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Jay & Silent Bob schlagen zurück (2001)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 05.10.2003, seitdem 2118 Mal gelesen



In seinem fünften Film widmete, der schnell zum Kultregisseur avancierte, Kevin Smith das kiffende Duo Jay (Jason Mewes) und Silent Bob (Kevin Smith selbst), nachdem sie in seinen vorherigen Filmen Gastauftritte hatten und auch in anderen Streifen wie „Scream 3“ Cameos hatten, endlich ihren eigenen Film und lädt dazu eine beeindruckende Riege von Hollywoodgrößen ein.

Und weil Kevin Smith immer wieder Elemente seiner früheren Filme einfließen lässt, beginnt die Odyssee auch vor dem Einkaufsladen aus „Clerks“, vor dem die beiden nun schon seit Jahren abhängen und ihr Dope an Minderjährige verticken, bis eine Unterlassungsklage sie dazu zwingt die Biege zu machen. Über den Comicladen aus „Mall Rats“, wo sie erfahren, dass den Comicfiguren, auf denen sie basieren, ein Kinofilm gemacht wird, landen sie bei der aus „Chasing Amy“ bekannten Figur Holden McNeil (Ben Affleck), der ihnen genau das bestätigt. Als sie erfahren, dass die Rechte an den Comicfiguren verkauft worden sind, ihre Figuren schon im Vorfeld via Internet verrissen werden und sie keine Gewinnanteile bekommen, machen sie sich auf um den Film in Hollywood zu stoppen.

Die nun folgende Reise nach Los Angeles ist ein Gagfeuerwerk mit unzähligen Cameos, das seinesgleichen sucht, aber für meinen Geschmack etwas zu oft in pubertären Sexwitzen endet. Mag Carrie Fishers Auftritt als Nonne aufgrund von Missverständnissen noch ganz witzig sein, so ist das dauerhafte Getue um die homoerotische Beziehung des Duos etwas eintönig. Auch die vielen Anspielungen auf vorherige Smith-Werke erweisen sich als Problem, da bei Unkenntnis viel Spaß verloren geht.

Als sehr gelungen sind aber die Parodien auf aktuelle und klassische Blockbuster zu betrachten. Neben „Charlie’s Angels“ bekommen „Scooby Doo“ und „Scream“ ihr Fett weg. Mark Hamill beweist Mut zur Selbstparodie und spielt einen „Darth Vader“ für Arme, Gus van Sant zählt nur seine Kohle, Wes Craven schaut auch mal vorbei, Shannon Elizabeth, Eliza Dushku und Ali Larter geben drei Profidiebinnen, Sean William Scott beweist Mut zur Selbstparodie, Chris Rock erweist sich als rassistischer Regisseur und Ben Affleck parodiert nebst Matt Damon „Good Will Hunting“ in einer radikalen Fortsetzung, bei der es einen kleinen Seitenhieb auf Bens Gurke „Phantoms“ gibt. Als Höhepunkt erweisen sich Jason Biggs und James Van Der Beek als filmische Pendants des Duos.
Kevin Smith gelang es beeindruckend viele Namen für einen Gastauftritt zu gewinnen, bei dem sie sich grundsätzlich auch noch selbst aufs Korn nehmen mussten.

Die Story bleibt dabei natürlich auf der Strecke, aber das dürfte Filmfans eigentlich nicht weiter stören, da Smith selbst ein Filmfan ist und deutlich ein Film für Fans inszenierte, die mit den vielen Anspielungen auf bekannte Vorbilder ihren Spaß haben werden. Schade, dass der Wortwitz der beiden Figuren da oft nicht mithalten kann. Einfälle wie der „Clitcommander“ oder der debile Forstpolizist (inklusive „Auf der Flucht“-Parodie) sieht man nun wirklich in jeder zweiten Slapstickkomödie a la Leslie Nielsen.

Fazit:
Anspruchslose Kevin-Smith-Komödie, in der das Kultduo endlich ihren eigenen Film bekommt. Substanziell mager, aber mit unzähligen Cameos und Parodien gespickt ist der Film für Fans ein Heidenspaß. Schade, dass der Wortwitz oft ins Pubertäre abdriftet und einige Anspielungen ohne Kenntnisse der vorherigen „Jersey“-Filme unverständlich sind.


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