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Zwölf Runden (2009)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 5 / 10)
eingetragen am 11.05.2010, seitdem 367 Mal gelesen



John Cena spielt einen Polizisten, der bei einer halsbrecherischen Verfolgungsjagd einen Terroristen schnappt, wobei dessen Geliebte durch einen tragischen Unfall stirbt. Monate später wird der Detective wieder mit seinem Widersacher konfrontiert, nachdem dieser aus dem Gefängnis ausgebrochen ist und seine Frau gekidnappt hat. Will er sie lebend wieder sehen, muss er sich auf das Spiel des Entführers einlassen, das zwölf Runden vorsieht, die es nun zu überstehen gilt.

Dass John Cena liebend gern den Sprung vom Wrestler zur Actionfilm-Ikone nehmen würde, war schon bei "The Marine" ersichtlich, in dem er sich ähnlich muskelbepackt, unverwundbar und mimisch desolat präsentierte, wie seine Kollegen, die es in den 80ern deutlich einfacher hatten, den Durchbruch zu schaffen. Aber auch mit seinem zweiten Film dürfte ihm eben dieser Karrieresprung verwehrt bleiben, obwohl er mit Renny Harlin, der unter Anderem "Deep Blue Sea", "Tödliche Weihnachten", "Cliffhanger" und "Stirb langsam 2" inszenierte, einen erfahrenen Action-Regisseur für das Projekt gewinnen konnte.

So scheitern die ersten Ambitionen Des Actionfilms bereits bei der schwachen Story. Der Plot rund um den mutigen Polizisten, der durchs Feuer gehen muss, um seine Frau zu retten, ist alles andere als neu, im Grunde überholt und überzeugt vor allem deshalb nicht, weil die Charaktere enorm klischeehaft konstruiert sind und sich der eigentliche Sinn hinter dem scheinbar durch Rache motivierten Katz-und-Maus-Spiel nicht so recht erschließen will. Vielmehr wirkt einfach alles wie ein Vehikel für Cena, der ohne jede Eigenironie seine zwölf Runden abzuleisten hat. Die finale Wendung vermag es dann zwar, einen Hauch von Logik ins Geschehen zu bringen und kommt ein wenig überraschend, kompensiert aber längst nicht die übrigen Mängel.

Inszenatorisch leistet Harlin dabei durchaus solide, routinierte Arbeit, kommt jedoch nicht an die Atmosphäre, die Spannung seiner früheren Werke heran. Harlin spult den schwachen Plot narrativ solide und vor allem zügig ab, sodass "Zwölf Runden" zumindest einigermaßen unterhält, schneidet seinen Film recht rasant, verwendet dabei einen treibenden Score, womit zumindest punktuell mal Spannung aufkommt, bietet aber keine Innovationen auf, die "Zwölf Runden" irgendwie übers Mittelmaß hieven könnten. Die Action-Szenen, die zwar ordentlich dosiert sind, aber keine allzu eindrucksvollen Sequenzen aufbieten, verhelfen dem Film dabei zumindest ins halbwegs solide Mittelmaß, aber zu mehr reicht es am Ende einfach nicht.

Ein weiterer Grund dafür ist Cena, der zumindest darstellerisch Arnold Schwarzenegger gleichkommt und ähnlich wie sein österreichischer Kollege absolut maskenhaft und hölzern aufspielt. Damit bleiben auch die letzten Emotionen, die der Film gut hätte gebrauchen können, auf der Strecke, woran auch die durchweg besseren, aber nicht sonderlich auffälligen Nebendarsteller leider nichts mehr ändern können.

Fazit:
"Zwölf Runden" unterhält halbwegs solide, da er schnell erzählt ist und sich die eine oder andere Action-Szene durchaus sehen lassen kann, aber mehr als unteres Mittelmaß ist es leider nicht, was hier geboten wird, da die Story erschreckend einfallslos ausfällt und Cena zu ausdruckslos durch den Film stolpert.

52% 


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