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Devil Dared Me To, The (2007)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 5 / 10)
eingetragen am 15.10.2008, seitdem 815 Mal gelesen



Nicht selten hat man den Eindruck, dass Produktionen mit geringem Budget auf Biegen und Brechen versuchen, Kultstatus zu erreichen. Wer seinen Film großspurig als eine Mischung aus „Mad Max“, „Braindead“ und „Jackass“ ankündigt, bewegt sich bereits nah am Größenwahn und tatsächlich: Mehr als eine schwarzhumorige Stunt-Komödie mit ein paar netten Einfällen ist daraus nicht geworden.

Des Streifens augenscheinlichstes Manko ist die gehaltlose Geschichte an sich: Randy, Sohn eines berühmten Stuntmans, will in dessen Fußstapfen treten, erntet von seinem Widersacher Dick jedoch nur Spott und Hohn. Als sich Dick auf dem absteigenden Ast befindet, versucht er Randys Stunts zu sabotieren.

Neuseeland. Südinsel, Nordinsel, dazwischen die 35 Kilometer breite Cookstraße, - was liegt da näher, als diese per Rampe mit einem Raketenauto zu überfliegen?
Das ist nur eine von mehreren tauglichen Ideen, die dem Stoff durchaus etwas Unterhaltsames verleihen. Doch auf Dauer beschränken sich die meisten Gags auf Unfälle bei den Stunts, die mindestens mit Beinbruch, entstelltem Gesicht oder Bein ab enden.
Einige Figuren, wie der einarmige Mechaniker oder sein debiler Sohn bringen zwar gelegentlich amüsante One-Liner, doch wirklich sympathisch ist da niemand. Zumal Held Randy vom Regisseur Chris Stapp selbst mehr schlecht als recht verkörpert wird und dessen Autor Matt Heath in der Rolle des Gegenparts Dick auch kaum überzeugender agiert, - ihm kommt allenfalls die markante Synchro von Thomas Danneberg zugute.

Diverse Geschmacklosigkeiten, politisch höchst unkorrekt, durchziehen den Stoff. Kinder werden Zeugen von schweren Unfällen oder sind selbst Opfer solcher, ein Heiratsantrag wird mit Fremgeh-SMS quittiert und ein Aufenthalt im Knast unterliegt stets der Laune notgeiler Stecher, einschließlich der Wärter.
Nur leider fehlt der Erzählung ein Spannungsbogen, der auf etwas hinarbeitet, denn was sie inhaltlich bietet, ist größtenteils öde und belanglos: Held gegen Bösewicht, der vermeintliche Außenseiter gegen den wahren Versager. Das sind uralte Motive, die lediglich mit makaberen Szenen, etwas Splatter und zahlreichen Sprüchen unterhalb der Gürtellinie angereichert werden.

Dabei hat man rein handwerklich mit dem angeblichen Budget von 150.000 Dollar Erstaunliches auf die Beine gestellt. Einige Stunts, wie der Sprung durch einen brennenden Reifen wurden effektvoll eingefangen und auch diverse explodierende Autos bieten Schauwerte. Selbst die CGI während des Showdowns sind in Ordnung.
Auch an der Ausstattung ist kaum etwas zu bemängeln, ob Rampe, Raketenauto oder Equipment am Film-Set, - man merkt der Produktion ihre Liebe zum Detail an.

Da es sich beim Produktionsteam um die Leute hinter der neuseeländischen Variante von „Jackass“ handelt, gelangt man am Ende jedoch eher zu der Vermutung, dass diese ihre Stunts und ein paar grobschlächtige Einfälle zu einem abendfüllenden Ganzen zusammen geschustert haben, ohne sich eingehende Gedanken über eine spannende Geschichte zu machen.
Zwar fällt das Ergebnis einigermaßen kurzweilig aus, doch richtige Lacher oder pointierte Gags sucht man jenseits der Grenze des guten Geschmacks vergebens.
Eher etwas für Trash-Fans in Bierlaune…
5,5 von 10


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