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Dragon Lord (1982)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 8 / 10)
eingetragen am 29.12.2009, seitdem 472 Mal gelesen



WOW! WOW! WOW!
Was sollte Jackie Chan nach seinem unglaublich exzessiven "Meister aller Klassen" noch bringen, um diesen zu toppen?
Man gab Chan mal wieder Narrenfreiheit und heraus kam der teuerste Film des Golden Harvest Studios. Ist aber auch kein Wunder, wenn man einmal die ganze Action, die Stunts und Akrobatik im Film ansieht.
Zur Story:
Dragon (Jackie Chan) und Cowboy (Stuntman Mars) sind zwei Jungs, die nur Unsinn und MĂ€dels im Kopf haben und dadurch immer wieder in Schwierigkeiten (gerade auch mit ihren VĂ€tern) geraten.
Durch Zufall geraten sie an eine Schmugglerbande, die mit Hilfe von Cowboys Vater wertvolle AntiquitÀten aus China herausschnuggeln wollen. Das ganze endet in einer finalen Auseinandersetzung zwischen dem Boss der Schmugglerbande und Dragon...
Tja, bei Dragon Lord bin ich fast schon etwas gespalten. Nach dem VorgÀnger, Meister aller Klassen, der mit unglaublichen KÀmpfen gespickt war, was sollte da noch kommen? Mit Dragon Lord ging Jackie Chan eher einen anderen Weg. Hier baute er erstmals "saftige" Stunts ein, die, wie man ja inzwischen weis, mindestens genauso spektakulÀr wie Chans KÀmpfe sind.
Die internationale Fassung fĂ€ngt dann auch gleich mit dem spektakulĂ€ren "Rugby-Spiel" an. Der Ball ruht auf einer hohen Holzpyramide, wo er erstmal, von einer der vier Mannschaften, heruntergeholt werden muss. Die armen Stuntman! Wer da alles ohne Netz und doppelten Boden heruntersaust! Chan selber, von fast ganz oben, ohne Schnitt: AUA! Der Turm bricht dann schließlich auch noch zusammen. Laut Internet bedeutete das: 90 von 200 Stuntman zum Teil schwer verletzt...
Die Komik und Slapstick ist in diesem Film weit höher, als in Chans VorgĂ€ngerwerken und man muß diese schon mögen, sonst verkommt der Film zu einer "Blödelei". Die deutsche Synchro unterstĂŒtz dies noch zusĂ€tzlich. Dragon will vor seinem Vater beim Gedichte-Abfragen mĂ€chtig schummeln, er und Cowboy schiessen mit einem Gewehr ein Loch ins Dach und noch mehr Unsin wird angestellt, alles auf Lausbuben-Niveau.
DafĂŒr hat Chan (leider) die spektakulĂ€ren KĂ€mpfe ĂŒber die Distanz des Films zurĂŒckgefahren. Im Grunde gibt es nur einen kurzen Kampf gegen zwei Gangster in einem Gebetstempel (teils schöne Akrobatik, aber eher wenig Kung-Fu, sondern wilde Hau-drauf Aktion). Und es gibt noch den Endkampf in der Scheune. In dem Endkampf wird dann auch so einiges aufgefahren. Da gibt es einen beeindruckenden, meterhohen Sturz ohne doppelten Boden von Stuntman Mars (in einem Interview meinte er, das er noch Monate spĂ€ter Probleme mit dem RĂŒcken hatte). Chan selber fĂ€llt spĂ€ter auch nochmal von oben auf Cowboy hinunter, au, au, au!
Jackie Chan wird (wie in Meister alle Klassen) von Hapkido Meister Whang In-Sik, der den Schmuggler-Boss spielt, exzessiv als Sandsack missbraucht und muss unheimlich viel einstecken. Chan selber tritt und boxt was das Zeug hĂ€lt Hier sollte man nicht die frĂŒheren "Kung-Fu" Moves und Techniken erwarten.
Weitere Highlights des Films:
Dragon hat sich auf das Hausdach der Schnugglerbande verirrt, diese haben ihn gehört und setzen ihm mit Speeren mÀchtig zu. Super ins Szene gesetzt, mit toller Choreographie.
Höhepunkt ist aber sicher das sogenannte "Federballspiel". In einer Variante des HĂ€ckisĂ€ck, allerdings mit einem Indiakaball, wird eine Art Fußballspiel zwischen zwei Mannschaften ausgetragen. Was Chan hier abliefert ist Wahnsinn. Teilweise wird da ohne Zwischenschnitte grandios gespielt, heute nur noch mit CGI denkbar (daher war es wohl auch der teuerste Harvest Film - ewig lange Drehtage in brĂŒhender Hitze). Muss man einfach gesehen haben, was Chan und sein Team hier abgeliefert haben.
Was bleibt abschließend zu sagen?
Dragon Lord sollte man eher als eine Aktion-Komödie mit tollen Stunts ansehen, in denen der Komödien-Teil ĂŒberwiegt. Die KĂ€mpfe wurden hier sehr zurĂŒckgefahren (hatte Chan ja in den vier VorgĂ€ngerfilmen aber schon ausgiebig zelebriert). Wer den Chan Humor nicht mag, ist fast schon fehl am Platze, allerdings sollte man auf Grund der tollen Stunts trotzdem einen Blick auf den Streifen werfen.
FĂŒr mich als Chan Fan reicht es allerdings fĂŒr eine hohe 8/10


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