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Chaos Experiment, Das (2009)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 4 / 10)
eingetragen am 22.10.2009, seitdem 1857 Mal gelesen



In dem von Regisseur und Produzent Phillipe Martinez („Wake of Death“) in Szene gesetzten 2009er Thriller „the Chaos Experiment“, welcher übrigens bis zur endgültigen Vergabe der Vertriebsrechte ursprünglich mal den (geringfügig besser passenden) Titel „the Steam Experiment“ trug, geht es um einen geistig gestörten Mann, der drei Damen und drei Herren in ein edles Dampfbad einsperrt, um auf diesem Wege der Öffentlichkeit die horrenden (und seiner Meinung nach bereits in naher Zukunft auftretenden bzw. uns allen unweigerlich bevorstehenden) Auswirkungen der globalen Erderwärmung (stellvertretend für die gesamte Bevölkerung anhand dieser sechs unglückseligen Personen) zu veranschaulichen. Eine derart abstruse Prämisse, welche im ersten Moment in gewisser Weise danach klingt, als hätte sich Al Gore an der Vorlage einer Geschichte im Stile der „Saw“-Franchise versucht, markiert natürlich ein gefundenes Fressen für „hartgesottene B-Movie-Fans“ wie meiner einer – und da Martinez in Gestalt seines letzten (o.g.) Werks durchaus inszenatorisches Potential bewiesen hat, die von mir recht gern gesehenen Mimen Val Kilmer und Eric Roberts zwei zentrale Parts bekleiden sowie der Trailer gar nicht mal so übel aussah, wanderte der Streifen nahezu umgehend nach seinem Erscheinen in meinen heimischen Player…



Als James Pettis (Kilmer) eines Abends das Verlagshaus der „Grand Rapids Press“ betritt, verfolgt er ein genaues Ziel, dessen Erreichen unmittelbar davon abhängt, dass der zuständige Chefredakteur (Rick Robinson Jr.) ihn anhört, den Ernst der Lage erkennt sowie im Anschluss dann die gerade in Druck gehende (Zeitungs-) Ausgabe des nächsten Tages gemäß seinen „Wünschen“ (sprich: Forderungen) noch einmal abändert. Wie er ihm kurz darauf im Rahmen ihres Zusammentreffens berichtet, ist er fest davon überzeugt, dass die soziale Weltordnung Ende 2012 zusammenbrechen bzw. ins totale Chaos abgleiten wird – und das aufgrund der schwerwiegenden Folgen des sich (vorrangig durch menschliche Einwirkungen) beständig intensivierenden Treibhauseffekts. Die Inhalte dieser Voraussage führt er sowohl auf spezielle Deutungen des astronomischen Kalender-Systems der Maya als auch auf verschiedene alarmierende wissenschaftliche Veröffentlichungen zurück, die bislang allerdings (seiner Auffassung nach) noch immer nicht die nötige Beachtung gefunden haben. Vor diesem besorgniserregenden Hintergrund, so eröffnet er ihm, würde er derzeitig (zum Zwecke des Simulierens bzw. „anschaulichen Aufzeigens“ der von ihm prognostizierten Reaktion der „künftig Betroffenen“) sechs Personen in einem Dampfbad (im Souterrain eines eigentlich wegen Renovierungsarbeiten geschlossenen Hotels) gefangen halten, nachdem er sie zuvor an jenem Ort unter dem Deckmantel eines „Online-Dating-Service-Gruppentreffens“ zusammengeführt hatte. In jener fordernden Umgebung dürften sie (angesichts der vorherrschenden Luftfeuchtigkeit und Hitze) im Prinzip nur noch knapp zwei Stunden lang überleben können, führt er seinem perplexen Gesprächspartner gegenüber weiter aus – und kooperativ zeigen würde er sich nur, wenn sein Manifest zu diesem Thema noch heute Nacht mit abgedruckt wird…



