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30 Days of Night (2007)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 6 / 10)
eingetragen am 06.05.2008, seitdem 576 Mal gelesen



„30 Days Of Night“ bietet vorweg gesehen schon mal eine Menge vielversprechende Zutaten um einen wirklich vergnüglichen Horror-Filmabend zu verbringen.

Da wäre mal die Tatsache das sich die Handlung im nördlichsten Alaska angesiedelt hat, genau dort, wo einmal im Jahr für 30 Tage stockfinstere Nacht herrscht und sogar einige hartgesottene Einheimische sich für diesen Zeitraum aus dem Dorf Barlow verabschieden.
Am letzten Tag vor der langen Finsternis taucht plötzlich ein seltsamer Fremder auf und einige mysteriöse Vorfälle, wie verbrannte Satelliten-Telefone, tote Schlittenhunde, ein demontierter Hubschrauber sorgen für eine gewisse Unruhe. Der vorläufige Höhepunkt an Grauen ist erreicht, als der Sheriff (J. Hartnett) des Kaffs plötzlich den Kopf eines Dorfbewohners auf einem Pfahl aufgespiesst vorfindet...Was geht hier ab? Wer ist für das plötzliche Chaos in Barlow verantwortlich?

Bis hierher kann man diesem Streifen wirklich nur positives attestieren. Vom Spannungsaufbau und von der Atmosphäre versteht es der Film den Zuschauer (mich) wirklich zu fesseln und zu vereinnahmen.
. Was danach kommt ist dann allerdings deutlich einfacherer Natur, denn ab sofort wird alles was gute Filme dieses Genres und überhaupt zu bieten haben, also wenigstens Spannung und Tempo, größtenteils vernachlässigt. Irgendwie holpert die ganze Geschichte so vor sich hin, immer wieder mal mit irgendwelchen ziemliche derben Splatter-Einlagen durchsetzt und unterm Strich eben ziemlich wenig fesselnd. Das liegt klar am Drehbuch, daß es leider auch nicht schafft, daß sich der Zuschauer mit einer der Hauptfiguren identifiziert und somit die Handlung mit dem/der Hauptfigur miterleben kann.
Zu eindimensional sind der Sheriff, die Bösen und die Dorfbewohner geraten, als daß man sich ernsthaft um ihr Schicksal Gedanken machen würde.
Eigentlich überstand ich die ganze „Handlung“ nur durch das Warten auf die „Splatter-Szenen“ und auf die Art und Weise wie die Leute in Barlow letztendlich mit den Eindringlingen fertig werden.
Tja, und auch hier wurde ich irgendwie enttäuscht, das Wie ist zwar etwas überraschend, aber dafür sowas von an der Haaren herbeigezogen, daß es echt weh tut!
Auch sonst haben sich die am Film Beteiligten nicht gerade mit Ruhm bekleckert, die Darsteller/innen sind ziemlich durchschnittlich. Sogar der „Star“ Josh Hartnett (LOL)!

Beim Schnitt kam es mir manchmal so vor, als daß ganze Szenenübergänge schlichtweg nicht vorhanden waren und dadurch manchmal ein gewisser Erklärungsbedarf hinsichtlich „Wie kommt denn das jetzt wieder!“ auftritt. Mag sein auch das liegt am Drehbuch, ein guter Regisseur zumindest hätte derlei Patzer erkennen und beheben müssen – was aber nicht geschah!


Grundsätzliche von Filmen zu erwartende Attribute wie z. B. eine gewisse Logik im Handlungsablauf (Ich denke da bloß an die plötzlich am Ende aus allen Löchern auftauchenden Überlebenden) fehlen hier fast komplett oder werden sträflich vernachlässigt. In Verbindung mit der fehlenden Spannung, dem Tempo und den unzähligen missratenen Kleinigkeiten ist daß aber dann schon fast genug um aus einem guten Film einen schlechten zu machen.
Wenn da nicht doch noch einige kleine Lichtblicke am filmischen Horizont erscheinen würden.
Da wäre natürlich die Location, in dem von der Aussenwelt abgeschnittenen Dorf, der Schnee (auf dessen weiß sieht das Rot von Blut einfach deutlich besser aus!) und einige der Gewaltszenen (z.B. die als der alte Waldschrat mit dieser Art Schneefräse die Eindringlinge killt).
Alleine daran kann man erahnen, was aus diesem Film/dieser Grundgeschichte hätte werden können wenn man etwas mehr Sorgfalt in Sachen Drehbuch/Story, Regie und Darsteller/innen hätte walten lassen!


Fazit:
Wer an Horror-Filme oder Filme überhaupt keinerlei höhere Ansprüche als BLUT BLUT BLUT stellt, der dürfte hier ganz ordentlich bedient werden. Allen anderen empfehle ich in Sachen Horror und Grauen im ewigen Eis John Carpenters „Das Ding aus einer anderen Welt“ - der Streifen ist auch heute noch absolut Top!!


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