Ansicht eines Reviews

13 Geister (2001)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 2 / 10)
eingetragen am 31.10.2010, seitdem 376 Mal gelesen



Mit dem Remake "Haunted Hill" legte die Horrorschmiede Dark Castle Entertainment einen furiosen Start hin. Benannt nach dem 1977 verstorbenen Regisseur und Produzent William Castle. Der lieferte mit "Das Unheimliche Erbe" auch die Vorlage f√ľr "13 Geister", welcher neben "Gothika" zu den erfolgreichsten Filmen der Schmiede von Joel Silver, Robert Zemeckis und Gilbert Adler z√§hlt. Der v√∂llig unerfahrene Steve Beck (Ghost Ship) √ľbernahm die Regie, hinzu kommt ein derart krudes Drehbuch von Benjamin Carr (Hellraiser: Deader, Retro Puppet Master) und Richard D¬īOvidio (Exit Wounds). Herausgekommen ist ein absolut mieses St√ľck Geisterfilm, welches auch dank der dilettanten Regie in keiner Szene gruselt.

Seit dem Unfalltod seiner Frau lebt der Mathematiklehrer Arthur Kriticos (Tony Shalhoub) mit Tochter Kathy (Shannon Elizabeth) und Sohn Bobby (Alec Roberts) in einer sch√§bigen Wohnung. Da kommt ihm der pl√∂tzliche Tod seines Onkel Cyrus (F. Murray Abraham) gerade recht. Denn der hat seinen Hinterbliebenen ein riesiges Haus hinterlassen, zusammen mit Anwalt Benjamin Moss (JR Bourne) und Kinderm√§dchen Maggie (Rah Digga) macht man sich sofort auf zur Besichtigung. Alle Warnungen des dubiosen Dennis Rafkin (Matthew Lillard) in den Wind schlagend ist man pl√∂tzlich in dem seltsamen Kunstwerk eingeschlossen. Im Keller lauern zw√∂lf blutr√ľnstige Geister, die den Eingesperrten ans Leder wollen.

Die Geisterjagd zu Beginn auf dem Schrottplatz ist da noch die beste Szene des Films, als man mit Hilfe jeder Menge Menschenopfer den sogenannten "Moloch" einf√§ngt. Spannend in keinster Weise, aber immerhin temporeich inszeniert, geht es von nun an nur noch bergab. Das beginnt schon bei den klischeetr√§chtigen Charakteren und dem nervigen Kinderm√§dchen Maggie. Auch stellt man sich als Zuschauer ein Geisterhaus ganz anders vor. Hier findet man ein hypermodernes Geb√§ude vor, gr√∂√ütenteils bestehend aus Panzerglas, in welches lateinische Spr√ľche eingraviert sind. Optisch zwar beeindruckend, jedoch kaum dazu geeignet, um die n√∂tige Atmosph√§re aufzubauen. Dass an dem Braten etwas faul ist, riecht der Zuschauer sofort, auch Hampelmann Rafkin ist schon warnend vor Ort. Schlie√ülich kommt alles wie es kommen muss, pl√∂tzlich ist die Kleinfamilie samt Moss und Rafkin im Geb√§ude eingeschlossen. Dieses ist in Wahrheit eine raffinierte Maschine, vom Teufel erbaut und von den lebenden Toten gesteuert, so die Erkl√§rung des Films. Jedoch d√ľrfte auch Jedem klar sein, dass hier ein perfider Plan verfolgt wird, welcher abwegiger nicht sein k√∂nnte. Die ganze Story ist Quatsch mit So√üe und trotz temporeicher Inszenierung v√∂llig langweilig.

Denn den restlichen Film schleicht man durch das labyrinthartige Haus, nur durch durch eine spezielle Brille kann man die Geister erkennen, welche nach und nach freigelassen werden. Nat√ľrlich trennt man sich, damit die Attacken der Geister wirkungsvoller ausfallen. Dennoch bleibt es bei einer blutigen K√∂rperteilung und ein paar gelungenen Make up-Effekten. Die Geister sehen teilweise schon gruselig aus, unter denen sich sich auch Arthurs tote Frau befindet. Aber das Ganze kommt v√∂llig ohne Schockeffekte aus und wird immer absurder, sp√§testens wenn man eine Panzerglasplatte durch den Gang tr√§gt, wie man die auch immer abmontieren konnte. Besonders die Soundkulisse beginnt nach geraumer Zeit tierisch zu nerven, ein brauchbarer Score fehlt "13 Geister" sowieso. Ebenso entt√§uschend fallen die Leistungen der Darsteller aus. H√∂chstens F. Murray Abraham (Surviving the Game, Mimic) kann als Fiesling ein paar Akzente setzen, aber Tony Shalhoub (Monk, Zimmer 1408) ist eine derartige Fehlbesetzung und Shannon Elizabeth (Verflucht, Tomcats) liefert eine derma√üen schwache Leistung ab. Matthew Lillard (Scream, Wing Commander) hampelt und zappelt sich bis zu seinem Filmtod durch, der f√ľr den Zuschauer eine wahre Erl√∂sung darstellt.

V√∂llig belangloser und unspannender Geisterhorror mit doofer Story. Die Darsteller allesamt blass und trotz einer z√ľgigen Inszenierung ist das Geschehen langatmig. Ein paar passable Make up-Effekte machen eben noch keinen guten Film, denn Grusel will hier in keiner Szene aufkommen, die gesamte Soundkulisse inklusive Score ist grauenvoll. Desweiteren ist "13 Geister" derma√üen CGI verseucht. Kurzum, ein grottenschlechter Beitrag, die 42 Millionen Dollar h√§tte man lohnenswerter investieren k√∂nnen.


Surprise me!
"Surprise me!" BETA
Lassen Sie sich überraschen! Wir führen Sie zu einem zufälligen Treffer zu einem Thema Ihrer Wahl... Wollen Sie eine andere Kritik von "floair" lesen? Oder ein anderes Review zu "13 Geister (2001)"?


Zur Übersichtsseite des Films
Liste aller lokalen Reviews von floair

Zurück


Copyright © 1999-2018 OFDb.de - Die Online-Filmdatenbank
Alle Rechte vorbehalten.
Nutzungsbedingungen · Werben · Impressum
Hosted by Net-Build



Quicksearch






User-Center

Benutzername: 
Paßwort:
Login nur für diese Sitzung:

·

375 Besucher online


SSL  SSL-gesicherte
Verbindung aktiv


Abonnement


Abonnement - Bitte erst anmelden
Melden Sie sich bitte an, um Abonnements vornehmen zu können



Neue Reviews


Jungle (2017)
Dunkelste Stunde, Die (2017)
Nacht des Jägers, Die (1955)
High Spirits - Die Geister sind willig (1988)
Planet der Affen: Survival (2017)



News


Unser News-Bereich wurde überarbeitet und wird in Kürze weiter ausgebaut werden, damit Sie stets aktuell über alle Neuigkeiten rund um die Welt des Films informiert sind.

» Zum neuen News-Bereich