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Rig, The (2010)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 3 / 10)
eingetragen am 10.11.2011, seitdem 1604 Mal gelesen



Zwischen „Leviathan“ und „Octalus - Tod aus der Tiefe“ ist dieser Bohrinsel-Horror angesiedelt, der hinsichtlich seiner klaustrophobischen Settings auch einige Anleihen aus der „Alien“ - Reihe eingebunden hat.
Formal macht er nicht allzu viel verkehrt, doch mittels seiner oberflächlichen Art wirkt er wie eine lieblose Aneinanderreihung genretechnischer Versatzstücke.

Wegen einer Sturmwarnung bleiben nur wenige Arbeiter auf der Ölplattform „Charlie“ und als der Funkkontakt zur Außenwelt abbricht, muss man feststellen, dass bei Bohrungen eine Tiefseekreatur freigelassen wurde, welche sich nun über die verbleibenden Crewmitglieder hermacht…

Das klischeebeladene Figurenkonstrukt entbehrt jeglicher Originalität, denn der Chef (William Forsythe) ist ein strenger Boss, dessen Tochter Carey heimlich etwas mit dem Arbeiter Kyle am Laufen hat. Dazu kommt der obligatorische Angsthase in Form eines sprücheklopfenden Dunkelhäutigen, die fluchende Puertoricanerin und der impulsive Muskelprotz, dessen kleiner Bruder unter dem guten Ruf seines Vorbildes leidet.
Alle weiteren werden erst gar nicht namentlich erwähnt, da sie die ersten Opfer der Kreatur darstellen.

Jene wird zwar kaum gezeigt und erscheint auch nie komplett im Bild, doch sie erinnert an eine nachpolierte Variante vom Kiemenmann aus „Schrecken vom Amazonas“ mit langen Krallen und spitzen Zähnen.
Leider erhält das Vieh rein gar keinen Background, noch wird es von den Flüchtenden hinterfragt, so dass man schlicht hinnehmen muss, dass es lange Zeit außerhalb des Wassers existieren kann, Faustschläge (!) verteilt und sein grünliches Blut leicht entzündlich ist.
Offenbar hat es einige Tausend Jahre im Meeresboden gelegen und sich vom Schlick des selbigen ernährt, um anschließend seine unbändige Wut über diesen ungünstigen Umstand an der Crew auszulassen.

Da sich das Geschehen ausschließlich auf der Bohrinsel abspielt, bieten die Räumlichkeiten auf Dauer wenig Abwechslung und so müssen zwischendurch zwei unter der Dusche miteinander flutschen, während der Koch in der Kombüse Späße macht.
Zwar schreitet das blutrünstige Vieh früh zur Tat, doch die Angriffe laufen zu überhastet ab, auch wenn ein paar Durchbohrungen für die Splatterfans zu erhaschen sind.
Hier eine Kralle im Brustkorb, dort ein aus dem Bild gezogener Körper, zuweilen eine Attacke im Halbdunkel und am Ende immerhin ein offener Bauch und ein verdrehtes Genick.

Dabei brilliert das dünne Skript mit einigen hanebüchenen Umständen, denn mit dem Vieh in der Nähe sollte man sich besser ruhig verhalten und wenn ein Tatort voller Blut ist, bringt es wenig, einmal mit dem Finger dadurch zu gehen, um sich Gewissheit zu verschaffen. Ferner lässt man mit dem Monster im Nacken keine Türen offen und wer nicht weiß, mit welchen Chemikalien auf einer Bohrinsel hantiert wird, hat auf einer solchen auch nichts zu suchen.
All diese Umstände könnten allenfalls infolge jahrelangen Aufenthalts auf der Insel mit Konsequenz der leichten Verblödung toleriert werden.

Insgesamt kann man den Darstellern keinen allzu großen Vorwurf machen, da aus den undankbaren, oberflächlichen Charakteren nicht mehr herauszuholen ist. Insofern schlagen sich die meisten passabel, einige wenige, wie William Forsythe als Chef oder Scott Martin als potentieller Held Kyle sogar ein wenig besser.
Auch der Score ist ordentlich auf das Geschehen abgestimmt und bemüht sich auffallend um abwechslungsreiche Töne und eine gezielte Soundabmischung.

Dennoch kann „Rig“ im Gesamtbild kaum überzeugen. Zu lustlos und ohne Pep wird die Handlung heruntergekurbelt und zu eindimensional erfolgt die Reihum -Dezimierung der Leute auf der Ölplattform, welche im Übrigen nur selten eine effektiv klaustrophobische Stimmung verbreitet.
Oberflächlich, ideenlos und nur selten mit etwas Suspense versehen,
3,5 von 10


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