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Rampage - Rache ist unbarmherzig (2009)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 8 / 10)
eingetragen am 31.03.2010, seitdem 2327 Mal gelesen



Bill hat die Schnauze voll. Er ist genervt von seinem aussichtslosen Job, seinen unerträglichen Mitmenschen und der Welt im Allgemeinen. Doch er hat einen unglaublichen Plan, der ein besonders blutiges Zeichen setzen und ihm ein besseres Leben liefern soll. Mit einer selbst konstruierten Kevlar-Rüstung und bis an die Zähne bewaffnet, startet er eine Tötungsorgie und nimmt scheinbar grundlos eine gesamte Kleinstadt auseinander…
Ich hatte die Gelegenheit diesen Film in einer exklusiven Premiere vorab zu sehen und kann sage das es sich durchaus gelohnt hat. Zuerst lernen wie die Welt von Bill kennen. Ein junger Mann der seinen Platz in der Welt sucht und nicht so recht finden will.

Unzufriedenheit bestimmt seinen Alltag. Unzufrieden mit seinem langweiligen Job, unzufrieden mit Welt und angewidert von der allgemeinen Respektlosigkeit der Menschen. Das fängt schon mit Kleinigkeiten wie einen Becher Kaffee kaufen an.  Bill gibt eine klare Bestellung ab, möchte gerne extra viel Schaum, bekommt aber nur einen normalen Kaffee. Den Verkäufer interessiert Bills Beschwerde nicht die Bohne und wird auch noch pampig. Als Bill dann auch sein Geld nicht wiederbekommt, malt er sich im Kopf schon aus was er am liebsten mit diesen Service Ignoranten machen würde.
 
Zudem bekommt man noch weitere Einblicke in das etwas nihilistische Weltbild von Bill. Jedes Jahr steigt die Weltbevölkerung um 40 Millionen Menschen bei gleichzeitig immer knapper werdenden Ressourcen. Eine Tatsache die man auch in der Realität nicht wegdenken kann.
 
Bill hat seine ganz eigene Antwort auf diese Probleme: Platz schaffen. In der Folge wird ein Actionfeuerwerk abgebrannt wie man es lange nicht mehr gesehen hat. Vor allem in dieser konsequenten Härte. Zu hart für die FSK die dem Film in der Uncut Version jegliche Freigabe verweigerte. Also weder FSK 18 noch keine Jugendfreigabe. Gar keine Freigabe.

Boll erklärte, dass die FSK allen ernstes verlange dass das, ziemlich pessimistische, Ende des Films so abzuändern, dass es einem Happy End gleichkommt! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Die FSK will Einfluss auf den Storyinhalt eines Films nehmen. Der Film ist ein grimmiges ultrabrutales Werk, das in Zeiten von Finanzkrise und Jobangst die möglichen Folgen des Einzelnen auf die Spitze treibt. Pessimistisch und sicher kein „Feel Good“ Movie. Ein wirklich hammerharter Film der sich lohnt. 8/10


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