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American Fighter 5 (1993)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 2 / 10)
eingetragen am 02.04.2002, seitdem 2745 Mal gelesen



„American Fighter 5“ hat mit dem guten ersten Teil der Serie außer dem Titel nicht viel zu tun, vor allem qualitativ nicht.
Es geht um einen Wissenschaftler, der ein Pestizid entwickelt, dass seine Auftraggeber als Giftgas verwenden wollen. Arrrggh, die Anfangsszene ist schon ziemlich mies. Der Wissenschaftler findet heraus, was seine Auftraggeber vorhaben, als er sich weigert einen niedlichen Wauzi als Testobjekt zu vergasen. Der Diktator sieht auch schon so aus wie Castro für Arme; in ähnlicher Uniform und mit Zigarre im Maul, aber so viel Ausstrahlung wie eine Packung aufgeschnittenes Weißbrot.
Als der herzensgute Wissenschaftler sich weigert, wird seine Tochter entführt. Doch ihr Freund ist der Kampfsportmeister Joe (David Bradley). Der bekommt zu Anfang erst mal von seinem Freund Meister Tetsu (Pat Morita) ein Balg aufgehalst, auf dass er aufpassen soll. Hier fängt „American Fighter 5“ an weh zu tun. Zu jeder Gelegenheit wird in einer Rauchwolke verschwunden, so dass es lächerlich wird. Das Kind ist nervig; hinzu kommen die Standardstorys vom Vater den es zu rächen gilt (Kind) bzw. dem verstorbenen Bruder (Joe).

Nach kurzer Verfolgung der Kidnapper geht’s im Flugzeug zu dem Ort, an dem Vater und Tochter gefangen gehalten werden. Hier müssen natürlich die Kidnapper ausgeschaltet werden und nebenbei wird das Blag zum Bruderersatz für Joe, aber auch der Vater des Kindes kann gerächt werden. Denn zufällig (arrghhhhhhh) steckt auch der Vatermörder mit den Kidnappern unter einer Decke.
„American Fighter 5“ ist in fast jeder Hinsicht grottenschlecht und noch nicht mal für hartgesottene Actionfans akzeptabel. Die einzigen Zuschauer dürften wohl diejenigen sein, die mal die ganze „American Fighter“ Serie gesehen haben wollen.
Die Story ist Banane. Joe und das Blag werden von den Schergen der Kidnapper mehr oder weniger hart gehetzt, ehe dann zum Schluss die Bösen ins Gras beißen dürfen. Spannung kommt nie auf und höchstens der hohe Trashfaktor kann ein wenig begeistern.

Die Action kommt nur selten vor und ist meistens kurz. Immerhin sind ein paar der Kampfszenen in Ordnung, was den Film aber nur bedingt vom absoluten Bodensatz abhebt. Die Action ist unbrutal und wie der gesamte Film kindisch. Zudem wird das Held-Teppichratte-Gespann immer von wahren Horden verfolgt, in den Kampfszenen scheint aber mehr als die Hälfte der Gegner gerade eine Pinkelpause einzulegen.
„American Fighter 5“ kann man beinahe als Kinderfilm bezeichnen. Denn Menschen im Alter von 12 Jahren werden sich vielleicht an der Glorifizierung des nervigen Blags freuen und über die eingestreuten, kindischen Gags lachen können. Schließlich passt auch der Härtegrad der Action auf diese Zielgruppe.

Logik wird in „American Fighter 5“ extrem klein geschrieben. Möchte man den ganzen Film über schon vor Schmerzen schreien, so ist der Showdown der Höhepunkt der Stupidität. Der Bösewicht stürzt lieber aus einem Flugzeug als seinen brennenden Mantel einfach auszuziehen und Joe entschärft eine Bombe eine Sekunde (argggh, das tut doch weh) vor der Detonation anstatt sie einfach aus dem Flugzeug ins Meer zu werfen.
Die Schauspieler sind unter aller Kanone und man möchte ihnen alle paar Sekunden für ihre Leistungen eine knallen. Das Kind ist nur nervig und die Bewegung der Kontinente ist einfacher zu sehen als eine Regung in David Bradleys Gesicht. Die drei kurzen Auftritte von Pat Morita sind einfach nur peinlich – jaja, „Karate Kid“ ist schon eine ganze Weile her.

„American Fighter 5“ ist ein lahmer Actionquatsch, der kindisch, langweilig und unspannend ist. Allerhöchstens guckbar, wenn man alle Teile der Serie kennen will.


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