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Aliens vs. Predator 2 (2007)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 6 / 10)
eingetragen am 01.01.2008, seitdem 724 Mal gelesen



Also mir persönlich wäre es ja lieber gewesen, wenn 20th Century Fox die Millionen in ein anderes Projekt gesteckt hätten. Walter Hill ist übrigens auch als ausführender Produzent aufgeführt. Drei Jahre ist es her, seit man das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt und den bewaffneten Trophäenjäger aufeinander prallen ließ. Erwartet wurde ein Kampf der Giganten, geworden ist es Ringelpiez mit Anfassen. Eines nur durchschnittlichen Films bedarf es keine Fortsetzung, doch die Gebrüder Strause erweisen sich als ziemlich fähig, dieses stereotype Drehbuch von Shane Salerno (Shaft) in Szene zu setzen. Daher kann ich eine wichtige Frage mit "Ja" beantworten, das Sequel ist besser als das Original. Das mag auch daran liegen, dass hier kein PG-13 Rating im Weg war, sondern man hier auf ein R-Rating hinarbeiten durfte.

Auch die Predators machen in ihrem Raumschiff Experimente mit den Aliens. So schlüpft aus einem Predator eine neue Form von Alien, welche in dem Schiff gleich ein Massaker anrichtet. So kommt es zum Absturz auf der Erde, nahe der abgelegenen Kleinstadt Gunnison. Die Aliens suchen sich sofort ihre Wirte, um wieder eine Kolonie aufzubauen. Ein Predator wird geschickt, um die Aliens aufzuhalten, welche sich mittlerweile verdreifacht haben. So gibt es in der Kleinstadt immer mehr Opfer zu beklagen, auch die US-Army ist nicht fähig den ausserirdischen Einhalt zu gebieten. So kommt es erneut zum Kampf zwischen Alien und Predator, wobei sich der Mensch gegen beide Parteien zu Wehr setzen muss.

Bei der Kulisse orientiert man sich offensichtlich an den 80er Jahren. Schon da kam das Grauen immer leise durch die Hintertür und schlug in einem kleinen, meist abgelegenen Dorf zu. So ist es hier Gunnison, umgeben von Wald mit etwas mehr als 5000 Einwohnern. Unbemerkt schnappen sich die Aliens ihre ersten Wirte, sogar ein Kind wird dazu missbraucht. Obdachlose, welche in der Kanalisation hausen, sind ebenso die perfekten Opfer. Und bevor der einzelne Predator eintrifft, haben die Aliens schon fast eine ganze Kolonie gegründet. Wir Menschen merken das natürlich erst spät. Es gibt Vermisste, welche die Suchtrupps auch bald verstümmelt in den Wäldern finden. Im Schnell durchlauf präsentieren uns die Strauses einige Charaktere, wobei sich die Helden schnell herauskristallisieren. Immerhin ungewohnt, dass auch einige Sympathieträger ins Gras beissen dürfen. Nur diese kleine nutzlose Lovestory, welche auch wieder zu Reibereien führt, hätte man sich sparen können. Mit seinen 93 Minuten Lauflänge hat der Film nicht die Zeit, um sich um solche Nebensächlickeiten zu kümmern, die Menschen sind nur da, um beiden Parteien zum Opfer zu fallen. Die Darsteller halten locker das durchschnittliche Niveau, aber besondere Leitungen erbingt hier Keiner. Im Gegenzug gibt es aber keine Peinlichkeiten.

Das Tempo wird den ganzen Film über hoch gehalten, nur spannender könnte das Ganze sein. Mit massig CGI Einlagen macht man sich sofort ans Werk. Die gnadenlosen Aliens metzeln eine ganze US-Einheit und ein ganzes Krankenhaus nieder, um ihre Kolonie zu gründen, doch die Haltung des Predators kann ich nicht so ganz verstehen. Er ist ein Trophäenjäger, welcher Menschen eigentlich nur tötet, wenn sie auch bewaffnet sind. Hier schlachtet auch der Predator Jeden ab, der ihm in die Quere kommt. Natürlich wieder ausgestattet mit massenhaft technischen Gimmicks, auch der berüchtigte Medical Kit kommt wieder zum Einsatz. Auf der Jagd nach den Aliens nimmt man die halbe Stadt auseinander und massenhaft Bewohner lassen ihr Leben. Leider ist das Geschehen oft so dunkel und hektisch geschnitten, dass man überhaupt nichts mehr erkennen kann. Das Sequel ist auch wesentlich goriger ausgefallen. Bäuche platzen in Nahaufnahme, viele zerfetzte Leichen sind zu sehen, Aufspießungen, oder das Schnappmaul der Aliens dringt in einen Kopf ein. Viele Tötungen geschehen auch nur im Off, oder es ist zu dunkel, um etwas zu erkennen. Einige CGI Effekte sind erbärmlich schlecht, zum Beispiel wenn der Predator die blaue Flüssigkeit, eine Art Säure, über die Toten kippt. Der Kampf Alien vs Predator ist hier ausufernder, wobei ein Endkampf zwischen Predator und dem mutierten Alien nicht fehlen darf. Warum jedoch weder Mensch noch Predator nie mit Säure bespritzt werden, auch wenn sie ganz nah dran sind und das Alienblut in Massen spritzt, ist sehr fraglich.

Dieses Sequel hätte man nicht gebraucht, immerhin springt dabei für uns actionreiche und teils auch blutige Unterhaltung heraus. Das Niveau der Spannung ist leider nur solide und machmal ist das Geschehen dank zu schneller Schnitte und dunkler Bilder nicht mehr verfolgbar. Massig CGI, oft mehr schlecht als Recht verdirbt den Brei.


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