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Chihiros Reise ins Zauberland (2001)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 10 / 10)
eingetragen am 09.08.2005, seitdem 1125 Mal gelesen



2003 konnte man Zeuge einer Premiere auf den Academy Awards werden. Zum ersten mal wurde nicht nur ein Japanischer Film für die Kategorie "Bester Animationsfilm" nominiert, sondern gewann diesen auch. Genauso unerfahren wie die Oscarjury war ich damals auch, was diese Kategorie von Filmen aus Japan anging.

Doch Chihiro machte mich unweigerlich zu einem Fan dieses Genre und hat bei mir jeden Zweifel und jedes Vorurteil, dass bis dahin an diesem Genre haftete beseitigt. Die Filme von Hayao Miyazaki (Mein Nachbar Totoro, Prinzessin Mononoke) sind durch die Bank eine Bereicherung für das Medium Film, deren Wert vor allem im Westen immer noch unterschätzt wird.

Das gröbste der Geschichte ist zwar mit wenigen Wörtern beschrieben, will man aber den Film komplett bis ins kleinste Detail Analysieren bräuchte man dazu mehrere Referate. Als Zuschauer muss man diese ganzen Details gar nicht beachten, wenn man nicht unbedingt will. Beim ersten mal kann man sich ganz an der Schönheit der Zauberwelt und dessen Figuren erfreuen. Jede noch so kleine Nebenfigur wirkt bis ins kleinste Detail ausgearbeitet. Es scheint fast so, als hätte an jeder Figur eine Person ein Leben lang gezeichnet und an dessen Dialoge und Mimik gearbeitet. Die Welt in der sich die kleine Chihiro begibt und aus der sie scheinbar nicht mehr entfliehen kann ist gleichermaßen beeindruckend, bedrohlich und beklemmend. Der komplette Verlauf wird von einem Soundtrack getragen, der den anderen Vorzügen des Films in nichts Nachsteht und die Atmosphäre im Einklang mit der Geschichte den Zuschauer von Anfang bis zum Schluss fesselt.

Wie in den meisten Japanischen Animes ist der Hauptakteur, sprich Chihiro der fast perfekte Mensch. Sie macht immer alles richtig oder zumindest nie einen Fehler, wahrt immer Menschlichkeit und verfällt trotz der misslichen Lage (Ihre Eltern wurden in Schweine verwandelt und sie selbst muss schwer Arbeiten um nicht getötet zu werden) in der sie sich befindet nie in Panik gerät. Vielleicht ist diese Figur für Einsteiger des Genres auf den ersten Blick ungewöhnlich aber für die Geschichte erforderlich.

Die Fabelwesen der Zauberwelt strotzen nur so von versteckten Querverweisen die an die Japanische Mythologie anlegt sind. Natürlich kann man hier nur erahnen was noch hinter all dem steckt, aber man spürt die Liebe zum Detail deutlich. Hinter jedem Satz und jedem Wortwechsel scheint mehr zu sein, als man auf den ersten Blick erkennt. Genau das trägt zusätzlich zur einzigartigen und unbeschreiblichen Atmosphäre bei.

Egal ob ihr euch jeden Anime reinzieht oder einfach nur etwas sehen wollt, dass euch vom Hocker haut, egal wie Alt Ihr seid: Chihiros Reise ins Zauberland muss man einfach gesehen haben und jeder der bis dahin am Sinn der Japanischen Animationsfilme gezweifelt hat wird eines besseren Belehrt.


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