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American Fighter 5 (1993)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 2 / 10)
eingetragen am 05.06.2012, seitdem 450 Mal gelesen



Das Original aus dem Jahr 1985 gehört zu den Aushängeschildern der Cannon-Schmiede, schade um diesen völlig unwürdigen Abschluss der "American Fighter" Reihe. Allein das PG-13 Rating dürfte schon eine Aussage liefern, was der Zuschauer hier zu erwarten hat. Mit Bobby Gene Leonard leider obendrein noch einen unfähigen Regisseur, ganz bitter ist auch die Kamerarbeit, denn viele Teile des Kampfgeschehens spielen sich einfach außerhalb des Sichtfeldes ab. Natürlich muss auch berücksichtigt werden, was für Mittel hier zur Verfügung standen. Aber dann hätte man das Hauptaugenmerk auf die Action setzen müssen, Hauptdarsteller David Bradley (Hard Attack, Cyborg Cop) und sein Gegner James Lew (Defender, Lethal Weapon 4) haben genug auf dem Kasten, um sich anschauliche Fights zu liefern.
Lisa (Anne Dupont), die Freundin vom Ninjitsu-Kämpfer Joe Kastle (David Bradley) wird gekidnappt und nach Venezuela gebracht. Joe und sein junger Begleiter Hiro (Lee Reyes) folgen ihr und stoßen auf den Gangster Glock (Clement von Franckenstein), denn der hat Lisas Vater in seiner Gewalt und will ihn zwingen eine gefährliche Bombe zu bauen. Um Lisa zu befreien, müssen Joe und Hiro gegen jede Menge Ninjas antreten, zudem hat Oberninja Viper (James Lew) auch Hiros Vater auf dem Gewissen.

Ninjas in lila oder hellgrünen Stramplern, allein dies ist schon lächerlich. Doch bis die das erste Mal in Aktion treten, vergehen gleich mal zwanzig Minuten, schließlich muss sich Lisa erstmal an Joe ranschmeißen und auch der nervige Hiro hat seine ersten Auftritte. Zwischen Joe und Hiro besteht so etwas wie eine Hassliebe, das bedeutet jede Menge Wortgefechte und Streitereien, leider sind diese weder witzig noch haben sie Pepp, sondern sorgen eher für Langeweile. Und diese herrscht leider immer zwischen den Actionszenen, weil auch die Story dermaßen hanebüchen ist. Hotelbesitzer Glock macht da gemeinsame Sache mit einem dubiosen General und natürlich ist auch der amerikanische Botschafter involviert. Lisas Vater hat ein neues Insektizid entwickelt, welches in großen Mengen auch Menschen töten kann. Nichts liegt da ferner, als eine Gasbombe zu basteln. Selbst ein Bierdeckel wäre zu groß, um die Einfallslosigkeit zu dokumentieren, aber schließlich soll die Chose auch nur als Verbindung zwischen den Actionszenen funktionieren. Optisch macht "American Fighter 5" kaum etwas her, meist trebt man sich in heruntergekommenen Gegenden herum, ein wenig Exotik ist hier und da trotzdem drin.

Leider sieht es in Punkto Action nicht gerade besser, für einen Film mit einer Lauflänge von knapp hundert Minuten ist auch viel zu wenig vorhanden. Schusswaffen kommen kaum zum Einsatz, nebst dürfen noch ein paar Fässer in die Luft gejagt werden. Leonard konzentriert sich auf Kämpfe, die leider ganz schwach choreographiert wurden. Waffen wie Wurfsterne oder Nunchakus kommen kaum zum Einsatz. Joe muss meist gegen mehrere Ninjas gleichzeitig antreten, jedoch sind diese so schnell am Boden, dass er immer leichtes Spiel hat. Das Gekloppe ist dermaßen harmlos und spielt sich auch im Off oder außerhalb der Kamera ab. Lediglich der Endkampf zwischen Joe und Viper hat ein paar gute Ansätze. Aber die restliche Kloppe ist eher kindgerecht und ganz peinlich wird es, wenn Joe und Hiro die Erleuchtung erhalten und Hiro mit ein paar Übungen in einen Ninja verwandelt wird. Genauso wenn die Ninjas in einer Rauchwolke plötzlich verschwinden, eine unpassendere Geräuschkulisse hätte man nicht wählen können.
Als Schauspieler ist David Bradley eine Null, aber kämpfen kann er, hier leider mit angezogener Handbremse. Das selbe gilt für James Lew und auch Pat Morita (Karate Kid, Brennende Erde) liefert eine maue Vorstellung. Lee Reyes (Bloodsport - The Red Canvas) ist als Sidekick total nervig.

In jeder Beziehung unterste Schiene, selbst bei den Kloppereien sind kaum Ansätze vorhanden. Für Fans ist ein gewisser Unterhaltungswert gegeben, der Rest sollte einen großen Boden um diese C-Produktion machen. Fast schon ärgerlich, diese bekannte Reihe so enden zu lassen. Die Story war schon immer Nebensache, aber bisher stimmte wenigstens die Action und auch optisch war es noch nie so karg. Im Endeffekt pure Zeitverschwendung.


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