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Wishmaster 2 - Das Böse stirbt nie (1999)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 3 / 10)
eingetragen am 03.10.2005, seitdem 642 Mal gelesen



“I wish, you wish, we all wish for a wishlist.”

Und wenn all die wichtigen Wünsche erfüllt sind, darf man sich auch ruhig wünschen, nicht mehr so viel Schrott vor die Augen gesetzt zu bekommen.

Da isser wieder: Der Dschinn mit dem Dreh!
Der Film beginnt mit einem Gaunerpärchen, das einen Heist im Kunstmuseum versaut und damit dem Wishmaster seinen ersten Auftritt (oder vielmehr Austritt) verschafft!
Leider hat der Dschinn nicht viel dazu gelernt und benutzt immer noch den selben alten ’Wünsch Dir was und ich dreh Dir das Wort im Mund herum’ Trick. Das war vielleicht noch beim Leprachaun (von dem später sogar eine Szene geklaut wird) und im ersten “Wishmaster“ einigermaßen originell, wirkt aber jetzt nur noch leidlich amüsant.
Hinzu kommt, dass die deutsche Synchro die besten der Wortdreher verhunzt und so auch dass bißchen Witz der Vorlage verschenkt („Freeze!“ vs. „Keine Bewegung!“ etc.)

Der Bösewicht wird doch tatsächlich von der Polizei geschnappt (!) und in den Bau gesteckt. Was sich für ihn aber als praktisch erweist, denn wir erfahren, dass des Wunschmeisters neuer Auftrag die Beschaffung von 1000 Seelen ist.
Ein amerikanisches Gefängnis eignet sich da ja hervorragend. Vor allem eines, das so klischeehaft wie hier dargestellt wird: Inklusive sägiger Watos, stahl-pumpender Hirnis und Tom ’Tiny’ Lister als fiesen Wachmann.
Da hagelt es natürlich gleich ein paar erfüllte Wünsche für Umme…

Nee ehrlich, dieses Machwerk ist vielleicht gerade mal hartgesottenen Horror Fans zu empfehlen. Hier lässt doch tatsächlich einiges zu Wünschen übrig.
So ist die Nebenhandlung, die sich um die Dame aus Szene Eins dreht, welche von ’Wish-O-Visions’ und Schuldgefühlen geplagt wird, so interessant wie ein Röntgenbild von Sauerstoff.
Etwas wie Spannung will leider garnicht erst aufkommen und man wartet eigentlich nur (besseren Wissens) auf den nächsten Wunsch und dessen erbarmungslose Erfüllung.
Andrew Divoff macht, wie schon im Vorgänger, seine Sache als Titelfigur ganz gut, sein Grinsen ging mir nach einer Stunde dann aber doch auf den Wecker (Sieht aus wie Jim Carrey nach ’ner Cryo-Kur).
Alle anderen Darsteller und deren ’Leistungen’ können getrost unter Akteur-Ulk verbucht werden.
Zumindest rein technisch muß ich dem Streifen allerdings Credit gewährleisten. Die Effekte (wenn auch nicht wie im ersten Teil von der renomierten ’KNB FX Group’ beigesteuert) wissen in blutigen Details zu überzeugen (mich zumindest). Lediglich die schwarzen Punkte (sollten wohl CG- Insekten sein) vor dem Bildschirm in einer Szene am Ende des Films sind extrem peinlich.
Alles in allem ein Formelfilmchen der schlechteren Art, welchen man den Kumpels spät nachst vorsetzt, wenn man sie loswerden will.

Wer allerdings nicht glaubt, dass es noch grottiger geht, der schaue sich doch einfach mal die zwei weiteren Fortsetzungen an. Aber bitte auf eigene Gefahr!

Ich wünsche mir derweil eine Auszeit. …ups… 3/10


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