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Tanz der Teufel (1981)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 9 / 10)
eingetragen am 06.04.2002, seitdem 2343 Mal gelesen



Regiejüngling Samuel M. Raimi drehte Anfang der 80er Jahre einen kruden Mix aus Spukhaushorror und Zombie-Thematik. Niemand ahnte, dass aus dem beklemmenden Splatterwerk ein Meilenstein der Filmgeschichte wurde. Die Story ist recht minimalistisch gehalten:

Die fünf Jugendfreunde Ash, Scott, Cheryl, Linda und Sherry sind auf dem Weg in den Urlaub. Wegen Geldmangels haben Ash und Scott lediglich eine kleine verkommene Bruchbude in einem scheinbar idyllischen Wald gebucht. Es erwartet sie eine kleine Hütte, in deren Keller ein unliebsamer Fund gemacht wird: Ein Tonband und ein Buch. Auf dem Band erklärt der vorherige Besitzer des Hauses, ein Professor, dass man mit Hilfe des Buches die Toten aus ihren Gräbern holen könne. Als am Abend Sherry von einem Baum vergewaltigt wird, nimmt das Schicksal ihren Lauf: Sherry mutiert zur blutrünstigen Untoten und attackiert ihre einstigen Freunde. Nach und nach fallen auch Linda und Cheryl ihr zum Opfer…

Was sich wie ein billiger Splatterfilm liest, ist in Wahrheit einer der besten Horrorfilme aller Zeiten, ein Werk, das so bedeutend ist, dass man es in einem Atemzug mit Genreklassikern wie "Die Nacht der lebenden Toten" oder "Zombie" nennen kann. Regisseur Raimi nutzt die geographische Geschlossenheit um fiese Bilder zu zaubern. Die Bedrohung wird niemals genau definiert. Es sind lediglich die eigenen Freunde, die zu Monstern mutieren, und dem gebeutelten Ash an die Kehle wollen.

Raimi benutzt Urängste aus der Kindheit, um seine bedrohliche, düstere Atmosphäre zu schaffen: Der düstere Keller, der Schuppen, der Wald, eine kurz vor dem Einsturz stehende Brücke. Alles setzt Raimi so effektvoll in Szene, dass eine unverwechselbare Stimmung seinen "Evil Dead" beherrscht. Und dann ist da noch diese makabere Komik, die Raimi immer und immer wieder durchscheinen lässt. Etwa bei der Köpfung Lindas durch eine Schaufel. Bei mehrmaligem Anschauen des Filmes, wird man bemerken, dass viel mehr Szenen von Humor zeugen, als man auf den ersten Blick bemerkt.

Zum Showdown legt Raimi dann aber noch einen drauf: Nachdem er das Unheil heraufbeschwörende Buch des Todes in das Feuer geworfen hat, fängt ein surreales Spektakel an! Mit einer Bilderflut von bizarren Effekten, gefolgt von einer bösen Schlusspointe beendet er dieses Meisterwerk.


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