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13 Geister (2001)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 5 / 10)
eingetragen am 19.09.2003, seitdem 1940 Mal gelesen



Da haben wir wieder einmal eines dieser typischen, leicht verdaulichen Horrorfilm-Exemplare der Gegenwart. "13 Geister" verläuft absolut geradlinig, ist kurzweilig, anspruchslos und mit einigen Special Effects versehen.

Geister - es gibt sie wirklich und sie sind zumindest hier nicht gut gelaunt. Da beginnt alles auf einem Autofriedhof mit dem Versuch, eines der unsichtbaren, bösen Wesen einzufangen. In dieser Eingangssequenz zeichnet sich zunächst eine recht harte Gangart ab. Leute werden zusammengefaltet oder zerspritzen wie Fliegen an der Windschutzscheibe. In punkto Inszenierung ging es dabei nur mir so oder erinnerte da einiges an "Tanz der Teufel"? Die unverwechselbaren Kamerafahrten, die dämonischen Masken oder die Geräuschkulisse des Bösen - vielleicht eine kleine Hommage Steve Becks und Co. an Sam Raimi. Nach dem eröffnendem Blutbad auf dem Schrottplatz geht es allerdings seichter und unspektakulärer zu, denn eine kleine vom Schicksal gebeutelte Familie wird uns vorgestellt, die das Erbe ihres verstorbenen Onkels, ein extravagantes, außergewöhnliches Glashaus, beziehen will.

Ein Anwalt und ein über hellseherische Kräfte verfügender Geisterjäger, den wir aus der Anfangssequenz her kennen, haben sich ebenfalls im Haus versammelt. Diese kleine Anzahl von möglichen Opfern könnte schon etwas Skepsis auslösen, zumal die Familie prinzipiell eigentlich nicht in Betracht kommt, dezimiert zu werden. Wer also soll hier denn eigentlich den Löffel abgeben? Wir wissen nur eins: Der Anwalt wird da auf alle Fälle alleine wegen seiner Natur nicht heil herauskommen. So dauert es auch nicht lange, bis er von einer Scheibe zweigeteilt wird und etwas blass an ihr dann herunterflutscht - zweifellos die spektakulärste Szene des Films. Bedauerlicherweise findet danach nur noch das eine Prinzip seine Anwendung: Nämlich das Flüchten in dem Glasirrgarten vor Geistern.

Hier einmal ein Hämmern eines Geistes an eine mit lateinischen Zaubersprüchen versehene Scheibe, dort dann vielleicht einmal ein Angriff und zwischendurch immer ewiges Rennen und Spektralbrille Auf- und wieder Absetzen. Das ist kurzweilig und oftmals auch recht spannend, doch insgesamt zu anspruchslos und kein Zeugnis von Einfallsreichtum. Die Geschichte um das Haus ist zwar ganz nett gedacht, bringt aber auch keine Punkte, wenn man die Logikfehler in der Endabrechnung addiert. Die Schauspielerei versetzt ebenfalls keine Berge und Matthew Lillard ist nebenbei definitiv fehlbesetzt.

Letztendlich bleibt eine gute, allerdings nicht all zu viel Innovation versprechende Idee, die nicht ganz ausgereizt werden konnte. Anstatt die zum Ende hin übliche Steigerung anzupeilen, geht "13 Geister" den gegensätzlichen Weg und fällt im weiteren Verlauf immer weiter ab.


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