Unklar, wie er auf das ihm Berichtete reagieren soll, informiert der verunsicherte Hauptschriftleiter in einem unbeobachteten Augenblick kurzerhand seinen alten Bekannten Jack Mancini (Armand Assante), seines Zeichens ein erfahrener Detective des örtlichen Police Departments, welcher wenig später eintrifft und fortan die Befragung des (auch über seine These und Behauptung hinausgehend) psychisch offenbar nicht sonderlich stabilen Mannes durchführt. Erzählt Pettis die Wahrheit – oder blufft er nur, um an die ersehnten Schlagzeilen zu gelangen? Da seine Ausführungen (z.B. hinsichtlich der einzelnen Geiseln) auffällig viele Details aufweisen, hält sie Mancini spontan für relativ glaubwürdig und geht die Untersuchung dementsprechend dringlich an. Währenddessen vermehren sich die Spannungen innerhalb jener kleinen Gruppe ebenso kontinuierlich wie gedeihlich – u.a. aufgrund diverser Konflikte auf zwischenmenschlicher Ebene sowie der klaustrophobischen Enge und ansteigenden Temperatur in ihrem mit jeder Minute ungemütlicher werdenden „Gefängnis“. Stetig wirkt sich die sich immer weiter potenzierende Kombination aus Beklemmung, Furcht, Paranoia und Wut (negativ) auf die seelischen Verfassungen von Jessie (Eve Mauro), Grant (Eric Roberts), Catherine (Megan Brown), Christopher (Patrick Muldoon), Margaret (Cordelia Reynolds) und Frank (Quinn Duffy) aus – worauf es unter diesen Umständen (erwartungsgemäß) nicht lange dauert, bis Beleidigungen in tätliche Auseinandersetzungen übergehen und es dann ebenfalls (quasi im nächsten Schritt) verhältnismäßig zügig zu einem ersten „Ableben“ kommt. Sollte das alles so stimmen, darüber ist sich Mancini im Klaren, läuft ihm zunehmend die Zeit davon: Die Oberhand in diesem (mit Worten ausgefochtenen) „Katz&Maus“-Spiel zu erlangen – das dürfte wohl seine einzige Chance markieren, noch einen halbwegs akzeptablen Ausgang dieser ungewöhnlichen Bredouille herbeizuführen…



Wie es sich aus der vorangegangenen Inhaltsangabe ja bereits herauslesen bzw. ableiten lässt, entfaltet sich „the Chaos Experiment“ vornehmlich entlang zweier Plot-Stränge, welche sich zwar nicht direkt überschneiden, wohl aber eng miteinander verwoben sind – nämlich (auf der einen Seite) Pettis und seine Gespräche mit dem Cop und Editor-in-Chief sowie (auf der anderen) die sich konstant zuspitzende Lage der Eingeschlossenen im betreffenden Steam-Room. Sowohl thematisch als auch stilistisch unterscheiden sich beide Story-Ebenen deutlich voneinander: Während erstere in „nüchtern eingerichteten“ Räumlichkeiten angesiedelt daherkommt (primär im Büro des Redakteurs sowie im Verhörzimmer auf dem Polizei-Revier) und „dem Ton dieser Umgebungen angepasst“ arrangiert wurde (dunkel-kühle Farben, eine „unaufgeregte“ Kameraarbeit etc.), handelt es sich bei dem Dampfbad keineswegs um eine „gewöhnliche 08/15-Sauna“, sondern um eine Örtlichkeit (u.a.) mit Drachenspeyer an den Wänden sowie religiösen Verzierungen an der Decke, optisch ins rechte Licht gerückt per Unterstützung kräftiger (meist rötlich-oranger) Farbfilter sowie verschiedenen anderen „inszenatorischen Mätzchen“ (á la verzerrte Images oder „Slow-Motion“-Einstellungen). Bei solch evidenten Gegensätzen erkeimt natürlich unvermeidbar die Frage, wie „flüssig“ sich denn die einzelnen Übergänge vollziehen – also ob sich diese Wechsel eventuell irgendwie negativ auf den generellen „Flow“ des Films auswirken oder sie einen wohlmöglich immerzu (mehr oder minder abrupt) aus dem jeweiligen Kontext herausreißen. Meiner Meinung nach haben die Verantwortlichen, mal abgesehen von gewissen „Verlusten“ beim Bewahren einer klaustrophobischen Atmosphäre in dem einen Bereich der Handlung, diesen Aspekt der Produktion durchaus achtbar gemeistert: Seitens des Skripts wurden die genauen Zeitpunkte allesamt passend herbeigeführt bzw. gestaltet – sie sorgen für Abwechslung und bewahren im Zuge dessen außerdem die (insgesamt aber leider nicht sehr markant ausgebildete) Spannung einigermaßen dienlich…



