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Australia (2008)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 4 / 10)
eingetragen am 11.06.2009, seitdem 491 Mal gelesen



Hmm, man stelle sich einen Film namens Amerika vor, in dem es fast 3 Stunden nur darum geht, ob der smarte Cowboy Brad Pitt die spröde aber hübsche Großgrundbesitzerwitwe Sandra Bullock am Ende bekommt, und ob der böse Rinderbaron Donald Sutherland am Ende seine gerechte Strafe erhält, weil er halt böse ist. Ansonsten zeigt man, wie Rinder durchs Land getrieben, Indianer diskriminiert und ein kleiner Hafen samt Stadt weit weg von Pearl Habour von den Japanern zerbombt werden. Hmm, klingt etwas dünn, oder?

Und genau das ist Australia - ein 166min langer Outback-Liebes-Kriegs-Drama mit schönen Landschaftsaufnahmen und einer etwas dünnen Story. Statt den o.g. Stars sehen wir Nicole Kidman und Hugh Jackman als Anschmachtpärchen, den fiesen Bryan Brown (der am Ende seine gerechte Strafe bekommt), Rinder, die durchs Land getrieben, Aborigines, die diskriminiert und ein kleiner Hafen nebst Stadt, die von Japanern zerbombt werden. Ihr seht, worauf ich hinaus will...

Der Film ist schon unterhaltsam und an gewissen Stellen auch spannend - leider liegt das eher selten an den Hauptdarstellern, sondern vielmehr an den hervorragenden Darstellern der Aborigines, allen voran der kleine Brandon Walters, der als Erzähler regelrecht den Film auf seinen zarten Schultern trägt, und natürlich Legende David Gulpilil, der durch seine stoische Art schon in Crocodile Dundee oder Long Walk Home beeindruckte. Das bei Australia nur angedeutete Problem der Mischlingskinder wurde dort übrigens wesentlich tiefer und aufwühlender beleuchtet.

Was auf die Dauer wirklich etwas nervt, ist dieses Musikthema "Somewhere over the Rainbow", das nicht nur gekünstelt, sondern auch total kitschig rüberkommt. Ansonsten lebt der Film natürlich vom "sexiest man alive", der mal unrasiert männlich, mal rausgeputzt schnike die Frauenherzen höher schlagen lässt. Und nicht nur bei Nicole Kidman - meine Frau war auch ganz hin und weg. Und ich weigere mich trotzdem, im Bett diese Wolverinemaske zu tragen, Schatz...

Dennoch sehenswert - kein Meisterwerk, das den 5ten Kontinent erklärt, aber durchaus als etwas zu lange aber kurzweilige Kombination aus Crocodile Dundee, Open Range und Long Walk Home zu betrachten.


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