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Rampage - Rache ist unbarmherzig (2009)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 27.07.2010, seitdem 693 Mal gelesen



So so, das ist also Uwe Boll. Ok, ich kann nun nicht sagen, dass sich eine bestimmte Handschrift erkennen lässt, weder positiv noch negativ. Allerdings gefällt mir seine Idee, dass je grösser und monströser ein Verbrechen begangen wird, desto eher man dann ungestraft damit davon kommt. Dass die FSK nun eine Texttafel am Ende des Films verlangt hat, wo darauf hingewiesen wird, dass der Täter dann später doch noch gefasst und zum Tode verurteilt wurde, ist mal wieder typisch deutsch. Denn damit wurde auch jeglicher satirischer Ansatz wieder aufgelöst, was natürlich nicht im Sinne des Erfinders, bzw. des Regisseurs sein kann und auch nicht war. Die Texttafel also wegdenken!
Worum geht's? Ein sichtlich frustrierter, nein eher genervter Jugendlicher aus gutem Hause plant seit geraumer Zeit schon im Kopf einen Amoklauf, die Fragmente der späteren Aktion werden immer wieder visualisiert. Ein paar eigentlich geringfügige Auseinandersetzungen mit seinen Mitmenschen manifestieren immer mehr den Wunsch, es mal richtig krachen zu lassen. Erinnerungen an den eher zwiespältigen, weil inkonsequenten "Falling Down" von Joel Schumacher werden wach. Und dann passiert es auch, unser Protagonist kleidet sich schick ein mit kugelsicherem Spezialanzug, Spezialhelm und Schnellfeuerwaffe, setzt sich in sein Auto und fährt ins Zentrum seiner Kleinstadt. Zur Begrüssung wird erstmal ein ferngesteuerter und mit Sprengstoff ausgestatteter Van ins örtliche Polizeirevier ferngelenkt und dann beginnt der Amoklauf. Die ausgewählten Zielobjekte sind willkürlich, ein Motiv ist nicht wirklich erkennbar und somit hinterlässt seine Aktion einen zwiespältigen Eindruck, selbst wenn im vorangegangenen Film ständig durch Radio- und TV- Einspielungen auf die Schlechtigkeit der Welt mit sinnlosen Kriegen, Börsen-Raubzügen der Spekulanten usw. hingewiesen wurde.
Aber kann und muss man ein "Ausklinken" eines Individuums immer verstehen? Natürlich nicht. Und darum geht es (auch). Solche Dinge passieren, da kann man Ursachenforschung betreiben, noch und nöcher. Es wird keine Antwort geben. Gibt es auch nicht bei Krieg, Mord und Totschlag und all den anderen verwerflichen und unangenehmen Verbrechen unserer Zeit. Was uns Herr Boll letztendlich sagen will, ist mir  nun auch nicht unbedingt klar, aber man kann den Film auf alle Fälle als Statement einer kranken, kaputten und aus dem Ruder gelaufenen Welt und Zivilisation sehen, zuviel hineininterpretieren sollte man nicht. Immerhin hat der Regisseur darauf verzichtet, den Amokläufer als Computer-Spieler und Fan von  Call of Duty oder Counterstrike darzustellen, vielen Dank dafür, Uwe! :-)
Fazit: Merkwürdige, krachige Gewaltsatire mit extremer "Wackelkamera", guten Darstellern und angemessenem Unterhaltungspotential. Ist ok. der Film.


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