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Zimmer 1408 (2007)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 5 / 10)
eingetragen am 21.09.2010, seitdem 427 Mal gelesen



Fad...17.09.2010

Der wahre Horror liegt nicht in einem bestimmten Hotelzimmer, sonden in der völligen Uniformität der meisten Beherbergungsbetriebe. Wer viel geschäftlich unterwegs ist, der kennt das...Bett, Tisch, Stuhl, Schrank, ein paar abgepackte Badezimmeraccesoires, brauner Teppich, fahle Tapete, harte Brötchen zum Frühstück - das kann ganz schön desorientierend wirken. Bin ich nun in Paderborn? Villingen? Grimma? Man weiß es nach dem Aufwachen nicht sogleich...doch was uns die unermüdliche Filmindustrie der USA mit dem Zimmer 1408 auftischt, ist nicht der wahre Horror, sondern bis auf die ersten paar Minuten in ebendiesem Zimmer 13 auf der Etage 13 in der 13.ten Straße einfach nur öde.

Da hilft es auch nicht, daß John Cusack in der Rolle des Gruselschriftstellers Mike Enslin eine gute Leistung abliefert, denn auch die Nebenrolle von Samuel Jackson ist nur schmückendes Beiwerk auf einem schlecht gebackenen Kuchen. Es geht hier um die Begegnung eines hartgesottenen Schreiberlings mit einem noch härteren Zimmer, basierend auf einer Kurzgeschichte von Stepehn King. Warum in diesem Zimmer so viele Leute starben...wir wissen es nicht. Warum das Zimmer seltsame Dinge tut und auch tun kann...ebenfalls ohne Antwort. Und worin der Sinn des ganzen Effektgewitters der letzten halben Stunde liegt...nun, man wird abgelenkt vom öden Treiben in dem Raum mit der Nummer 1408. Und auch die Hintergrundgeschichte um Enslins gescheiterte Ehe samt Tod der Tochter macht die Sache nicht besser.

Denn dem Streifen geht nach etwa einer halben Stunde die Luft aus. Bis dahin ist das alles nett anzusehen, auch der erste Kontakt mit dem Spukraum ist ganz ordentlich, aber gerade, als man auf ruhigen Psychogrusel wartet und sich enger ins Sofa drückt, kommt die Effektgranate hereingeflogen und macht alles platt. Und so schaut man dem aberwitzigen Treiben zusehends gelangweilt zu, guckt ab und an auf die Uhr, wartet auf den finalen Twist, der nicht wirklich kommt und ärgert sich über die wieder einmal verschwendete Lebenszeit. Schade, denn die Idee hinter dem Film weiß durchaus zu überzeugen, doch die Umsetzung setzt zu sehr auf Krach und Effekte, statt sich mit dem ruhigen Ambiente des etwas plüschigen Hotels zu beschäftigen. Kein ganz schlechter Streifen, aber einer, den man schon am nächsten Tag wieder vergessen hat...5/10.


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