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Tödliche Weihnachten (1996)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 8 / 10)
eingetragen am 12.12.2006, seitdem 705 Mal gelesen



Nach dem gefloppten Film " Die Piratenbraut " probierte es Regisseur Renny Harlin erneut einen Film mit seiner damaligen Frau Geena Davis zu machen und diesmal funktionierte es. Mit " The Long Kiss Tonight " kommt nach " Cliffhanger " ein weiterer Actionkracher von Harlin, welcher selbst sich noch an der Produktion beteiligte. Nur war Harlin diesmal bei der Produktion wesentlich vorsichtiger, da ihm der Flop des vorherigen Films noch arg im Genick saß.
Story:
Samatha Cain ( Geena Davis ) leidet seit acht Jahren an Amnesie und kann sich nicht an ihr früheres Leben erinnern. Doch durch den Privatdetektiv Mitch Hennessy ( Samuel L. Jackson ) kommt sie der Wahrheit bald auf die Spur. Sie war damals für die CIA tätig und hieß Charlie Baltimore und sie entging nur knapp dem Tod. Doch nun werden auch ihre ehemaligen Auftraggeber auf sie aufmerksam und wollen sie aus dem Weg räumen. Doch die damaligen Fähigkeiten kommen auch nach und nach wieder zurück.

Es ist selten, dass man zu knallharter Action auch noch eine richtig kluge Story serviert bekommt, doch hier ist dies der Fall. Der Zuschauer weiss am Anfang eigentlich gar nichts und erfährt Samantha´s Vergangenheit auch immer nur Stückchenweise. Eigentlich weiss man erst in der letzten halben Stunde alles über die damalige CIA Agentin. Davor setzt man einige falsche Fährten und bietet unerwartete Wendungen am laufenden Band.
Dadurch ist die Spannung stets auf sehr hohem Niveau, doch noch höher steht es um die Action. Dieser Part ist Harlin´s Spezialität und das merkt man auch, obwohl man hätte ruhig noch etwas mehr bringen dürfen. Doch die vorhandene Action ist richtig krachig, denn es gibt einige harte Nahkämpfe, welche völlig ohne Martial Arts auskommen, viele Shootouts und Autojagden. Dabei wird wieder einiges zerstört und gigantische Explosionen sind vorprogrammiert. Dazu gibt es jede Menge witzige bis blöde Sprüche, welche aber immer funktionieren und einem oft zum Lachen animieren.
Etwas störend sind nur der Umgang mit der kleinen Tochter, welcher ein bisschen arg kitschig ausfällt, vor allem im Finale und Samanthas Stimmungschwankungen, einmal will sie ihre Tochter nicht haben und dann liebt sie sie wieder zu Tode.
Die Kulisse ist stets winterlich und kalt, während der Score von Alan Silvestri wieder richtig Schmackes hat.

Geena Davis hätte ich persönlich so eine harte Rolle gar nicht zugetraut. Doch die nimmt diese Hürde mit Bravur und macht als knallharte Agentin eine richtig gute Figur.
Alle übertreffend ist Samuel L. Jackson, welcher Sprüche am laufenden Band klopft. Er verkörpert den etwas heruntergekommenen Privatschnüffler Mitch. Sein Schauspiel ist einfach große Klasse.
Craig Bierko macht als Fiesling auch eine sehr gute Figur. Vor allem seine sehr sarkastische und bitterböse Art sind gut dargestellt. Auch David Morse ist als Gegner von Samantha zu sehen.

Fazit:
Feuriger Actionthriller mit kluger und wendungsreicher Story und hohem Spannungsniveau. Viel Action vor einer prächtigen verschneiten Kulisse, untermalt von einem tollen Score. Der viele Humor peppt den Film deutlich auf. Die Darsteller sind allesamt gut gewählt, doch Jackson spielt alle an die Wand.
Ein Muss für jeden Actionfan.


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