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Super Troopers - Die Superbullen (2001)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 6 / 10)
eingetragen am 30.06.2006, seitdem 1313 Mal gelesen



Gleich mit ihrem Kinodebüt legte die Comedy-Gruppe Broken Lizzard eine zwar nicht über alle Maßen originelle, jedoch halbwegs witzige Komödie hin, die immerhin so erfolgreich in den amerikanischen Kinos lief, dass Regisseur Jay Chandrasekhar später mit dem überaus kurzweiligen Remake „The Dukes of Hazzard“ betraut wurde.
Dass es den Jungs bei ihrem ersten Großprojekt noch ein wenig an Erfahrung mangelt, sieht man dem günstigen Streifen, aber kaum an.

Und so kann man sich 90 Minuten lang von dieser ewigen Rivalität zwischen den Gesetzeshütern eines Highway-Abschnitts und ihrer Pendants der dort gelegenen Kleinstadt problemlos amüsieren. Auch wenn die Gagdichte relativ hochfrequentiert ist, folgen auf eine funktionierende Idee gleich fünf bis sechs schlechte, die ihr Ziel nicht finden. Das wird aber auch damit zusammenhängen, dass, vor allem wenn die alberne Schiene gefahren wird, sich nicht jeder Zuschauer über die debilen Witze amüsieren wird.

Mit einem gewissen Niveau behaftet, umschifft man zumindest allzu peinlichen Sex- und Fäkalwitze, hat aber merklich Probleme die Geschichte mit diesem hauchdünnen Plot am Leben zu halten, denn eigentlich stellt sich „Super Troopers“ als eine Nummernrevue dar, die sich mittels einer Alibigeschichte mühsam von Joke zu Joke rettet. Sinn macht der heraufbeschworene Unsinn wirklich kaum.
Größtenteils mit gestandenen Komikern der Broken Lizard besetzt, versteht die Truppe sich zumindest blind vor der Kamera und harmoniert im Rahmen ihrer Möglichkeiten, weshalb einige Ideen wirklich böse Zwerchfellattacken („Ich zeig’ dir wo die Wildgans nistet!“) hervorrufen können.

Mit zunehmender Laufzeit geht dem Film jedoch leider die Puste aus, weil die Mannen nicht nachlegen können und sich in einer Lovestory verstricken und einen Rauschgiftfall so lösen, dass die drohende Schließung ihrer Station zwar nicht verhindert wird, sie aber einen neuen Job finden.
Pointierte Dialoge fehlen dabei leide ganz und gar, denn es reagiert die Situationskomik, die im Grunde voll und ganz auf den debilen Späßen der chaotischen Cops fußt, die sich meist wie Kinder aufführen, bei Verkehrskontrollen beispielsweise einfach mal an zu strullern anfangen und ihren Job nicht sonderlich ernst nehmen. Ihre ewigen Spielereien mit Autofahrern wiederholt sich leider zu oft, während beispielsweise Witze vom Kaliber „Wichsen mit der Radarpistole“ rarer gesät werden.

Dennoch passt hier viel nicht zusammen (die Wildsau im Trailer mit der ermordeten Frau) und man merkt deutlich, dass erst die Gags geschrieben und sich erst dann Gedanken um die Geschichte gemacht worden sind.
Was jetzt nicht heißen soll, dass man mit „Super Troopers“ keinen Spaß haben kann, denn dem ist nicht so. Es gibt ganz im Gegenteil Phasen, in denen man sich richtig gut über den Schabernack (Rabbit voller Rasierschaum im Spind oder der rasende Porsche mit dem holländischen (???) Pärchen) amüsieren kann, aber die findet man eher in der ersten Hälfte des Films, während sich der zweite Teil bis auf wenige Ausnahmen (die „First Blood“ – Parodie mit vorhergehendem Ausraster im Burger-Schuppen, der Bär-Fick) mehr mit der faden Geschichte um die drohende Arbeitslosigkeit der Highway – Polizisten beschäftigt..

Bleibt also letztlich zu konstatieren, dass trotz vereinzelnd arg alberner Ausfälle „Super Trooper“ ein herrlicher Spaß für den anspruchslosen Komödie-Fan ist, der sein Heil in den zahlreichen Gags sucht, von denen aber offensichtlich nicht alle zünden. Was dabei noch übrig bleibt, kann sich aber sehen lassen und, vorausgesetzt man steht auf diese Art von Humor, dürfte das Zwerchfell wird dem einen oder anderen Zuschauer garantiert weh tun. Die wirklich mangelhafte Alibistory, wahrlich eine transparente Gagfolie, erweist sich dabei aber als ungenügend, zumal der Film sich auf der Schlussgerade vermehrt um dem Plot kümmert.


Fazit:
Wer mal wieder abseits von den langsam wieder außer Mode gekommenen Pubertätskomödien ablachen will und nichts gegen altmodisch angelegte Comedy-Kost hat, kann „Super Trooper“ ruhigen Gewissens in den DVD-Player schmeißen. Sicherlich gibt es bessere Beiträge auf diesem Gebiet, aber die Produktion ist rundum sympathisch und versprüht viel gute Laune. Dass nicht alle Gags sitzen, ist verzeihlich und die arg nebensächliche, hoffentlich absichtlich so schlampig geschriebene Story, fällt so schwer auch nicht ins Gewicht, da die folgenden Witze meist wieder setzen. Kein Highlight, aber dafür eine unterhaltsame Komödie mit ein paar wirklichen Krachern.


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