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Wrestler - Ruhm. Liebe. Schmerz., The (2008)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 9 / 10)
eingetragen am 25.09.2009, seitdem 288 Mal gelesen



***Spoiler***

Randy (Mickey Rourke) ist Wrestler. Seine besten Zeiten hat er lange hinter sich. So tingelt er von einem kleinen Event zum anderen um eine Show abzuliefern. Als er einen Herzinfarkt erleidet ist es damit vorbei und er versucht sein Leben neu zu ordnen. Doch in der "realen" Welt findet Randy keinen Halt.

"Ich weiß, dass ich in meinem Leben viel Mist gebaut habe. Ich kann dich nicht zwingen, mich zu lieben. Ich will nur nicht, dass du mich verachtest."

Der Wunsch eines Menschen, der sein Leben gerader√ľcken will.
Aronofskys Drama ist eine Studie √ľber einen gebrochenen Menschen, der stets k√§mpft und doch versagt. Der Zuschauer begleitet Randy in den Ring und in das Leben abseits des Jubels. Man sieht, wie der "Star" sich durch's Leben schl√§gt, scheitert und am Ende noch einmal ausholt.
Dabei hat sich Mickey Rourke seine Oscarnominierung redlich erspielt. Seine Figur hat resigniert, holt zu einem letzten Versuch aus und scheitert. Gro√üartig gespielt, mitrei√üend und bewegend. Allein das Bestreben, sich wieder seiner Tochter zu n√§hern, ist intensiv zum mitleiden. Rourke schafft es glaubw√ľrdig diesen Mensch zu verk√∂rpern, dem im Ring seine Fans zujubeln und der abseits dieser Rolle mit dem Leben "drau√üen" nicht klarkommt. Das immer weiter fortschreitende Zerbrechen der Figur gipfelt schlie√ülich in einem unglaublich intensiven Akt, wenn Randy sich verzweifelt selbst erl√∂st.

Die Kamera ist immer bei ihm, verfolgt ihn oder zeigt einfach nur seinen Gesichtsausdruck in dem so viel gesagt wird, dass es keinen Text braucht. Der Dokustil tr√§gt das √úbrige zur trostlosen Atmosph√§re bei, bleibt immer nah an den Charakteren und zeigt Unmittelbarkeit in trostlosen Bildern ohne in Kitsch abzudriften. Gleiches gilt f√ľr den Soundtrack.
Neben Rourke gl√§nzt auch Marisa Tomei, Randys einzige St√ľtze. Sie gibt nicht nur als Stripperin eine gute Figur ab, sondern ist auch so etwas wie ein Spiegelbild. Auch ihr Stern beginnt zu sinken. Leider ist ihre Rolle nicht allzu stark ausgebaut. Jedoch genug, um ihrem Charakter die n√∂tige Tiefe zu geben.

Ohne Effekthascherei und im Grunde schlicht inszeniert tr√§gt Rourke diesen Film m√ľhelos allein. D√ľmpelte seine Karriere gr√∂√ütenteils nur noch dahin, legt er hier ein eindrucksvolles St√ľck Schauspielkino hin.
Und wenn Randy am Ende mit Tränen auf dem Seil steht, in einer langen Einstellung mit dem Geschrei der Menschen im Hintergrund mit einem Blick "Lebt wohl" sagt, dann trifft das.

Großes Kino.


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