Über weite Strecken des Verlaufs hinweg kann man sich nicht eindeutig sicher darüber sein, ob Pettis nun ein Irrer ist, der für die Kundgabe seiner (bislang belächelten und verschmähten) Theorie über Leichen zu gehen bereit ist, ob die gesamte Geschichte nur ausgedacht und erlogen ist oder ob seine Taten und Behauptungen unter Umständen zusätzlich noch von irgendwelchen ganz anderen Faktoren beeinflusst werden. Seine reichhaltig-umfassenden Ausführungen, speziell hinsichtlich der sich ja angeblich parallel zu seinen Erzählungen ereignenden Geschehnisse, fördern darüber hinaus die Möglichkeit zutage, dass eben jener geschilderte Überlebenskampf in Wahrheit schon (entschieden) in der Vergangenheit zurückliegt – eine augenfällig in Richtung des „Saw 2“-Kniffs tendierende Vermutung. Aus Fragen, Überlegungen und Spekulationen wie diesen generiert sich die eigentliche (per se gar nicht mal ungeschickt bis zum Ende hin aufrecht erhaltene) Suspense-Ausprägung des Streifens. Verkörpert wird Pettis jedenfalls von dem (u.a. aufgrund seiner Auftritte in Werken wie „Top Gun“, „Heat“, „the Doors“, „Tombstone“ oder „the Salton Sea“) gleichermaßen bekannten wie geschätzten Val Kilmer, der in jüngster Zeit allerdings nicht nur einige Kilos mehr auf den Rippen trägt, sondern zudem leider überwiegend bloß noch in kostengünstig produzierter „DtV“-Kost (man nehme da nur mal „Played“, „Moscow Zero“, „Hardwired“ oder auch dieses Projekt hier) zu sehen ist – einzelne Ausnahmen (wie Tony Scott´s „Deja Vu“, „Kiss Kiss Bang Bang“ oder die 2009er „Bad Lieutenant“-Neuversion) mal ausgenommen. Dennoch ist er aber stets zu einer guten Performance fähig – wenn er es denn will. Zum Glück handelt es sich vorliegend um einen solchen Fall: Vermutlich inspiriert von Heath Ledger´s Interpretation des „Jokers“ in „the Dark Knight“, was sich bei ihm in erster Linie in Gestalt so einiger Manierismen äußert, welche er in seine Herangehensweise mit hat einfließen lassen, gelingt Val eine verhältnismäßig charismatisch-amüsante Darbietung, welche der grundlegenden Beschaffenheit seines Parts (einschließlich dessen Sinn, Zweck, Absicht und Background) zuträglich ist sowie alles in allem auch ersprießlich gerecht wird…



Kilmer „gegenüber“ agiert ein routinierter Armand Assante („Q&A“/„Judge Dredd“) als Det. Mancini, welcher der Sache nachgeht und sich dabei mehr als einmal auf seine über die Jahre hinweg antrainierten und bewährten Instinkte verlassen muss: Die Interaktionen der beiden gestandenen Mimen sind solide und unterhaltsam mitzuverfolgen – erreichen allerdings keine (für solch ein „psychologisches Duell“) optimale bzw. gar notwendige „Tiefe“ oder Intensität. Letztere Einschätzung, also die einer grundlegenden Oberflächlichkeit, ist im Prinzip symptomatisch für den gesamten Film: Noch deutlicher wird das beim Betrachten der sechs „Eingesperrten“, um deren Überleben das Publikum ja eigentlich aktiv bangen müsste – etwas, das vorhandene Elemente wie eigenwillige Verhaltensweisen oder schlicht gestrickte sowie mit Klischees behaftete Charakterzeichnungen jedoch (weitestgehend) verhindern. Praktisch, dass sie an einem Dating-Treffen teilnehmen – denn so können sie sich eingangs gleich selbst vorstellen, was übrigens via Split-Screen-Montage geschieht: Frank ist ein italo-amerikanischer Restaurant-Besitzer aus Brooklyn (Akzent inklusive), Grant ein ehemaliger Football-Profi, Christopher ein Witwer, der vor einigen Monaten seine Frau verloren hat, Catherine eine nicht sehr erfolgreiche Aktrice, Jessie eine ebenso toughe wie sexuell aufgeladene Kellnerin und Margaret ein unter Neurosen leidendes (zurückhaltendes) weibliches Wesen. Da der Typ aus NY (Quinn „Dropped Frames“ Duffy) die Bezeichnung „Macho“ rundum verdient, früh einen Korb von Jess erhält und zu allem Überfluss eine klaustrophobische Veranlagung aufweist, ist er natürlich der erste, der die Fassung verliert – worauf man als Zuschauer prompt anfängt, sein baldiges „Abtreten“ herbeizusehnen. Spätestens nach einigen vergeblichen Ausbruchsversuchen fangen dann auch die Damen der Schöpfung stetig stärker zu quengeln und zu verzweifeln an – während Chris die Stimme der Vernunft markiert und Grant eher ein Mann der Tat ist. Allerdings wächst einem keiner irgendwie ans Herz – sie bleiben einem durchweg nahezu egal. Nichtsdestotrotz ist wenigstens auf B-Movie-Veteran Eric Roberts („the Butcher“) Verlass: Seine mit im Raum versammelten Co-Stars spielt er allesamt mühelos an die Wand. Eve Mauro („Wicked Lake“) indessen ist unheimlich heiß und Megan Brown („Feast 3“) und Cordelia Reynolds („Fractured“) nimmt man ihre Rollen zumindest passabel ab – wohingegen Patrick Muldoon („Starship Troopers“) mal wieder einen etwas blassen Eindruck hinterlässt…



