Ansicht eines Reviews

Devil Dared Me To, The (2007)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 23.06.2008, seitdem 1304 Mal gelesen



The Devil Dared Me To  (MIG) 

Chris Stapp und Matt Heath sorgen bereits seit 2001 mit ihrer Show Back Of The Y im neuseeländischen Fernsehen für Furore. In The Devil Dared Me To tobt sich das Duo erstmals auf Spielfilmlänge aus, mit Unterstützung einiger ihrer kultigen Sendung entliehener Charaktere. So stammt auch die Hauptfigur des Streifens, der unerschrockene Stuntman Randy Campbell (verkörpert von Chris Stapp), ursprünglich aus dem anarchischen TV-Programm.  
 

Randy Campbell möchte seinem Vater nacheifern und ein berühmter Stuntman werden, schließlich liegt seiner Familie das Draufgängertum im Blut. Die Tatsache, dass sein alter Herr bei einer tolldreisten Aktion tödlich verunglückte und seine Tante durch schwere Verbrennungen entsetzlich entstellt wurde, kann ihn nicht von seinem Vorhaben abbringen. Doch der Weg zum Ruhm ist steinig: Nach dem Tod seines Vaters wächst Randy auf der Schaffarm seines Onkels auf, dem der Berufswunsch des Jungen ein Dorn im Auge ist. Zu allem Überfluss endet sein ziemlich optimistischer Versuch, die Cookstraße (eine 35 km breite Meeresstraße, die die neuseeländische Nordinsel von der Südinsel trennt) zu überspringen, mit einem gebrochenen Arm und einem schrottreifen Fahrrad. Nach der obligatorischen Standpauke seines Onkels macht er sich noch am selben Abend aus dem Staub, um sich die Show von Möchtegern-Stuntman Dick Johansonson - Egomane, Weichei und Ekelpaket in einer Person – anzusehen. Johansonson verschuldet während seines Auftritts einen Unfall, der Randys Erziehungsberechtigte unter die Erde befördert und seiner zukünftigen Flamme Tracy »Tragedy« Jones ein Bein abtrennt. Randy selbst landet schwer verletzt im Krankenhaus. Johansonson nimmt den Jungen daraufhin unter seine Fittiche. Jetzt scheint es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis sich Randys Traum vom Stuntman-Dasein erfüllt. Doch weit gefehlt: Jahrelang darf er für Johansonson nur die Drecksarbeit erledigen und das Dixie-Klo putzen. Seine große Stunde schlägt erst, als er durch eine waghalsige Aktion einen lukrativen Vertrag mit einem skrupellosen Promoter für die Stunt-Truppe ergattert – sehr zum Missfallen von Johansonson, der es gar nicht gerne sieht, dass ihm Randy plötzlich die Show stiehlt… 
 

Manchen Werken haftet auch ohne künstlich hinzugefügte Verschmutzungen das gewisse Flair der von Tarantino und Rodriguez vor kurzem gehuldigten Grindhouse- und Drive-In-Ära an. The Devil Dared Me To ist ein solcher Film, der damals problemlos über die Leinwände dieser Lichtspielhäuser geflimmert wäre. Die Handlung ist nebensächlich, dient sie den Machern doch lediglich dazu, einen Gag auf den nächsten folgen zu lassen, wobei die Grenze des guten Geschmacks beinahe permanent überschritten wird. Die haarsträubenden Stunts sind meist von vornherein zum Scheitern verurteilt, so dass der Zuschauer Zeuge von krassen Unfällen inklusive hübschen Explosionen, Knochenbrüchen, Verbrennungen und Verstümmelungen wird. Ein paar Glasscherben im Allerwertesten sind da noch harmlos. Wenn aber einem Ärmsten während dem Einrenken eines Beines ein Hoden in die Gelenkpfanne rutscht, dürften zumindest alle männlichen Betrachter aufstöhnen. Bei all dem derben Humor und der ruppigen Gangart kann unter Umständen so manch witziger Einfall und regionaler Seitenhieb gar unbemerkt bleiben. Die munter aufspielende, sympathische Darstellerriege – allen voran Chris Stapp und Matt Heath – trägt außerdem viel zum Gelingen des mit einem offensichtlich geringen Budget heruntergekurbelten Streifens bei. Ein großes Lob sollte man auch Publisher MIG für die gelungene Synchronisation aussprechen, bei der unter anderem Thomas Danneberg (der beispielsweise Schwarzenegger und Stallone hierzulande seine Stimme leiht) ein paar herrliche verbale Entgleisungen zum Besten gibt.
Fazit: The Devil Dared Me To ist ein verdammt unterhaltsamer Spaß und der ideale Partyfilm für den nächsten feucht-fröhlichen Männerabend. Nachdem Peter Jackson ein Big Player in Hollywood wurde, versuchen glücklicherweise ein paar seiner Landsleute die entstandene Lücke zu füllen und uns mit witziger, respektloser Filmkost (siehe auch Black Sheep) zu erfreuen. Auf den nächsten Unsinn von Chris Stapp und Mike Heath darf man jedenfalls schon mächtig gespannt sein. 
- cis -


Surprise me!
"Surprise me!" BETA
Lassen Sie sich überraschen! Wir führen Sie zu einem zufälligen Treffer zu einem Thema Ihrer Wahl... Wollen Sie eine andere Kritik von "Otori" lesen? Oder ein anderes Review zu "Devil Dared Me To, The (2007)"?


Zur Übersichtsseite des Films
Liste aller lokalen Reviews von Otori

Zurück


Copyright © 1999-2017 OFDb.de - Die Online-Filmdatenbank
Alle Rechte vorbehalten.
Nutzungsbedingungen · Werben · Impressum
Hosted by Net-Build



Quicksearch






User-Center

Benutzername: 
Paßwort:
Login nur für diese Sitzung:

·

963 Besucher online


SSL  SSL-gesicherte
Verbindung aktiv


Abonnement


Abonnement - Bitte erst anmelden
Melden Sie sich bitte an, um Abonnements vornehmen zu können



Neue Reviews


Zing [Kurzfilm] (2011)
Besuch, Der [Kurzfilm] (2010)
Fritten zum Mittag [Kurzfilm] (2012)
Beinahe [Kurzfilm] (2011)
Elektriker Horst [Kurzfilm] (2007)



News


Unser News-Bereich wurde überarbeitet und wird in Kürze weiter ausgebaut werden, damit Sie stets aktuell über alle Neuigkeiten rund um die Welt des Films informiert sind.

» Zum neuen News-Bereich