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Blood Snow (2008)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 4 / 10)
eingetragen am 14.01.2013, seitdem 592 Mal gelesen



Erneut findet das historische Ereignis der Donner Party von 1856, bei der Siedler zu Kannibalen wurden, Einzug in den modernen Horrorfilm. Es bleibt jedoch der vage Aufh√§nger, um eine Mischung aus ‚ÄěShining‚Äú und dem √ľblichen Slasher im Schnee zu pr√§sentieren.

Sechs Freunde, darunter zwei P√§rchen wollen einige Tage in einer H√ľtte auf einem Berg verbringen, als ein Schneesturm aufzieht und eine R√ľckkehr ins Dorf unm√∂glich scheint.
Plötzlich werden einige von Alpträumen geplagt, während andere dämonische Erscheinungen wahrnehmen, - oder so langsam den Verstand verlieren…

Auf die Gegebenheiten vom Winter 1846 wird nur kurz eingegangen und auch im Verlauf gibt es lediglich kurze Flashbacks, womit die Erkl√§rungen f√ľr die unheimlichen Ereignisse recht d√ľrftig ausfallen.
Figurentechnisch werden die meisten sogar eher sympathisch eingef√ľhrt, zumal zwei noch dabei sind, sich zaghaft einander zu n√§hern, w√§hrend bei einem Paar ein Geheimnis im Verborgenen liegt. Zumindest wird man mit den Charakteren warm, was in einer eisigen, von Schneemassen umgebenen isolierten Lokalit√§t nicht unbedeutend ist.

Allerdings wird recht lange um den hei√üen Brei geredet. Mal schwelgt man in Erinnerungen, dann muss der Generator mehrfach angeworfen werden und es dauert eine ganze Weile, bis eine Leiche im Schnee gefunden wird, welche kurz darauf wieder verschwunden ist. Danach geht es mit den Geistererscheinungen los, doch bis auf ein, zwei spooky Szenen ist da nichts Au√üergew√∂hnliches auszumachen. Vielmehr fokussiert sich die Handlung darauf, wie einer der Freunde zusehends den Verstand verliert und schon bald zur t√∂dlichen Gefahr f√ľr die anderen wird.

Leider mangelt es dabei an Bewegung, spannenden Momenten und blutigen Effekten. Es gibt ein paar Einsch√ľsse per Flinte, einen angedeuteten Biss in den Hals und das Entfernen einiger Kugeln aus dem R√ľcken, aber nichts was Splatterfreunde zum Jubeln bewegen k√∂nnte.
Die Kamera arbeitet indes grundsolide, liefert zu Beginn ein paar nette Luftaufnahmen, während der Score mit einem markanten Titelthema und schiefem Kindergesang Akzente setzen kann.
Darstellerisch verkaufen sich die Herren deutlich besser als die komplett unauff√§lligen und √ľberhaupt nicht markanten Damen und das ist nicht nur auf den Gastauftritt von Horror-Urgestein Michael Berryman zur√ľckzuf√ľhren.

Die winterliche Isolationsatmosph√§re vermag zwar dem Gesamtbild dienlich sein, doch auf inhaltlicher Ebene wird schlicht zu wenig geboten, die simpel gestrickte Story verl√§uft √ľberraschungsfrei und auch zum Finale ist kein merklicher Anstieg an Suspense zu sp√ľren.
Gut sind noch die wenigen Make-up Effekte und auch die Synchro darf mal wieder im Positiven erwähnt werden, doch ein mitreißender Slasher mit richtig gruselig-schaurigen Momenten sieht anders aus und sollte definitiv mehr Abwechslung bieten.
4,5 von 10


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