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Wishmaster (1997)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 06.11.2005, seitdem 1280 Mal gelesen



Von Wes Craven produzierter Funsplatter mit nicht alltäglicher Storyline und derben Effekten.
Titelgebender Wunschmeister ist ein fieser Djinn (Andrew Divoff), der die ihm aufgetragenen Wünsche immer nach eigenem Gutdünken erfüllt – meist mit sehr fatalen Konsequenzen. So artet der Wunsch eines Kalifen er wolle gerne Wunder sehen in einem Massaker an anwesenden Höflingen aus, die sich in Schlangenwesen verwandeln, deren Skelette aus ihnen hervorbrechen usw. Die Auslegung freut nicht nur den Djinn, sondern auch den Zuschauer, denn schon der Auftakt entpuppt sich als grimmige FX-Orgie.
Damit der Djinn frei ist, muss er seinem Meister drei Wünsche erfüllen, doch der Zauberer des Kalifen verbannt ihn in einen Edelstein, ehe der Kalif Wunsch Nr. drei ausgesprochen hat. Doch abseits der drei Wünsche für den Meister kann der Djinn jedem normalen Menschen ebenfalls einen Wunsch erfüllen – im Austausch gegen deren Seele. Denn wäre ja lachlaft, wenn wir im weiteren Verlauf nur so wenige Wünsche missverstanden sehen würden, denn die Freiheit des Djinns würde natürlich den geltenden Genregesetzen seine Herrschaft über die Erde bedeuten.

Die Gefahr ist jedoch immerhin bis in die heutige Zeit gebannt, doch dann zerbricht die Statue, in welche der Edelstein samt Djinn eingearbeitet ist. Der Klunker landet auf Umwegen bei Alexandra Amberson (Tammy Lauren), die seinen Wert schätzen soll, und dabei versehentlich den Djinn befreit, der von da an mal wieder Wünsche nach eigener Interpretation erfüllt…
Ein Film der komplexen Storys ist „Wishmaster“ sicher nicht, doch ehrlich gesagt sind dies die wenigsten Funsplatterstreifen. Stattdessen dient die Geschichte als Folie für Wunscherfüllungen, Alex hat im Mittelteil auch erstmal Ruhe vor dem Djinn, ehe es dann zum apokalyptischen Showdown kommt, in dem Alex dann doch noch mal sämtliches Übel abwenden kann. Also nichts unbedingt Neues, doch allzu große Längen bietet der Simpelplot dann auch nicht, denn es folgt meist der nächste Wunsch sobald man Gefahr läuft die Dünne der Geschichte zu erkennen. Zudem erkennt man dieses Manko auch erst beim zweiten Ansehen so wirklich (und wenn man den Film in der Gruppe bei einem Videoabend konsumiert, dann noch weniger).
Die haben es dann auch in sich, der KNB-FX Group (deren Mitgründer Robert Kurtzman hier auch Regie führte) sei dank. Da verwandeln sich Menschen in Höllenkreaturen, da erwachen Steinstauen zu mörderischem Eigenleben, da reißen Klaviersaiten Köpfe ab usw. Alles noch wunderbar altmodisch handgemacht und alles sieht auch sehr überzeugend aus. Gegen die erstklassigen Effekte wirken die etwas billigen Kulissen dann stellenweise ein wenig leblos, doch der FX-Fan kann sich hier an wunderbarer Expertenarbeit ergötzen und übersieht das Manko im Setdesign dann gerne.

Doch Funsplatter ist nichts ohne den richtigen Witz und der kommt hier sehr grimmig daher. Zwar ist „Wishmaster“ nicht so komisch wie „Tanz der Teufel II“ oder „Braindead“, doch der Djinn hat schon ein paar fetzige Onliner drauf. Ebenfalls fiesester Humor sind die Auslegungen der verschiedenen Wünsche. Z.B. fragt der Djinn einen jungen Pathologen, der ihn gerade beim Herumschnippeln an einer Leiche erwischt: „Du wünschtest doch du müsstest das nicht gesehen.“ Als der Pathologe dies bejaht, näht der Djinn ihm flugs die Augen zu und von derart makaberer Art ist jedwede Wunschauslegung hier.
Dementsprechend geht Andrew Divoff in der Fieslingsrolle voll und spielt den bösen Djinn mit ebensoviel Freude wie Hingabe. Daneben wirkt Tammy Lauren zwar bemüht, aber zu einer vernünftigen Screamqueen reicht es nicht, da sie immer zu blass bleibt. Auch die restlichen Darsteller stechen kaum heraus, sieht man von den zahlreichen Cameos von Horrorgrößen wie Robert Englund, Tony Todd, Kane Hodder und Ted Raimi mal ab.

„Wishmaster“ mag das Genre des Funsplatter zwar nicht neu erfinden, aber dank derber Effekte und grimmigen Humor macht das Ganze dann doch Laune. Vor allem als Film für einen Videoabend empfehlenswert – im Gegensatz zu den schlechten Sequels.


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