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30 Days of Night (2007)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 8 / 10)
eingetragen am 10.10.2011, seitdem 357 Mal gelesen



Originaltitel: 30 Days of Night
Regie: David Slade
Produktionsland: USA, Neuseeland (2007)
Cast: Josh Hartnett, Melissa George, Danny Huston, Ben Foster, Mark Boone Junior, Mark Rendall, Amber Sainsbury, Manu Bennett, Megan Franich, Joel Tobeck, Elizabeth Hawthorne, Nathaniel Lees, Craig Hall, Chic Littlewood, Peter Feeney

Story:
In dem kleinen, verschneiten Örtchen Barrow in Alaska, einer Siedlung jenseits des Polarkreises, herrschen jedes Jahr im tiefsten Winter 30 Tage Dunkelheit. Ein Gros der Bevölkerung verlässt die Ortschaft in diesem Zeitraum und zieht sich zu Angehörigen in südlichere Gefilde zurück. Einige bleiben aber auch – wie jedes Jahr. Nur in diesem Jahr werden sie nicht allein sein! Ein Fremder streift durch das ewige Eis und sorgt im Örtchen für Unmut.
Eben Oleson, der Scheriff der Stadt, wird nach mehreren Sabotageaktionen im Ort (Schlittenhunde tot, einziger Hubschrauber defekt, Handys verbrannt etc.) auf den Fremden aufmerksam und inhaftiert ihn. Damit ist das Unheil aber nicht gebannt, denn der Fremde war lediglich die Vorhut einer Gruppe von Vampiren, die just nach Untergang der Sonne das Städtchen überfallen. Ein äußerst blutiger Alptraum beginnt…

Mein Senf:
„30 Days of Night“ ist eine von Sam Raimi produzierte Comicverfilmung (basierend auf dem Graphic Novel von Steve Niles und Ben Templesmith), die sich bis auf einige Einzelheiten auch eng an die Vorlage hält (zum Vergleich sei hier der überaus umfangreiche Artikel zum Thema auf Schnittberichte.com empfohlen, dessen Lektüre allerdings erst nach der Sichtung des Films zu empfehlen ist – Stichwort: Spoiler! Zu finden ist er hier). Der Look ist – wie im Comic auch – sehr eigenwillig, aber definitiv überzeugend! Jedes Frame ist düster und bedrückend, es gibt Einstellungen die 1:1 wie Comic-Panels inszeniert sind und so recht schnell das Tor zu einer graphischen Welt öffnen, die so noch nicht auf Celluloid gebannt wurde. Und allein die kühle Optik des Films sollte ein Argument für die Sichtung sein – trotz der reichhaltigen Verrisse, die man so findet. Ja, „30 Days of Night“ steht häufig in der Kritik! Das sollte hier nicht unerwähnt bleiben. Und natürlich kann ich einem sehr häufig auftauchenden Punkt nur beipflichten: Das Ende des Films verliert sich in Gewaltakten zu Ungunsten der Grundstimmung. Und überhaupt passte mir das Finale nur bedingt – obwohl dies im Comic nahezu identisch war. Das ändert jedoch nichts an den Qualitäten des Films! Heftig und schnell inszeniert, spannend, blutig und mit einem starken, zum düsteren Look passenden Score weiß „30 Days“ zu überzeugen - oder eben auch zu polarisieren. Auf den stetig ansteigenden Härtegrad, der sich in einem ersten Gewaltakt auf den Straßen von Barrow entlädt, dann ein wenig abebbt um dann noch drastischer das letzte Drittel in ein tiefes Blutrot zu tränken, kann man schon mal empfindlich reagieren. Dazu die ausweglose Situation der Überlebenden, Lagerkoller und nackte Angst mit ständigen Gegenschnitten auf die dunklen, verschneiten und blutüberströmten Straßen des Örtchens – das kann für Unwohlsein sorgen. Gerade weil die Vampire zwar da sind, aber sich gern auch versteckt halten entwickelt sich eine spürbare Bedrohung, die der rauen und lebensfeindlichen Umgebung in nichts nachsteht. So sie dann auftauchen haben sie nichts mit dem erotisch angehauchten Vampirmythos zu tun, den Dracula vertritt. Sie sind viel eher reißende Bestien, wild, kräftig und blutrünstig. Animalisch gestikulieren und grunzen sie, nur ihr Oberhaupt kann sich zivilisiert ausdrücken. Und das aber auch nur, um sein Herrenwesen-Gedankengut zum Besten zu geben und die Menschen als vogelfreies Nutzvieh zur Schlachtbank zu zitieren – heftige Angelegenheit!
Ich gehöre wohl zu der Hälfte von Rezipienten, die sich vom Look überzeugen ließ und sich (schon mehrmals) bestens unterhalten fühlte! Von mir eine klare Empfehlung! 7-8/10


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