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Wrestler - Ruhm. Liebe. Schmerz., The (2008)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 5 / 10)
eingetragen am 17.09.2009, seitdem 429 Mal gelesen



Leider nur sehr Medium...

Damit läßt sich meiner Meinung nach das neue Werk von Darren Aronofsky, bekannt durch Werke wie Pi, Requiem for a dream oder The Fountain am Besten im Gesamtbild umschreiben. Denn der Film hält bei Weitem nicht das was wieder mal überschwenglichst im Vorfeld darüber Gepriesen wurde. Und im Zuge der in den letzten Jahren zunehmend willkürlich vergebenen Oscarnominierungen gab die Performance von Mickey Rourke scheinbar genug Anlaß einen immensen Hype zu Starten, um alle Augen auf dieses Sportlerdrama zu Fokusieren. Aber unterm Strich bleibt ein absolut durchschnittliches Portrait eines abgewrackten Einzelschicksals ohne den erwarteten Tiefgang oder filmische Raffinessen.
Vielleicht waren meine Erwartungen in diesem Aspekt einen Tick zu hoch gesteckt, kannte ich doch die Art und Weise der stets treffenden Inszenierungen Aronofskys vorrangegangener Filme, die den Kontext immer brilliant und wohl dosiert unterstützten. Aber so etwas hat The Wrestler auch überhaupt nicht nötig. Der Film zielt auf Authentizität und Realismus und erreicht dies auch sicherlich durch seine nüchterne Erzählweise, die ab und an schon einen dokumentarischen Charakter aufweist, insbesondere wenn die Kamera den Hauptakteur über die Schulter blickend bei seinen trostlosen Aktionen verfolgt. Mickey Rourke gibt in der Rolle des herzkranken Catchers Randy "the ram" Robinson definitiv eine glaubwürdige schauspielerische Leistung ab, nicht zuletzt auch wegen seinem durch zahllose Operationen nicht mehr ganz so natürlich wirkendem Äußeren. Auch die zweite Hauptrolle, mit Marisa Tomei routiniert besetzt, weiß mit solidem und freizügigem Spiel zu überzeugen. Das große Manko jedoch ist das Fehlen von dramaturgischem Tiefgang und die einzelnen Charakterentwicklungen bleiben oberflächlich und werden unzureichend Ausgebaut. Nach dem Sichten des Films bleibt also die Frage: War das alles?
Gut, Rourke spielt quasi sich selbst, aber seine Mittel sind schon sehr stark auf sein Erscheinungsbild beschränkt. Und der zu trockene und filmisch nur auf absoluter Sparflamme köchelnde Erzählstil lassen mehr als einmal gähnende Langeweile aufkommen. Somit erreicht der Film nicht wirklich die hohe Qualität, die einem mal wieder durch die manipulierfreudigen Medien vorgegaukelt wurde und wird ganz schnell im seichten Fahrtwasser der Möchte-Gern-Modern-Masterpieces verschwinden. Außerdem darf man gespannt sein auf Weiteres von Aronofsky - vielleicht in Zukunft wieder in alter Form? Warten Wir´s ab.


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