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Ben X (2007)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 10.04.2013, seitdem 227 Mal gelesen



Meine Zusammenfassung schon im ersten Satz: Ein großartiger Film, der sich wie nie zuvor gesehen nachvollziehbar mit dem Umfeld von Games befasst. Ohne erhobenen Zeigefinger werden Spielszenen aus dem Online Game "Archlord" verwendet und sehr gut und authentisch in den Film integriert und nicht nur oberflächlich simuliert. Zum Thema hat BEN X allerdings im Kern die Auswirkungen und Folgen von Mobbing und Ausgrenzung von Mitmenschen (Mitschülern) die nicht in die Norm passen.

Die Geschichte (OHNE SPOILER!) um Ben (Greg Timmermans), der an dem Asperger-Syndrom leidet, einer Unterart des Autismus, der aufgrund der Übergriffen von Mitschülern in der virtuellen Welt sein Heil findet regt das Mitgefühl des Zuschauers in erheblichen Maße an. Die üblichen Schwarz-Weiß Schemata von Gut und Böse können weitgehend vermieden werden. Technisch werden didaktisch und erzählerisch geschickt 3 Perspektiven eingenommen: Szenen aus einem scheinbaren Dokumentarfilm als Rückblick, die Sicht von Ben auf die Umwelt und natürlich die diversen Screens aus Archlord.

Das unvermeidliche Ende scheint vorgezeichnet, Amoklauf oder Selbstmord oder eben beides. BEN X nimmt sich viel vor und versucht alle Ebenen zu bedienen und könnte dadurch pädagogisch etwas überladen wirken und vielleicht auch dann doch etwas oberlehrerhaft in seiner Attitüde. Dies wird aber erfolgreich unterbunden durch die unkonventionelle Verfilmung, gute Darsteller und eine einzigartige Atmosphäre die dem vielschichtigen Thema gerecht wird und am Ende sogar für fast mythische Töne sorgt.

Selten konnte man sich so mit einem Außenseiter identifizieren, vorausgesetzt man hat ähnliche Erfahrungen in der Schulzeit oder zu einem anderen Zeitpunkt gemacht. Die fast surreal wirkende Kamera, ihre langsamen Fahrten und die Nahaufnahmen von Augen und Mund der Gesprächspartner aus Sicht von Ben, die Selbstgespräche von ihm, die Intensität seiner eigenen Blicke und andere Details ergeben eine fast hypnotische Einheit in die man sich fallen lassen kann und ein besonderes Filmerlebnis versprechen.

7,5/10 Punkten


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