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Mad Max - Jenseits der Donnerkuppel (1985)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 4 / 10)
eingetragen am 17.04.2004, seitdem 1595 Mal gelesen



Nach all der legendär-brachialen Endzeithärte, die die beiden ersten Mad Max-Filme berühmt gemacht hatten, konnte für den dritten Teil endlich ein handfesteres Budget herhalten und auch Mel Gibson ließ sich noch einmal breitschlagen den einsamen Rächer und Ex-Cop beyond apocalypse zu spielen.
Was George Miller dann aber aus seinem Trilogieabschluss machte, ist im schlicht gesagt eine Riesenenttäuschung. Die Gnadenlosigkeit der ersten Filme weicht einer zielgruppenorientierten Weichheit, ein lasches Drehbuch macht nach der Hälfte schlapp und dann versinkt der Restfilm in den absoluten Niederungen der (ungewollten) Familienfreundlichkeit.

Es beginnt noch wie in alten Zeiten: eine aus dem Boden gestampfte Endzeitstadt, Max in der Defensive, Tina Turner als Baddie-Chefin, Konflikte und die titelgebende Donnerkuppel lenken den Film in die Richtung Endzeitgladiator, wo wir sie ja auch haben wollen. Dass Miss Turner gar nicht die schauspielerischen Fähigkeiten hat, um außer ihrem Ausschnitt noch etwas zu präsentieren, stört da weniger, es soll ja zur Sache gehen.

Kaum aber in die Wüste verbannt und gerettet, fällt Gibson unter eine Horde Kinder, die ihn als eine Art militärischen Messias verehren. Mal abgesehen von dem unwahrscheinlichen Setting, daß in einem Canyon mitten in der Wüste plötzlich ein Riesenfluss fließt und die Vegetation Laune auf Tarzanfilme macht, schindet der Film an dieser Stelle nur Zeit. Der Held, der widerstrebend Kinder rettet, die ihm eh nur auf der Nase rumtanzen ist genau das, was der Endzeitfan nicht sehen will, was aber für den kinderlieben Gibson wohl den Ausschlag gegeben hat.

Fade und platt rumpelt der Film dann seinem Ende entgegen: einige Kinder flüchten in die Stadt, der Rettungstrupp hinterher, ein paar zahme Kämpfe, die titelgebende Donnerkuppel spielt überhaupt keine Rolle mehr und als man aus der Stadt entkommen ist, erfolgt eine Art Mini-Ausgabe des Endfights aus Teil 2, in dem jede Menge seltsame Gefährte eine Art Eisenbahnersatz verfolgen. Westernmotive ohne Ende, nur fehlt es an Härte – als wären die Macher in jeder Szene bemüht gewesen, ja keine brutalen Szenen zu zeigen.

Das Ende ist dann unlogisch (die Bösen lassen Max ziehen, die Kinder leben in der verfallenen Großstadt Sydney) und betont pseudo-religiös und zieht dem Actionfan den letzten Zahn.
Von „Mad“ ist im ganzen Film nichts zu sehen und deshalb sollte alle, die sich ihren Endzeithelden nicht verderben wollen, einen Riesenbogen um den Film machen. (4/10)


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