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Spawn (1997)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 2 / 10)
eingetragen am 04.07.2008, seitdem 501 Mal gelesen



Michael Jai White spielt einen Agenten, der in Nordkorea eine Fabrik für biologische Waffen zerstören soll. Bei dem Auftrag handelt es sich jedoch um ein abgekartetes Spiel, so wird White getötet und landet in der Hölle, dort schließt er einen Pakt mit dem Teufel, dass er dessen Armee anführen wird und im Gegenzug noch einmal auf die Erde zurückkehren kann, um seine Frau noch einmal zu sehen. Er kehrt als Spawn auf die Erde zurück, beschließt dort aber, seine Kräfte für das Gute einzusetzen.

Während die meisten Comic-Verfilmungen wie "Spider-Man", "Transformers", "Fantastic Four" oder "Iron Man" von guten Effekten und einem bisschen Teenie-Tauglichen Humor leben, gibt es nur wenige düstere Comic-Verfilmungen, wobei "Batman Begins", "Sin City" und "300" zeigten, dass man auch mit düsteren oder blutigen Comic-Verfilmungen beachtliche Ergebnisse erzielen kann, um so mehr hätte in "Spawn" gesteckt, da allein das Thema schon sehr düster ist, aber im Endeffekt kommt leider gar nichts dabei raus. Vor allem die desatröse Inszenierung von Mark A.Z. Dippe, der mit "Spawn" ein schwaches Debüt abliefert, ist für das Scheitern der Produktion verantwortlich. Statt sich um eine düstere oder gespannte Atmosphäre zu bemühen, die für diesen Film vermutlich existenziell gewesen wäre, lässt er ein Effektgewitter los. Leider haben die Effekte keinen sonderlich hohen Schauwert und wirken, als wären sie einem Computerspiel entsprungen. Bei einem Budget von 40 Millionen hätte doch eigentlich wesentlich mehr drin sein müssen. Die Filmmusik von Metallica ist für die finstere Comic-Verfilmung sicherlich nicht schlecht gewählt, wird aber dummerweise immer zum falschen Zeitpunkt eingespielt. Der Spannungsbogen könnte kaum flacher sein und auch dramaturgisch ist der Film ein Desaster und damit kann die, fast schon trashige Comic-Verfilmung nicht einmal unterhalten. Nebenbei meint Dippe auch noch, ein paar skurrile Einfälle, wie den Helfer des Teufels, der sich als Clown verkleidet mit in seinen Film zu integrieren und damit nervt der Schundfilm auch noch und nebenbei bleibt der Beigeschmack, dass er mit aller Macht Tim Burtons "Batman" kopieren wollte und mit der übertriebenen Maske wirkt "Spawn" nur wie eine dämliche Freakshow.

Bei den Storys von Comic-Verfilmungen ist man ja schon viel Kummer gewohnt und geht kaum noch mit hohen Erwartungen an die Handlung an Filme des Genres, aber "Spawn" ist noch einmal um einiges Schlechter und die Handlung eine Zumutung. Dass der Film weder Logik noch Tiefe bieten kann, sollte schon nach dem Durchlesen einer Inhaltsangabe klar sein, aber das die Story wirklich so sinn- und hirnlos ist, war eigentlich nicht zu erwarten. Dass sich der Spawn schließlich für das Gute entscheidet und gegen die Hölle ankämpft war von Anfang an vorherzusehen, aber auch ansonsten gibt es leider nur wenige Überraschungen und damit so gut wie gar keine Spannung. Die Charaktere sind leider genauso schwach, wie die Effekte und vor allem zum Ende hin, wenn der Film nur noch aus dämlichen Dialogen und billigen Effekten besteht, nervt auch die dünne Story.

Michael Jai White spielt die Rolle des Agenten und Vaters anfangs höchstens mittelmäßig und macht sich auch danach als entstellter und rachsüchtiger Spawn nicht unbedingt gut, zumal man unter der dicken Maske im Prinzip gar keine Mimik erkennt. Kein Wunder, dass er außer ein paar Nebenrollen in "Exit Wounds" oder "City of Industry" nicht sonderlich viel vorzuweisen hat. Nachdem er immerhin in "Stirb langsam 2" und in "Moulin Rouge" mit von der Partie war und schon die eine oder andere akzeptable Leistung vorzuweisen hat, fragt sich, wie John Leguizamo die Rolle des Höllen-Clowns in diesem Schund übernehmen konnte. Auch wenn er so spielt, wie es der Regisseur vermutlich sehen wollte, nervt er die ganze Zeit über mit seinem nervösen rumgehopse und seinen nervtötenden Kommentaren. Als ich mir diesen Schrott angesehen habe, habe ich mich förmlich erschreckt, als ich ein altbekanntes Gesicht sehen musste. Was hat Martin Sheen, Captain Willard aus "Apokalypse now", dieser Oscar-nominierte und gefeierte Charakterdarsteller in diesem Drecksfilm zu suchen? Er spielt nicht gerade schlecht, aber dass er diese Rolle angenommen hat und dann auch noch diese vollkommen erbärmlichen Anspielungen auf "Apocalypse now" zugelassen hat zeigt, wie groß seine Geldgier und wie niedrig sein darstellerischer Anspruch wirklich sein müssen.

Fazit:
Mit einem unterdurchschnittlichen Cast, einer vollkommen sinnlosen und lächerlichen Story und einer schwachen Inszenierung mit einer blassen Atmosphäre, geringem Spannungsbogen und billigen Computerspiel-Effekten ist "Spawn" eine der schlechtesten Comic-Verfilmungen überhaupt und nicht im Geringsten empfehlenswert.

16%


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