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Dragon Lord (1982)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 6 / 10)
eingetragen am 07.10.2015, seitdem 151 Mal gelesen



Inhalt:

Irgendwo in China..., viele Jahre nach der bürgerlichen Revolution. Meister Ho (Tien Feng) leitet eine renommierte KungFu-Schule..., und will, dass sein Sohn "Dragon" (Jackie Chan) tüchtig lernt und was im Leben wird.

Doch "Dragon" hat überwiegend Flausen im Kopf, und mit seinem Cousin "Cowboy" ("Mars") albert er am liebsten rum, und beide vergucken sich in das selbe Mädchen: Die aparte Alice (Sidney Yim aka Suet Lee). Beide konkurrieren um das Mädchen.

In der Gegend treibt eine Schmuggler-Bande mit ihrem gefährlichen Chef (Wang In-Shik) ihr Unwesen.
Die Bande schmuggelt alt-chinesische Antiquitäten..., und einer in der Bande spielt da nicht mehr mit: "Tiger" (Chen Hui Min aka "Michael" Chan Wai-Man).
Auch der Vater (Paul Chang Chung) von "Cowboy" steht nichts ahnend in Verbindung mit diesen Gangstern.

"Dragon" und "Cowboy"..., nachdem die Meisterschaft im "Feder-Fußball" im Ort von den beiden gewonnen wurde..., geraten sie der Bande in die Quere.
"Tiger" wird schwer verletzt, und der Vater von "Cowboy" von den Gangstern geknebelt!
Zwischen unseren beiden Helden und dem Boss der Schmuggler muss es zum alles entscheidenden Kampf kommen......


Fazit:

Meine sehr kleine "Jackie-Chan-old-school"-MiniRetrospektive findet mit "Dragon Lord", der 3. Regie-Arbeit von Jackie Chan ihren Abschluss.
Im Jahre 1982 drehte Chan für die Studios von "Golden Harvest" des Erfolgsproduzenten Raymond Chow diese überspitzte KungFu-Klamotte, diesen Klamauk-Eastern für seichte Gemüter.

Und es entstand ein insgesamt ganz lustiger Streifen..., der bereits aufzeigte, wo Chan hinzustreben gedachte: Weg vom reinen KungFu..., hin zu den Stunts..., den Knochenbrecher-Stürzen innerhalb einer Action-Komödie. 
Ein Stil, der Chan-Stil, den der Regisseur dann 1 Jahr später in "Project A" weiter entwickelte..., und der ihn dann ja auch noch nach Hollywood brachte.
Mit Old-School-Eastern hatte das dann nicht mehr soviel zu tun.

"Dragon Lord"..., eine sehr leichte Klamotte..., Chan wollte einen rein lustigen Film machen, einen Unterhaltungsfilm ohne großen Anspruch..., garniert mit etwas KungFu und schon vielen Stunt-Einlagen, vor allem diesen derben Stürzen.

Jackie Chan hat hier in "Dragon Lord" allerdings so seine Schwierigkeiten, die Story aufzubauen, die schon extrem dünn ist, selbst für einen Eastern.
So vergeht denn eine ganze Weile mit Chan und "Mars", wie sie allerlei Mätzchen machen, um ein Mädchen rivalisieren..., bis dann der Villain auftaucht, und die beiden in dessen Machenschaften rein gezogen werden. Chan kriegt die Storyline denn so noch auf knapp 80 Minuten hin gebogen, was aber schon etwas unausgegoren und hinkonstruiert wirkt.
So plätschert das ganze etwas so dahin..., na ja, und trotz einiger Zoten, platter Gags und doch hohem Tempo, fragt man sich, was das denn alles so soll.

Durch Wang In-Shik bekommt das ganze denn Gehalt..., das Tempo legt noch mal zu..., und es kommt schnell zum skurrilen Show-Down..., und zum Witz-Ende mit Kawumm.

Man darf nicht groß nachdenken..., "Dragon Lord" ist eine Jackie-Chan-Eastern-Commedy zum schnellen Konsum, zum schnellen Vergessen..., aber auch ein Film der andeutet, was Chan noch vorhatte: Weg vom KungFu, hin zum Stunt-Actioner..., westliche und östliche Einflüsse mischend.

In einer angenehmen Atmosphäre in hell-klaren Bildern gehalten, ist Jackie Chan der Held, der Anti-Held denn eher, denn er ist hier der Schussel..., analog der Figuren seiner großen Erfolge zuvor.
Jackie kann somit schnell die Sympathien des Publikums erlangen..., und agiert gewohnt agil und einfallsreich.
"Mars" ist hier sein Kumpel und Sidekick..., für jeden Klamauk zu haben.

Sidney Yim (aka Suet Lee) nimmt die weibliche Rolle ein..., ist niedlich und nicht so leicht rum zukriegen.
Wang In-Shik ist der gefährliche Villain, der keinerlei Spaß versteht und richtig unheimlich wirkt.
Chen Hui Min ist hier Gaststar..., und sein Auftritt überraschte..., der Rest des Ensembles agiert tapfer und überdreht mit..., u.a. Tang Yen Tsan, Cheng Hong, Paul Chang Chung und Tien Feng als genervter Vater von Jackie -im Film-.

Wichtigstes ist die Action..., die nicht so viel für den Fan des klassischen Eastern zu bieten hat. Viele Stunts, witzige Einfälle wie ein lustig-schnelles Fuß-Federball-Spiel, das etliche Minuten Zeit einnimmt..., und ein sehr körperbetontes, irrwitziges Final-Duell zwischen Chan und Wang In-Shik..., was doch noch mal Dramatik rein bringt.

"Dragon Lord"...., Vor-Bote einer neuen Art des Action-Kinos von Hongkong..., so etwas wie ein Wendepunkt?
Hoch gegriffen..., aber nicht ganz abwegig. Zwar kein absoluter Klassiker, dafür ist die Story zu dünn..., und die Action hängt etwas zwischen den Stilen..., doch ist der Film - der ja noch gar nicht richtig rund sein konnte- für die Kariere Jackie Chans somit natürlich nicht ganz unwichtig.

Sehr knappe 6/10 Punkte springen in meiner Bewertung heraus.


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