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Wishmaster (1997)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 8 / 10)
eingetragen am 14.10.2011, seitdem 362 Mal gelesen



Endlich bin ich mal in den Genuss der ungekürzten Fassung gekommen.

Mit Wishmaster hat Wes Craven, welcher bei der Produktion mitwirkte, einen durch und durch spannenden und schön blutigen Horrorstreifen erschaffen, der als "Kult" zu bezeichnen ist. Allerdings war Robert Kurtzman, kein Geringerer als der Ideengeber zu From Dusk Till Dawn, der Regisseur dieses Films, was im Vorhinein nur Gutes heißen kann. Das Team Kurtzman-Craven verstand es nur zu gut, Special Effects mit tollen Masken so zu verbinden, dass sie auch heute noch mehr als sehenswert sind. Nun gut, manches wirkt sehr künstlich (Köpfe werden eingedrückt oder Gesichter lösen sich auf), jedoch keineswegs billig oder b-movie-mäßig.

Vielleicht bin ich der Einzige, der der Meinung ist, dass die Story keineswegs unoriginell daherkommt, aber wundern tut mich das schon, denn immerhin hat man ein relativ einfach gestricktes Drehbuch in einen kleinen, aber feinen Horrorfilm umgewandelt. Vieles wirkt düster oder mysteriös, teils auch angsteinflößend, gerade wenn der Djinn seine wahre Gestalt zeigt, aber dennoch hätte man einige Dinge durchaus besser machen können. Beispielsweise hat mir die Szene, in der der Djinn, getarnt als normaler Mensch, eine kleine Shopping-Tour macht und die Verkäuferin auf ihre Schönheit hinweist und ob sie sie nicht für immer behalten möchte. Hier haben es Regisseur und Produzenten nicht geschafft, auch nur einen Hauch von Spannung aufzubauen. Vielmehr wirkt diese Szene sehr gekünstelt, langweilig und eigentlich total überflüssig, da vollkommen bedeutungslos für den weiteren Verlauf des Geschehens. Zudem ist die Verwandlung in eine Puppe zwar irgendwie grausam, aber gleichzeitig sehr uneffektiv. Dafür hat man dann im Finale umso mehr auf Grausamkeiten, jede Menge Blut und tolle Special Effects gesetzt. Hier werden Statuen lebendig und Figuren/Personen, die lediglich auf Bildern verewigt sind, erwachen zum Leben und stehen dem Djinn zur Seite.

An dieser Stelle möchte ich noch etwas über die schauspielerische Leistung und das Aussehen des Djinn schreiben: Ich muss ehrlich zugeben, dass sich kein anderer Darsteller, der in diesem Film mitgespielt hat, auch nur annähernd mit der Leistung von Andrew Divoff messen kann. Divoff mimt den bösen "Wünschegott" mit derartiger Überzeugung, dass dem Zuschauer nur Angst und Bange werden kann, wenn er seine Gestalt zu Gesicht bekommt. Allein dieser finstere Blick und die Wortspiele, die er mit seinen Opfern treibt, wissen dem Zuschauer eine Gänsehaut auf den Körper zu "zaubern".

Wishmaster erfindet das Horrorgenre zwar nicht neu, jedoch ist der Film dank toller FX und einer meist dichten Atmosphäre letztendlich mehr als Durchschnittsware - ich persönlich würde ihn als "Kult" bezeichnen! Zu guter Letzt sollte man auf jeden Fall Andrew Divoff (Djinn) erwähnen, denn er ist maßgebend dafür, dass dieser Horrorstreifen einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Insbesondere für Horror-Fans ein absolutes "Must See"!

8/10


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