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Merlin und der Krieg der Drachen (2008)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 3 / 10)
eingetragen am 19.06.2015, seitdem 95 Mal gelesen



420 vor Christus ist das römische Reich im Aufruhr und zieht in den Krieg, um sich zu vergrößern. In diesen düsteren und blutigen Zeiten wird auf mysteriöse, gar dämonische Weise ein Junge geboren. Sein Schicksal ist schon jetzt besiegelt, er wird einst der berüchtigte Zauberer Merlin sein, aber er wird auch große Qualen erleiden müssen. Ein Magier weist ihn und ein anderes Waisenkind namens Vendiger in die Künste der Magie ein, doch Vendiger nutzt seine Kräfte, um die Armee der Angelsachsen zu kontrollieren und das Land ins Verderben zu stürzen.

Schon lustig wenn der Covertext gleich im ersten Satz zwei dicke Böcke schlägt, denn die ganze Chose spielt 420 NACH Christus (aber was sind schon 800 Jahre unter Freunden) und die Römer haben mit der ganzen nix am Hut, hier kloppen sich Briten und Angelsachsen, nur mal so als Klugscheißerei vorweg. Der Film wird dabei präsentiert von Asylum, also vor Beginn alle gefährlichen Gegenstände aus der Reichweite entfernen und mal schauen, ob das Ganze jetzt wenigstens lustig/doof oder doch wieder nur doof/doof wird (falls jemand fragt, ja, ich habe Vorurteile gegenüber Asylum und SyFy Channel).
Dabei wird mal wieder die gute alte Artus Legende aufgewärmt und auf links gedreht Artus selbst ist zwar nicht dabei, aber Merlin ist der Held, auch Avalon, Excalibur und die Herrin des Sees sogar im Doppelpack. Der mittlerweile doch recht faltige Jürgen Prochnow darf zwei Jungens aufziehen und in der magischen Kunst unterweisen. Wie immer trenn sich die zwei und einer landet auf Seiten der Jedi, während der andere sich dem Imperium anschließt und fortan den Feind anführt. Da laut Filmchronologie die beiden erst 20 Jahre alt sind, aber aussehen wie 16, sollte der Streifen allerdings doch besser Krieg der Milchgesichter, statt Krieg der Drachen heißen.
Apropos Drachen, diese werden hier geschaffen, in dem man Menschen irgendeine rote Suppe verabreicht und schon verwandeln sich die Betroffenen in mittelmäßig getrickste Feuerspeier. Wer drauf achten möchte, in beiden Lager werden die Requisiten recycelt, es geht doch nichts über Sparkurs. Eine wirkliche Rolle spielen die Fabeltiere allerdings nicht, sondern dienen bloß eher als Drohkulisse, schließlich kosten aufwändige Animation Geld, das hier nicht zur Verfügung stand.
Bei den Finanzen sind die Jungs aus dem Irrenhaus bekanntermaßen ja immer klamm. Dementsprechend sind auch hier alles auf Minimum reduziert, was an Sets und Kostümen zu sehen ist und billig auf einem Mittelaltermarkt zu haben war. Wirklich alle Szenen spielen entweder im Wald oder vor alten Ruinen. Das modernste ist da noch die asphaltierte Straße !!! auf der mehrmals die Gäule Gassi geführt werden. Auch bei den Darstellern gibt es das übliche Prinzip, ein Gaststar, der billig zu haben ist, wird engagiert und drumherum ein Haufen Nulpen platziert. Ergonomie ist Trumpf.
Merlin ist da doch wieder eines der überflüssigen Produkte des Hauses. Ein schönes Cover zwar, aber wenig genießbares darin. Zumindest aus Trash Sicht darf man über den Asphalt lachen, oder wie vielleicht 30 Statisten mit schlechter CGI Unterstützung eine epische Schlacht simulieren wollen, aber wer hier wirklich brauchbare Fantasy erwartet, sollte doch lieber zu anderen Werken greifen. Ganz amüsant ist auch, die glasklaren kopierten Szenen aus Star Wars zu zählen, ich komme auf drei. Ansonsten das übliche Fazit: vermurkster Murks aus der Asylum Murksmanufaktur, gebraucht für 1 Euro ist das Limit.
3/10


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