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30 Days of Night (2007)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 5 / 10)
eingetragen am 22.11.2008, seitdem 477 Mal gelesen



Na endlich mal wieder ein Vampirfilm, hatten wir ja lange nicht mehr. Und ich mag diese Thematik, egal ob alter Gruselklassiker oder moderne Verfilmung a la „Blade". Doch nicht immer gelingt ein großer Wurf, wobei „30 Days Of Night" sicher Potenzial fĂŒr mehr gehabt hĂ€tte.

DafĂŒr sorgt schon die Grundidee, in einem abgelegenen Kaff im nördlichsten Zipfel Alaskas 30 Tage die Sonne untergehen zu lassen. Eigentlich ideal fĂŒr maximalen Vampirterror. Dazu der Kampf der Menschen, die sich in der eisigen KĂ€lte in ihren HĂ€usern verstecken und hoffen, beim ersten Sonnenstrahl zu den Überlebenden zu gehören.

Ich nehme es David Slade noch nicht mal ĂŒbel, bei anderen Filmen zu wildern. Da ist ein bisschen „Assault" zu spĂŒren, wenn auch nur halbherzig, denn des Öfteren finden die ScharmĂŒtzel auch im Freien statt. Auch „Dawn Of The Dead" lugt ein klein wenig hervor, wenn etwa die Vampire schnell wie Snyders Zombies durch die Kulisse flitzen oder von einer schweren Baumaschine zerschnetzelt werden. Auch Carpenter's „Thing" fĂ€llt mir ein, der eisige Schauplatz sorgt auch hier fĂŒr frostige AtmosphĂ€re.

Und dennoch - all diese Filme sind um Klassen besser. Denn „30 Days Of Night" hat ein großes Problem. Innovationen hĂ€tte ich sowieso nicht erwartet, aber leider ist auch eine sich langsam entwickelnde Story nicht vorhanden. Die Leute versuchen einfach, Nacht fĂŒr Nacht zu ĂŒberleben und werden nach und nach ein wenig dezimiert, das war's schon. Gelegentlich wird man aufgeschreckt durch einige blutige Splattereinlagen, die aber auf Dauer auch irgendwann ermĂŒden. Dazu kommen einige Logikfehler, wie zum Beispiel die leergefegten Straßen, wo am Anfang noch Mengen von Leichen lagen, aber vielleicht sind diese Vampire nicht nur auf Blut aus, sondern haben die Toten gleich ganz aufgefressen. Ärgerlich, dass auch nicht erklĂ€rt wird, wo die ganze Brut so plötzlich herkommt. WĂ€re doch schön gewesen, wenn es so eine Art Eisburg als Hort des Bösen gegeben hĂ€tte (ich spinn nur mal so rum).

Wenigstens rafft sich der Film zu einem recht gelungenen Finale auf, als einer der Beteiligten mittels Spritze freiwillig konvertiert und sich dem Kampf der Blutsauger stellt. Als dann die Sonne aufgeht, ist das Ende deprimierend in Szene gesetzt...

Fazit: „30 Days Of Night" hat trotz einer gelungenen AtmosphĂ€re erschreckend wenig zu bieten. Der immense Leerlauf enttĂ€uscht den Zuschauer mit fortschreitender Zeit immer mehr und sorgt fĂŒr Frust, nur mit Schockeffekten allein kann man mich jedenfalls nicht begeistern. Durch das gelungene Ende wird ein Totalausfall noch mal vermieden.


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