Sechs „gut gebaute“, spärlich bekleidete Menschen ungleicher mentaler Verfassungslagen, eingeschlossen in einem Dampfbad bei hoher Luftfeuchtigkeit und belastenden Temperaturen: Ein begabter Skriptautor hätte daraus mit Leichtigkeit ein intensives Kammerspiel (komplett mit unweigerlich auftretenden sexuellen Spannungen und Veränderungen der individuellen charakterlichen Verhaltensweisen) konzipieren können – auch ohne der Hinzugabe morbid-ausgeklügelter Fallen wie bei Genre-Kollege Jigsaw. Robert Malkanis („Day Zero“) dagegen ist aber leider kein Vertreter seiner Zunft eines solchen Kalibers: Sein Drehbuch weist so einige ernsthafte Plot-Löcher auf und wirkt in bestimmten Bereichen zudem arg vage gehalten – was ich damit meine, dürfte wohl jeder erkennen und begreifen, der sich (u.a.) weiterführende Gedanken zu der Einbindung der Erderwärmungs-Theorie macht (mal abgesehen davon, dass auf jene ohnehin kaum direkt eingegangen wird). Es ist klar, dass veranschaulicht werden soll, wie schnell Persönlichkeiten (mitsamt der verinnerlichten „zivilisierten“ Strukturen sowie stellvertretend für die gesamte Gesellschaft) unter dieser speziellen Belastung „zerfallen“ und in einen „Chaos-Zustand“ abgleiten, welcher sich (je nach Veranlagung und Prägung) relativ unterschiedlich äußert, meist aber auffällig „ich-bezogen“ daherkommt. Problematisch ist dabei jedoch (insbesondere) sowohl die Gegebenheit, dass sich keinerlei gehaltvolle Verbindung zu den Figuren aufbauen lässt, was vor allem dazu führt, dass einem ihr Schicksal ziemlich egal ist, als auch das mangelnde Gefühl dafür, wie marternd der auf sie einwirkende Druck tatsächlich ist: Sie verlieren ihre Ruhe, streiten, erfahren Angst, Wut und Paranoia, schwitzen viel, verhalten sich zunehmend ausgelaugter und gehen einander (früher oder später) schließlich gegenseitig an die Gurgel – das konkrete Grauen der Situation wird für den Zuschauer allerdings nie umfassend „greifbar“, weshalb ihre extremen Reaktionen (z.B. das Begehen von Tötungen oder ein Selbstmord aus lauter Verzweiflung) eher irritierend als schockierend anmuten. Dem Film gelingt es einfach nicht, trotz seines merklichen Bemühens, die rasche Eskalation der Lage (nach nur verhältnismäßig kurzer Zeit an einem von den Bedingungen her mit so manch einer Gegend in Südamerika oder Südostasien vergleichbaren Ort) vernünftig „darzubieten“ bzw. zu vermitteln – was natürlich ungünstig und schade ist…



