Ansicht eines Reviews

30 Days of Night (2007)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 8 / 10)
eingetragen am 15.12.2008, seitdem 429 Mal gelesen



Barrow, das nördlichste US-Städtchen Alaskas, 80 Meilen entfernt vom nächsten Nachbarort, ist einmal im Jahr für 30 Tage stockdunkel. Die Population sinkt in dieser Zeit auf 152 Bewohner, darunter Sheriff Eben (Josh Hartnett) und seine Frau Stella (Melissa George). Und sie und die anderen Verbliebenen müssen sich mit allen Kräften wehren um nicht als Snack für eine Horde Vampire zu enden.
Vampirfilme sind offengesagt überhaupt nicht mein Ding. Vielmals handelt es sich dabei um schwülstig aufgeblähte Streifen, die unsere Halsbeißer als edle und reine Wesen darstellen, gegen die sogar die Elfen aus Herr der Ringe wie eine brutale Mordbrennerbande wirkt. Die einzig positive Ausnahme der letzten Jahre war da noch die Blade Trilogie (ok Blade III Trinity war eigentlich auch Müll). Entsprechend skeptisch stand ich auch 30 Days of Night gegenüber, mußte aber nach dem Abspann meine Meinung komplett ändern. Dieser Film rockt gewaltig. Eine Mischung aus "Blade" und "Das Ding aus einer anderen Welt". Bei solchen Anleihen kann ja nur was gutes bei rauskommen. So darf der Zuschauer hier mit einer Gruppe von Überlebenden mitfiebern, die in bester 10 kleine Negerlein Manier hingemeuchelt wird, nachdem der Rest des Örtchens bereits zu Vampirgulasch verarbeitet wurde. Sehr zu loben ist dabei die exzellente Kameraarbeit, gestochen scharfe Bilder und die arktische Location Alaskas werden perfekt festgehalten. Die Bedrohung durch die Blutsauger in der, meteorologisch bedingten, 30 tägigen Hatz durch die Finsternis ist in jeder Minute spürbar. Langeweile kommt gar nicht erst auf, da das Drehbuch mehr auf Action, als auf tiefgründige Charakterzeichnung setzt, was dem Film absolut zu gute kommt. Die Schauspieler leisten überwiegend gute Arbeit ab. Nur Josh Hartnett konnte ich den Polarhelden irgendwie nicht ganz abnehmen. Das größte Plus sind sowieso die Vampire selbst, die mit den klassischen Venenzapfern a la Bela Lugosi nicht mehr viel gemein haben.
Keine überlangen Eckzähne mehr, sondern eher ein Piranhagebiß. Blutverschmierte Gesichter und brutales Abschlachten ihrer Lebenssaftgetränkeautomaten (Menschen) kennzeichnen die neue Vampir 2.0 Generation. Bitte mehr Filme solcher Art. Was dem Film vielleicht noch gutgetan hätte, wär der Wegfall der 30 Tage Frist gewesen, es wird häufig einfach mal eine Woche weiter gesprungen, ohne das irgendwas nennenswertes passiert wäre. Die Inszenierung wäre wesentlich straighter wenn sich das Geschehen auf eine einzige Nacht konzentriert hätte. Ansonsten alles supi hier, thumbs up, 8 Points.


Surprise me!
"Surprise me!" BETA
Lassen Sie sich überraschen! Wir führen Sie zu einem zufälligen Treffer zu einem Thema Ihrer Wahl... Wollen Sie eine andere Kritik von "Kiste" lesen? Oder ein anderes Review zu "30 Days of Night (2007)"?


Zur Übersichtsseite des Films
Liste aller lokalen Reviews von Kiste

Zurück


Copyright © 1999-2018 OFDb.de - Die Online-Filmdatenbank
Alle Rechte vorbehalten.
Nutzungsbedingungen · Werben · Impressum
Hosted by Net-Build



Quicksearch






User-Center

Benutzername: 
Paßwort:
Login nur für diese Sitzung:

·

381 Besucher online


SSL  SSL-gesicherte
Verbindung aktiv


Abonnement


Abonnement - Bitte erst anmelden
Melden Sie sich bitte an, um Abonnements vornehmen zu können



Neue Reviews


Sweet Virginia (2017)
24 Hours to Live (2017)
Operation Chromite (2016)
Dark Tide (2012)
Steel Force (1990)



News


Unser News-Bereich wurde überarbeitet und wird in Kürze weiter ausgebaut werden, damit Sie stets aktuell über alle Neuigkeiten rund um die Welt des Films informiert sind.

» Zum neuen News-Bereich