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Tödliche Weihnachten (1996)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 8 / 10)
eingetragen am 22.12.2006, seitdem 719 Mal gelesen



Nach dem Riesenflop „Die Piratenbraut“ drehten Renny Harlin und Geena Davis erneut einen Film zusammen, welcher „Tödliche Weihnachten“ ("The Long Kiss Goodnight“) hieß. Auch an der Produktion beteiligte sich Renny Harlin.

Story:

Samantha Cain (Geena Davis) führt ein ganz normales Leben, wie jede andere Frau auch. Doch aus irgendeinem Grund leidet sie an Amnesie und kann sich nicht an ihre Vergangenheit erinnern. Deshalb beschließt sie den Privatdetektiv Mitch Henessey (Samuel L. Jackson) zu angagieren. Bald kommen beide hinter das Geheimnis. Samantha hieß in Wirklichkeit früher Charlie Baltimore und stand vor 8 Jahren als Auftragskillerin im Dienste für die C.I.A. Zufällig werden ihre damaligen Aufttraggeber auf sie aufmerksam und wollen sie endgültig eliminieren.
Zusammen mit Mitch begibt sich Samantha auf die Suche nach noch mehr Informationen, während beiden die Killer im Nacken sitzen.

Inszenierung:

Für einen Actionthriller ist die Story gut und spannend umgesetzt.
Im Laufe der Zeit werden dem Zuschauer immer mehr Details über Samantha´s Vergangenheit preis gegeben und sorgen so für die nötige Atmosphäre. Denn Längen gibt es hier zwischen den Actionszenen nicht.
Ausführlich wird Samantha´s derzeitiges Leben gut eingefangen und der Film zeigt in kurzen Flashback´s kleine Bruchstücke aus ihrer Vergangenheit. Bei den Bösewichten kann man auch nie genau sagen, wer Freund oder jetzt Feind ist.
Die Winterlandschaft wurde von Regisseur Renny Harlin sehr gut eingefangen, aber so was hat er ja seit „Cliffhanger“ drauf.
Die Action ist zwar nicht allgegenwärtig, wenn sie aber auftritt dann richtig. Es gibt einige blutige Shootouts, kurze Auseinandersetzungen mit anschließenden Genickbrüchen, Verfolgungsjagden mit Autos auf glitschigen Fahrbahnen, Explosionen, etc. zu bewundern. Renny Harlin beweist ein weiteres Mal das er sein Handwerk beherrscht und lässt es in diesen Szenen ordentlich krachen.
Während der glatzköpfige Bösewicht in Samantha´s Haus einbricht und dabei in großer Mordlust wild mit seiner Pumpgun herumballert und dabei Samantha nach dem Leben trachtet, hinterlassen die Auswirkungen der Kugeln doch enorme Einschusslöcher in der Wand. Da hat es Harlin leider doch etwas mit der Inszenierung übertrieben, auch wenn dieser imposante Effekt nett anzuschauen ist, dennoch konnte ich mir das Lachen hier nicht verkneifen.
Was auch toll ist, als sich Samantha ihre Schlittschuhe schnappt und die Killer im vorbeifahrenden Auto erledigt.
Gegen Ende holt Renny Harlin noch mal alles aus dem Budget heraus und zaubert eine gigantische Explosion aus seinem Ärmel, die es wirklich in sich hat. Dabei fallen Autos vom Himmel, an denen man nicht so leicht vorbei kommt, da die Fahrbahn voll mit ihnen ist.
Was gestört hat, waren die überzogenen kitschigen Momente zwischen Samantha und ihrer Tochter am Ende des Films.
Das hätte man sich wirklich sparen können.
Auch wunder ich mich wie Samantha´s Tochter den Crash mit dem Tanklaster überlebt hat.
Sie trägt noch nicht einmal eine Schramme davon.
Verblüffend!

Schauspieler:

Geena Davis spielt Samatha Cain / Charli Baltimore.
So eine Darbietung hätte ich Frau Davis gar nicht zugetraut. So wohl als Mutter als auch als eiskalte Killerin überzeugt sie. Zu keinem Zeitpunkt zweifelt man an ihrer schauspielerischen Leistung.
Ihr Auftreten ist einfach toll und sie liefert wohl die beste Leistung einer weiblichen Actionheldin ab.

Samuel L. Jackson spielt Privatdetektiv Mitch Henessey.
Als rauchender, trinkender und heruntergekommener Privatschnüffler hat er immer einen lockeren Spruch auf den Lippen. Man hat ihn wohl auf Grund seiner guten Leistung bei „Die Hard 3“ noch mal in eine ähnliche Rolle gesteckt.

Als einer Bösewichte sehen wir in einer kleinen Nebenrolle David Morse.
Wie immer spielt er seine Rolle solide und es gibt keinen Grund bei ihm zur Klage.

Craig Bierko spielt den Oberbösewicht Timothy, der die Killertruppe anführt und Samantha liquidieren soll.
Leider hat er absolut keinerlei Bösewichtausstrahlung, und ist meiner Meinung nach fehlbesetzt.

Brian Cox spielt Dr. Nathan Waldman.
Wie so oft sind derartigen Rollen für diesen Mann wie geschaffen.
Er bringt eine gewisse Sicherheit in den Film mit ein, auch wenn er wenig Screentime besitzt.

Fazit:

Über Realismus sollte man bei „Tödliche Weihnachten“ nicht so sehr achten, denn manchmal ist es schon ein Wunder, was unsere Protagonisten so alles überleben und wie sie sich immer wieder heil aus der Sache herauswinden können.
Dennoch sorgt Renny Harlin durch die verschneite Winterlandschaft für die nötige Atmosphäre und Spannung.
Der Plot ist für einen Actionthriller dieser Sorte wirklich spannend, auch wenn er nix wirklich Neues bietet.
Unsere beiden Hauptdarsteller sind sowieso ein tolles Team und sorgen für nötige Action, wie auch für einige wirkliche tolle Lacher.
Der Score stammt mal wieder von Alan Silvestri und fügt sich Spitze in das Filmgeschehen ein.
Ein toller Actionthriller der zwar noch mehr Action hätte vertragen können, aber man kann mit dem hier Gebotenen auf jeden Fall mehr als zufrieden sein.


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