Bislang hat sich Phillipe Martinez hauptsächlich als Regisseur des Action-Thrillers „Wake of Death“ sowie Produzent von Werken á la „Harsh Times“, „the Flock“ oder dem (diesem hier nicht unähnlich gearteten) 2005er Streifen „House of 9“ einen Namen gemacht. Vorliegend trat er nun das dritte Mal direkt hinter die Kamera und versuchte sich an einer etwas komplexeren Materie – welcher er letzten Endes aber nicht im nötigen Umfang gewachsen war. Immerhin ist seine Inszenierung stylisch, das muss man ihm definitiv lassen: Angereichert mit einer ungewöhnlichen Musik-Untermalung, ist die Kamera- und Editing-Arbeit jeweils hochwertig, sorgen Farbfilter, visuelle Effekte, Bildmontagen und wechselnde Abspielgeschwindigkeiten für einen interessanten Look, sind die kreierten und eingefangenen Images rundum schick anzusehen – allerdings nützt das nur bedingt etwas, wenn es an einem tauglichen Maß an echter Substanz „dahinter“ mangelt. Während das bei dem Handlungsstrang mit Pettis und Mancini im Mittelpunkt eher weniger auffällt, wird es im anderen an so einigen Stellen umso stärker deutlich – zum Beispiel als Jessie in einem (ausgedehnten) Moment ihr Oberteil auszieht und (in Zeitlupe sowie unterlegt mit Ravel´s „Bolero“) einfach mal quer durch den ganzen Raum schreitet. Später im Verlauf gibt es dann noch so einen Augenblick – nämlich als sich die Kamera (kunstvoll, jedoch viel zu lange) für gefühlte fünf Minuten im Dampfbad umherbewegt und sich dabei auf die entkräftet-verzweifelten Gesichtsausdrücke der Anwesenden konzentriert, bevor eine der Damen plötzlich aufsteht und sich mit einer Scherbe die Kehle aufschlitzt. Obwohl in Teilen beileibe nicht schlecht, siehe die zur Schau gestellten blutigen und/oder (attraktiven) nackten Tatsachen, schaden solche „inhaltsleeren“ Augenblicke dem Gesamteindruck dennoch – primär in Anbetracht des evidenten Bestrebens, eigentlich einen möglichst cleveren Anschein heraufbeschwören zu wollen. Per Verwendung des (abgegriffenen) Metaphers eines Karussells sowie dadurch, dass in Gestalt der Einweisung von Pettis in eine psychiatrische Klinik (am nächsten Morgen) eröffnet wird, deuten die Verantwortlichen zudem relativ früh eine psychologische Komponente an bzw. bringen diese aktiv mit ins Spiel – und da man ja gleich in mehrerlei Hinsicht (unabwendbar) an „Saw“ denken muss (inklusive eines Irren, der seine Taten einer „guten Sache“ unterordnet), darf unmittelbar vor Anbruch des Abspanns „selbstverständlich“ ein enthüllender Twist nicht fehlen, welchen ich unterm Strich allerdings als „durchaus okay“ einstufen bzw. charakterisieren würde. Leider kann aber auch er nicht verhindern, dass der Film an sich kaum übers „untere Mittelmaß“ hinausreicht…



Fazit: „the Chaos Experiment“ ist ein ziemlich unebenes kleines B-Movie, das insgesamt zwar handwerklich ansprechend umgesetzt wurde sowie den Zuschauer in gefälliger Weise (u.a. durch das gestaffelte Offenbaren verschiedener Informationen) über weite Strecken seiner Laufzeit hinweg einigermaßen ergiebig bei Laune zu halten vermag – im Gegenzug allerdings ebenfalls recht oberflächlich anmutet (Stichwort: „Style over Substance“) und darüber hinaus auch einige seiner Geheimnisse schlichtweg ein wenig zu früh preisgibt, was sich unvorteilhaft auf die Spannungs-Bildung auswirkt, welche alles in allem nie eine wahrhaft zufriedenstellende Ausprägung erreicht. Nicht sehr originell und kaum echte Highlights oder Überraschungen aufweisend, scheitert dieser vergeblich Komplexität vorgaukelnde Thriller letztlich in den meisten der für die Bildung einer angemessenen Wertung relevanten Belange und Bereiche...



Mit viel Wohlwollen gerade noch so „knappe 4 von 10“


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