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G.I. Joe - Geheimauftrag Cobra (2009)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 5 / 10)
eingetragen am 11.08.2009, seitdem 1847 Mal gelesen



  Nach den Transformers schickt nun das Spielzeugunternehmen Hasbro eine weitere Spielzeugfiguren Serie auf die Leinwand. Kennen du ich weder die die Geschichten noch die Comics die hinter den Figuren steckt, also kann ich auch nicht beurteilen ob die Handlung des Films dazu passt. Einzig ein Computerspiel blieb bei mir in Erinnerung, in dem Gute (Die G.I. Joe`s) gegen Böse (Die Cobra`s) kämpfen. Genau darum geht es auch bei G.I. Joe - Geheimauftrag Cobra. Der deutsche Titel ist wieder einmal mehr ein Kuriosum, denn von einem Geheimauftrag fehlt jede Spur. Der OT: G.I. Joe: Raise of the Cobra deutet auch eher daraufhin, dass sich die böse Organisation Cobra erstmals etablieren muss.

Der Film beginnt mit einer mächtigen Explosion, sodass man gewillt ist kurz noch mal auf seine Kinokarte zu gucken ob man nicht doch versehentlich bei Michael Bay’s Transformers gelandet ist. Danach folgt eine wüste etwas verwirrende Abfolge von Kämpfen bei denen die einzelnen Figuren handgreiflich vorgestellt werden. Ganz klar die Guten sind der US Soldat Duke, sein witziger „schwarzer“ Sidekick Ripcord (Marlan Wayans), der dunkel gekleidete Ninja Kämpfer Snake Eyes und die hübsche rothaarige Intelligenzqueen Scarlett (Rachel Nichols). Der Auftritt der in Latex samt offenherzigem Dekolletè gekleideten Sienna Miller als Schurkin Baroness sei mal als positiver Punkt vermerkt. Sie ist auch eindeutig der aufreizende Blickfang des Films. Zu ihr gesellt sich Storm Shadow ein in Weiß gekleideter böser Ninja Kämpfer. Auf beiden Seiten treten noch andere Figuren auf. Charaktere möchte ich sie nicht gerade nennen. Etwas später gesellt sich auch Dennis Quaid als General Hawk als Anführer zu den Guten. Der Humor von Ripcord ist sparsam aber recht passend eingesetzt. Irgendwie schade denn seine Figur gehört noch zu den sympathischsten der G.I. Joe’s. Schon der Name der Spielzeugfiguren klingt nach Pro US-Militarismus und damit wird auch hier nicht gekleckert. Immerhin dürfen aber ein Waffenhändler samt durch geknallten Wissenschafter als Bösewichte fungieren. 
   

Während Michael Bay in seinen Transformer Filmen dem Zielpublikum nur eine geradlinige Handlung zumutet begeht Stephen Sommers den gewagten Versuch Rückblenden und Wendungen in die Handlung einzubauen. Das Wort Handlung sei wohl etwas zuviel des Guten. Diese „Flashbacks“ erinnern an eine gute alte kitschige B-Movie Tradition und peppen die triviale Handlung auf. Die Wendungen sollten für den Zuschauer mit etwas Verstand allerdings kein Problem sein diese auch vorherzusagen. Der in seiner Mini-Rolle als Präsident komplett unterforderte Jonathan Pryce stellt im Film die Frage, was denn die Forderungen der Schurken seien. Antwort bekommt er keine, denn man weiß es auch als Zuschauer einfach nicht. Während bei James Bond und seinen Klonen die Bösewichte immer gerne ihre Pläne auch verraten, bei G.I. Joe tun sie es nicht. Bei der ganzen Handlung hat man das Gefühl jemand hat ein altes schlecht geschriebenes James Bond Drehbuch gefunden und auf G.I. Joe umgemünzt.   

Die Action bestimmt das Geschehen im Film und nicht umgekehrt. In der ersten Hälfte wird allerlei in die Luft gejagt und geschossen was das Zeug hält. Richtig spannend wird die ganze Soße erst mit einer wilden Verfolgungsjagd durch Paris. Leider wurde gerade hier in der CGI -Action Abteilung gepatzt. Die CG animierten herumfliegenden Autos und wirbelnde Motorräder wirken teilweise lächerlich. Na klar wenn alles nur mehr CGI ist spart man Stuntmänner und -frauen, aber es sieht einfach unrealistisch und lachhaft aus. Das ganze Finale endet in eine an „Feuerball“ erinnernde Unterwasserschlacht. Die sicher gut gemacht worden ist, aber man hat halt schon Ähnliches woanders gesehen. Vergleicht man die CGI Action mit den anderen Hasbro Film Transformers 2: Die Rache so muss man sagen, dass G.I. Joe einfach alt aussieht. Die CGI Action sieht bei Michael Bay’s Transformers spektakulärer aus als bei Stephen Sommers (C)G.I. Joe. Ein wenig wirkt der Film so, als ob bei Transformers 2 noch etwas Geld (so ein paar Millionen halt!) übrig geblieben ist und die nun für einen weiteren Spielzeugfilm verwendet worden sind. Im Gegensatz zu den Transformers ist hier der Gewaltpegel höher. Es wird tatsächlich gemeuchelt und die Zahl der unschuldig zu Tode gekommenen ist unermesslich. An welche Filme wurde ich noch erinnert: an Comic Buch Verfilmungen wie X-Men, die Star Wars Prequel Reihe, den unseligen Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen und den Fantastischen 4 Filmchen.  

Als wirklich großes oder weltbewegendes Werk wird G.I. Joe - Geheimauftrag Cobra wohl niemals in den Film-Geschichtsbücher aufscheinen. Unterhaltsam, wenn auch wenig überraschend, ist G.I. Joe aber trotzdem. Durch die ganzen Rückblenden wurde zumindest für ein paar Figuren so etwas wie eine naive Charakterisierung aufgebaut. Wie es mit den G.I. Joes und Cobras im Sequel weitergeht kann man nach dem Abspann schon erahnen oder tauchen gar die Transformers in Teil 2 auf?


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