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Aliens vs. Predator 2 (2007)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 6 / 10)
eingetragen am 17.02.2008, seitdem 619 Mal gelesen



Vor einigen Jahren brachte Paul Anderson mit seinem Streifen "Alien Vs. Predator" die beiden von mir heißgeliebten aber seit längerer Zeit bereits nicht mehr fortgesetzten Alien- und Predator-Reihen zusammen. Die damalige Vorfreude war bei mir recht groß, daß Ergebnis konnte die hohen Erwartungen meinerseits aber dann leider nicht wirklich erfüllen.
Der Streifen verfügte über eine zwar passable Handlung, einige gute Actionszenen, bot aber insgesamt zuwenig von allem was die beiden erwähnten Filmreihen ausgemacht hatten. Zuwenig Spannung und über die gesamte Spielzeit verteilt auch zuwenig vor allem an harter Action.
Im Nachhinein muß man sich sowieso fragen, ob es überhaupt möglich ist auf Basis eines Videospiels (das hat eigentlich noch nie zu einem bemerkenswerten filmischen Ergebnis geführt) zwei Filmfiguren wie die Aliens und die Predatoren unter einen Hut zu bekommen.

Wie dem auch sei, nach Andersons Film war erst mal Ruhe. Die Alien/Predatoren-Sache war vom Tisch und eigentlich hatte ich mich damit auch abgefunden. Im Urlaub wure ich am Strand durch einen fliegenden DVD-Händler auf diesen Titel aufmerksam gemacht. Zuerst hielt ich die DVD für nen Fake, habe sie aber dann doch erstanden und mir am selben Abend auf dem Laptop angeschaut.

Ein Predator-Raumschiff mit Alien-Proben schmiert über der Erde ab und landet irgendwo in der amerikanischen Provinz im Wald. Irgendwie wird ein anderer Predator auf die Sache aufmerksam und fliegt gen Erde um Jagd auf die fiesen Aliens zu machen.
Inzwischen haben die durch den Crash freigewordenen Aliens bereits menschliche Wirte für Ihren Nachwuchs gefunden. Bevor die Einwohner des Kaffs wirklich wissen was überhaupt passiert befinden sie sich bereits zwischen den Fronten des Kampfes des Predators gegen die Aliens.

Dieser kurze Storyumriss hört sich jetzt sicher etwas simpel an. Leider bietet der Film aber auch nicht mehr. Hier geht es ohne wenn und aber relativ schnell zu Sache! Action und Tempo sind angesagt und das nicht zu knapp!!

Hier wird gar nicht erst versucht eine mehr als rudimentäre Handlung aufzubauen, vom Aufbau und der Einführung von Charakteren ganz zu schweigen. De Regie-Gebrüder Strause setzen voll auf Tempo,Action und kleinere Tabubrüche!
Dies ist zwar im Vergleich zum Vorgänger ein deutlicher Fortschritt, befriedigt aber nicht wirklich.
Das Tempo und die Action sind OK! Die Tabubrüche, also daß die Aliens sogar vor kleinen Kindern und einer Entbindungsstation im Krankenhaus nicht Halt machen überraschte mich sogar etwas. Wenn ich da an die Szene mit dem kleinen Kind, daß das Eis in John Carpenters "Assault" umtauschen wollte und dem damit verbundenen Theater denke....

Das eben erwähnte snd dann auch schon die Pluspunkte des Streifens. Negativ fällt mir auf, daß die Handlung zu simpel gestrickt ist, der Film keinerlei Beziehung zu den einzelnen Charakteren aufbauen kann und insgesamt sogar etwas trashig wirkt.
Was ich mit "trashig" meine will ich mal so erklären. Wenn man bedenkt wie die beiden Filmserien anfingen ist das vorliegende Ergebnis wirklich ein trauriges Stückchen Film. Damals gab es noch richtige Hauptfiguren, dargestellt von Sigourney Weaver, Arnold Schwarzenegger und Danny Glover. Heute nur noch irgendwelche Nobodies, die nur dazu taugen von den Aliens oder den Predatoren gekillt zu werden. Durch die Hereinnahme der Shy-Guy-Loves-Nice-Girl, natürlich auf Highschool-Film-Niveau, Komponente erreicht der Fight der Aliens gegen die Predatoren eine wirklich nie geahnte Plattheit!
Falls es eine weitere Fortsetzung geben sollte, dann spielt darin wohl der Sandkasten irgendeines terrestrischen Kindergartens eine nicht unbeträchtliche Rolle.

Fazit: Teil 2 nimmt sich all der Schwächen aus Teil 1 an. Leider wurden dabei die Stärken des Vorgängers komplett vergessen!!
Die Geheimformel hätte folgendermassen gelautet: Man nehme eine akzeptable Story, einen vernünftigen Handlungs- und Spannungsaufbau (aus Teil1) sowie das Tempo, die Action und die Gewalt (aus Teil 2) und ferig wäre ein recht guter und unterhaltsamer Film (bilde ich mir zumndest ein)!
Jetzt wird also bloß noch ein findiger Drehbuchautor gesucht, der meine Erkenntnisse adäquat verarbeitet und einem rundum zufriedenstellenden 3. Teil steht nichts mehr im Wege...


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