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Beim Leben meiner Schwester (2009)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 8 / 10)
eingetragen am 25.08.2011, seitdem 531 Mal gelesen



Von wegen, heile Familie...23.08.2011

Dieser Film fällt aus dem Rahmen. Er behandelt ein recht schwieriges Thema mit Hollywood-Hochglanz, verzichtet dabei aber auf das entsprechende Hollywoodende. Nix geht hier wirklich gut aus, wiewohl man das angesichts des schwierigen Themas auch nicht anders erwartet. Dennoch lassen sich amerikanische Drehbuchautoren ab und an Glücksmomente einfallen, die eine scheinbar ausweglose Lage doch noch zum Guten wendet. Davon aber ist hier nichts zu spüren, und das ist auch gut so. Es würde schlichtweg nicht zum recht ernsten und auf die Trändendrüse drückenden Ton des Films passen, wenn sich in der Stunde der höchsten Not die Krankheit, um die sich der ganze Film dreht, davonschleicht.

Denn anders, als es der Text auf der DVD den Betrachter glauben machen will, geht es hier zentral nicht um ein Kind, welches das Recht am eigenen Körper mittels anwaltlicher Unterstützung gerichtlich einklagen will. Nein, vielmehr geht es um ein an Leukämie erkranktes Mädchen namens Kate, deren Eltern angesichts genetischer Unverträglichkeit beschlossen habe, ein weiteres Kind zu zeugen, damit dieses Kate quasi als Ersatzteillager dienen kann. Schon allein diese Ausgangssituation stimmt nachdenklich, und obwohl Cameron Diaz in ihrer Rolle als Mutter reichlich übertreibt, fragt man sich, was man selbst unternehmen würde, um das eigene Kind zu retter. Kate ist auch die zentrale Figur des Films, der sich nebenbei noch um die Schwierigkeiten des älteren Bruders sowie, ganz am Rande, die strapazierte Familiensituation im allgemeinen dreht.

Daneben noch ein klein wenig Gerichtsdrama samt zusätlicher Hintergrundgeschichte der Richterin, und fertig ist eine rührende Melange, die leider in manchen Fällen einfach zuviel will. Der Bruder hat Legasthenie und auch sonst noch Probleme, der Anwalt ist Epileptiker...das ist ingesamt einfach a little bit too much. Klasse indes Abigail Breslin, die an ihre hervorragende Leistung in Little Miss Sunshine anknüpfen kann. Jason Patric als Vater hat wenig zu sagen, was ich persönlich störend finde, denn so treten die Eheprobleme in den Hintergrund. Aber das alles ist insgesamt Meckern ohne Not, denn der Film ist gerade zum Ende hin mit einer netten Volte ausgestattet, die schon ergreifend ist...wenn es um Rechte geht, die man auch angesichts von Krankheit und Familienverpflichtung nicht aufgeben will...ja, und dann ist da ja noch Alec Baldwin, der ganz wunderbar aufspielt - anscheinend gibt es jetzt endlich Rollen für den schmierigen, dicken Kerl...8/10.


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