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Shaolin Kickers (2001)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 03.02.2007, seitdem 398 Mal gelesen



Shaolin Soccer

Sing ist ein 1A Kung Fu-Kämpfer und trotzdem arbeitslos. Die heutige Zeit braucht eben keine Helden dieser Natur. Seine eigenwillige Art führt zur Begegnung mit Fung einem ehemaligen Fußballprofi, genannt „Golden Leg“, dessen Karriere verletzungsbedingt zu Ende ging. Ihre jeweiligen Fähigkeiten bringen sie auf die Idee gemeinsam ein Fußballsoccerteam aufzustellen, welches von Fung trainiert werden soll. Die Mannschaft steht schnell, denn Sing kennt noch etliche Kameraden aus Zeiten seiner Kung Fu-Ausbildung, nur das die alle gar keine Ahnung von Fußball haben. Sie lernen mit dem Ball umzugehen und aus ihren Fähigkeiten als Kung Fu-Kämpfer Vorteile zu ziehen und können bald erste Erfolge feiern. Im ausgeschriebenen Soccer-Cup avancieren sie sehr schnell zu den Favoriten, gebe es da nicht noch Fung’s Erzfeind.

Stephen Chow ist mal wieder in einer seiner Paraderollen als sympathischer Verlierer, der Gleichgesinnte um sich schart und den Spieß umdreht, zu sehen und beweist einmal mehr das er der asiatische „King of Comedy“ ist.

Natürlich sollte man nicht nach einen tieferen Sinn in der Geschichte suchen als es der zu Anfang einleitende Aufhänger ist, denn es gibt ihn nicht. Höchstens noch den das der Film 90 Minuten lang, gut, unterhalten will, genau wie ein Fußballspiel. Die Aufbereitung ist dafür alle erste Sahne und lebt nicht wenig vom Hauptdarsteller Stephen Chow, der auch gleichzeitig Autor, Produzent und Regisseur war. Nicht nur das sämtliche Genres ihr Fett wegbekommen (Sportfilme, Kung Fu- und Actionfilme, Dramen, Romanzen) nein auch die Darsteller selber knallen ein ordentliches Maß an Selbstironie hinterher. Allein aus diesem Grund funktioniert der Film bestens, denn er versucht nicht sich ernst zu nehmen. Sing geht durchs Leben wie Homer Simpson (grad das er nicht so dumm ist) und schafft es trotzdem, am Ende, erfolgreich dazustehen. Sein Charme bringt ihm die große Liebe, welche vorher ein hässliches Entlein war und verändert die ganze Welt. Trivial aber märchenhaft und eine Verneigung vor den Lichtspielhäusern, sollen diese doch ein Ort der Freude und Zusammenkunft, für die Besucher, darstellen.

Gut, der Film ist auch mal albern und in diesen Momenten zutiefst asiatisch, auch die oft krude Mischung der Genres will der Europäer oder Amerikaner nicht immer verstehen, doch machen all diese Bestandteile am Ende diesen Film aus. Die Verlierergeschichte ist weder Neu noch innovativ, die Darsteller sind keine begnadeten Schauspieler und sehen nicht immer vorteilhaft aus, doch gerade diese Ehrlichkeit ist wohl der Knackpunkt. Man kann sich mit den Figuren identifizieren und fiebert mit, ob es nun realistisch ist nen Kopfball in 8 Metern Höhe zu verwandeln oder nicht.

Die Inszenierung hat ein sehr hohes Tempo und die Gags werden einem im Minutentakt um die Ohren gehauen, wobei zwangsläufig actionreiche Szenarien entstehen. Diese wurden von der Hongkonger Digitaleffekte-Schmiede Centro Digital (Storm Riders) ziemlich geil, und im Detail abgefahren, aufgewertet und verpassen dem Film einen comicartigen Look, der grell, laut und bunt ein Fest für die Augen zelebriert. Das der Held am Ende über das Böse siegen und die Frau küssen muss ist eine ungeschrieben Regel und soll auch erfüllt werden.

Happy End und aus.

Was soll man da noch groß zu sagen. Ist sicher kein zweiter KING OF COMEDY oder GOD OF COOKERY, aber in jedem Fall ein guter Vorläufer für den großartigen KUNG FU HUSTLE.

Das Product Placement ersticht einen wortwörtlich, Andy Lau singt den Titelsong und die lebende Legende Ching Siu Tung hat als Wirework-Action-Director mal wieder ganze Arbeit geleistet.

Darf man nicht zu ernst nehmen, dann kann man sich köstlich amüsieren.

7,4 von 8 möglichen Punkten


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