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30 Days of Night (2007)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 8 / 10)
eingetragen am 26.08.2014, seitdem 255 Mal gelesen



30 Days Of Night

Mein erster Versuch diesen Film zu schauen war nicht gerade von Erfolg gekrönt. Nach 25 Minuten bin ich eingepennt und als ich aufgewacht bin, hab ich meine inzwischen kalte Tasse Kaffee über meine Tastatur geleert. Aber gut, dafür kann Regisseur David Slade nun wirklich nichts. Ehrlich gesagt hatte ich 30 Days Of Night, bzw. die ersten 25 Minuten, als richtig langweilig in Erinnerung, jedoch lasse ich ungerne Filme halbgesehen im Regal stehen, weswegen ich ihn mir heute nochmal angesehen habe. Und was soll ich sagen? Großartiger Streifen...

In Barrow, der nördlichsten Stadt Alaskas, herrscht Aufbruchstimmung. Der letzte Sonnentag geht dem Ende zu, es stehen 30 Tage bevor, in denen die Sonne nicht aufgehen wird. Doch den Verbliebenen stehen keine ruhigen Tage bevor, denn Telefone werden verbrannt, Schlittenhunde getötet und schließlich fallen alle elektrischen Verbindungen aus. Als ein geheimnisvoller Fremder in der Stadt auftaucht und mysteriöse Warnungen ausspricht, ist es schon zu spät: eine Gruppe von Vampiren ist in der Stadt und will das Ausbleiben des Sonnenaufgangs für ein längeres Blutfest nutzen. Es kommt zum Massaker, die Überlebenden müssen sich verstecken, 30 Tage lang...

Die Story, das Setting und die Grundidee sind ja einfach schonmal geil, oder? Eine Stadt mitten im Nirgendwo, welche 30 Tage komplett im Dunkeln ist. Der Film fängt damit an, wie die Bewohner alles für diesen Monat vorbereiten, sprich sich verbarrikadieren, Zufahrten zum Dorf schließen, etc. Dies Alles kann eine richtig dichte Atmosphäre aufbauen, welche man in meinen Augen etwas länger hätte aufrecht erhalten können. Es ist zwar zum einen Geschmackssache und durchaus löblich, dass der Regisseur gleich zum eigentlichen Punkt der Tagesordnung, nämlich der Vampire, kommen wollte, jedoch hat mir diese Art von "Vorfreude" sehr gut gefallen, weswegen ich sie etwas zu schnell angehandelt fand. Aber wie gesagt: etwas actionorientiertere Filmfreunde werden genau diese Entscheidung begrüßen.
Denn sobald die Vampire kommen, sind eben die Vampire da und der Bösewicht ist dem Zuschauer schon bekannt. Ich weiß nicht, ob es an mir liegt, aber Vampire fand ich nie wirklich "gruselig". Klar, innerhalb der Grundidee dass die Stadt 30 Tage kein Sonnenlicht abbekommt, konnten es nur Vamire sein, aber ich glaube jedes andere Monsterzeugs hätte mir besser gefallen. Ich würde übrigens für einen guten Alienfilm in vergleichbarer Umgebun töten!
Auf alle Fälle haben wir eine ganz sympathische Protagonisten-Truppe mit denen man durchaus mitfiebern kann. Positiv ist noch zu erwähnen, dass der Film, wie ich fand, recht derbe Effekte hatte. Jedoch hat man diese immer realistisch umgesetzt und obwohl man mit Schneefräsen oder Müllschreddern die Feinde killt, driftet alles nie in einen einfachen Splatterfilm ab. Genau das wird wahrscheinlich auch die FSK dazu bewogen haben, ihn uncut mit dem roten Siegel durchzuwinken. Irgendwie trotzdem merkwürdig, denn 30 Days Of Night enthält einige sehr böse Gewaltspitzen.

David Slade ist mit 30 Days Of Night ein wirklich guter Horrorfilm in ungewöhnlichem Setting gelungen. Punkten kann er vorallem mit seiner Ausganssituation, jedoch waren (für mich!) die "Bösewichte" einfach nicht beeindruckend genug, als dass mich ihr rasches Erscheinen wirklich umgehauen hätte. Besser wäre gewesen, wenn der Film sich etwas Zeit gelassen hätte und lieber mit seiner anfängliche Atmosphäre gearbeitet und dezente Hinweise gestreut hätte. Trotzdem wohlverdiente

8/10


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