich auf das Video von BMG zurückzugreifen, oder sich für die englische DVD zu entscheiden.
Story:
Der Cop Jack Wild (Thomas Ian Griffith) trauert nach einem Jahr immer noch stark um seine Frau und Kinder. Die wurden bei einem Attentat auf ihn getötet. Jack hat sich daher selbst schon lange aufgegeben, aber sein Bruder Mike (Richard Sali) nicht. Er macht mit Jack eine Reise in die Rocky Mountains. Dort lassen sie sich in einem abgelegenen Berghotel verwöhnen und Jack beginnt sich für die hübsche K.C. (Nastassja Kinski) zu interessieren. Aber der Terrorist Ivan Getz (Christopher Plummer) überfällt mit seinen Mannen das Hotel, um an Diamanten im Wert von 50 Millionen Dollar heranzukommen. Aber er hat die Rechnung ohne Jack gemacht, denn dessen Lebenswillen ist wieder zurückgekehrt. Jack nimmt allein den Kampf auf.

Besonders originell finde ich die Kulisse. Ein toller Schauplatz, welcher auch genügend Raum für schicke Naturaufnahmen parat hält. Bei der Kulisse hat man sich mächtig ins Zeug gelegt. Das Berghotel sieht sehr nobel aus und bietet genügend Platz für jede Menge Action. Nur der Score ist mir teils zu ruhig, hier hätte ein bisschen mehr Pepp nicht geschadet, dies betrifft zum Beispiel die Titelmusik und ganz besonders den Abspann. Bei den Actionszenen können die Sounds aber überzeugen.
Bei der Story hat man sich sichtlich Mühe gegeben, um sich vom Einheitsbrei fern zu halten, dies gelingt aber nur teils, da einfach zuviele Klischees eingebaut sind. Nämlich dass genau Getz damals Jack´s Familie tötete, dass sich K.C. sofort Jack hingibt und auch sonst gibt es viele Vorhersehbarkeiten. Aber Mazo´s Inszenierung ist ziemlich fesselnd und lässt locker ein solides Maß an Spannung aufkommen. den Terroristen geht es zwar mal wieder nur um Geld, aber die späteren Streitereien untereinander entsprechen mal nicht den gängigen Klischees. Leider geht " Cracker Jack " am Ende etwas die Puste aus. Es scheppert zwar immer noch ordentlich, aber es fehlt ein richtiger Endkampf und die Anzahl der Terroristen ist deutlich zu klein. Doch bis dahin geht es gut zur Sache. Die Shootouts weisen gute Choreographien auf und haben einige blutige Einschüsse zu bieten. Überhaupt geht man mit unschuldigen Opfern nicht zimperlich um. Daneben darf sich Griffith in einigen Fights austoben. Mit Martial Arts Einlagen hält er sich hier eher bedeckt. Die Fights werden mehr in der Old School Variante präsentiert, welcher hier immer noch Einiges hermacht. Dass das Budget hier nicht nur aus Peanuts bestand, erkennt man an den vielen Sachschäden. Ein Hubschrauber, eine Seilbahn und das ganze Hotel werden dem Erdboden gleichgemacht. Dies sieht auch ordentlich aus, wobei man bei manchen dieser Szenen sichtlich etwas getrickst hat, aber für einen B-Actioner immer noch brillant.
Ein weiterer Pluspunkt sind die überzeugenden Darsteller. Thomas Ian Grifftith macht einen guten Job, kommt aber gegen A-Darsteller wie Nastassja Kinski nicht an. Christopher Plummer ist herrlich fies, nur seine Rede über die neue Weltordnung hätte nicht sein müssen. Von der Terroristenbande dürfte Vladimir Kulich aus " Der 13te Krieger " noch gut bekannt sein.

Fazit:
Gut inszenierte " Die Hard " Variante mit ordentlich Schmackes. Bei der Story gibt es kaum Neuigkeiten, doch die Umsetzung überzeugt durch ein hohes Tempo und viele Actionszenen. Die schicke Kulisse stellt eine tolle Abwechslung dar, genauso wie die prominenten Darsteller. Hier kann man ohne Bedenken mal reinschauen, nur gegen Ende schwächelt " Cracker Jack " ein bisschen.


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