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Aliens vs. Predator 2 (2007)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 6 / 10)
eingetragen am 27.12.2007, seitdem 824 Mal gelesen



Nachdem der Trailer ja nun wirklich Geschmack auf mehr gemacht hat, insbesondere wegen der gesteigerten Gewaltdarstellung gegenüber dem ersten Teil, kommt nun nach Ansicht des Komplettwerks leider die Ernüchterung.

Ja, der zweite Teil ist härter. Somit wurden die Gebete der Fans erhört. Aber das relativiert sich schnell, denn leider geschieht vieles so fix, dass man es kaum mitbekommt und dazu meistens auch noch im Dunkeln, so dass Blut (menschliches) eher wie Tinte ausschaut. Ich fand, man hätte dem Film locker eine Freigabe ab 16 geben können.
Ich hatte fast schon das Gefühl, als ob im Trailer diese expliziteren Szenen heller und auch langsamer abliefen - Lockmittel fürs blutgeile Publikum haha

Das Publikum, die angesprochene Zielgruppe um es anders auszudrücken, ist ein weiteres Manko des Streifens. Waren die Alien Saga und die beiden Predator Filme noch besetzt mit kernigen Typen und Frauen, einfach Haudegen-Typen, so gehts hier im wesentlichen mal wieder um Jugendliche oder Twens. Das reißt nix vom Hocker, wirkt unglaubwürdig (insb. wenns mit Geballer ans Eingemachte geht) und passt so üüüberaupt nicht ins Konzept dieser Filme. Wir haben es hier schließlich nicht mit einem Teenie-Slasher Filmchen zu tun, da könnte man dann auch gleich Aliens vs. Predator feat. Jason V. draus machen. So klappt das einfach nicht!! Außerdem sind diese Teenie-Klischees total abgegriffen und hier auch noch schlecht umgesetzt. Dieser Bruderkonflikt interessiert keinen, dazu ein ehemals Knasti der plötzlich bester Freund vom Sherriff wird und anfängt Held zu spielen, der Looser und das Blondchen und dazwischen die bösen Sportlertypen.... ALLES BELANGLOSE SCHEIßE! Hätte man nicht endlich mal wieder so einen John McLane Typen gegen die Brut kämpfen lassen können? Naja, so wird einem halt nur typischer Hollywood Mainstream Dreck für gerade 18gewordene geboten. Scheint einfach die finanziell sicherste Zielgruppe zu sein.

Spannung kommt übrigens keine auf.
Dazu wurde alles entfernt, was insb. die Alienfilme ausgemacht haben: keine langsame Bedrohung, keine langsam ins Bild schleichende und dann hart und schnell attackierende Aliens, keine Bewegungsmelder etc. Leider geht alles zu fix (die Aliens sind auch nach nur 3 Sekunden ausgewachsen haha) und ist zu schnell gecutted. Da kommt nur leidlich Spannung auf. Auch das ganze Rätselraten um die unbekannte Bedrohung fällt weg. Da war der direkte Vorgänger echt noch besser und hinsichtlich der Predator-Bedrohung und seiner Absichten der 2te Predator sowieso!!

Positives gibts aber auch, denn für Predator-Fans hingegen ist dieser Film (bis auf den eben genannten Kritikpunkt, dass sich hier wirklich niemand überhaupt um den Grund seines Erscheinens Gedanken machen muss) recht gut gelungen, fast schon ein Schmankerl. So ist alles Predator-typische wieder mit von der Party: ausreichend Tarnmodus, Schulterwaffen, Sprengungen, Verarztung, verschiedenste Sichtmodi und kreativste Wurf- wie Nahkampfwaffen. Das einzige was fehlte, war die Stimmennachahmung. Ansonsten auf dieser Ebene ziemlich gut gelungen! Dieser Jäger geht ab und hat mir echt Spaß gemacht ;-)

Fazit: Nette Optik und gute Tricks, ordentlich Action bei leidlicher Spannung. Dabei schon hart, aber alles etwas zu dunkel und zu schnell geschnitten (teilweise ist auch die Kamera zu nah dran am Geschehen). Ordentlich Predator-Action, dabei wurde der Alien-Anteil etwas zurückgefahren. Die Story ist okay (für einen Teenieactioner, nicht für einen anständigen Film!), die Dialoge sind okay (hier gilt gleiche Relativierung), aber überzeugen tat mich das ganze insb. wegen der jugendlichen Hauptdarsteller überhaupt nicht. So isses wieder kein Erwachsenenfilm geworden (damit meine ich nicht den Härtegrad sondern den Anspruch) und auch nur eher was für die Generation von Fans die eher die PC-Spiele als die Vorgängerfilme kennen.

Ich bin wieder enttäuscht, auch wenn ich solide unterhalten wurde. Damit meine ich, dass die 85 Minuten schnell vorüber gingen. Für mich reichts halt wieder nicht und ich weiß nicht, ob ich diesen Teil wirklich besser finden soll als den Vorgänger. Eher nicht, denn der erste AvP hatte noch mehr Glaubwürdigkeit innerhalb der Story, nettes Rätselraten um die Hintergründe der Aliens (insb. des Predators), dazu ein wesentlich cooleres und spannenderes Setting und vor allem keine Teenie-Hauptdarsteller. Also bis auf den (vermeintlich) höheren Härtegrad schneidet Teil 2 insgesamt schlechter ab als das etwas zu unrecht verrissene Erstwerk Andersons.
Das Ende kommt natürlich (wie auch der erste Teil) mit einem Cliffhanger zu Teil 3.

Es bleiben 5 bis 6 Punkte für die belanglose Durchschnittlichkeit. Fast schon eher eine Direct-to-DVD-Produktion..........im Kino bedeutet das: Hirn raus, Popcorn und Cola (zu horenden Preisen) rein, angucken und nicht denken, rausgehen und vergessen.


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