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Buried - Lebend begraben (2010)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 4 / 10)
eingetragen am 07.11.2010, seitdem 1692 Mal gelesen



Truckfahrer Paul (Ryan Reynolds, AMITYVILLE HORROR, SMOKIN’ ACES) ist lebendig begraben. Als er aufwacht liegt er in einem Sarg unter der Erde. Alles, was er bei sich hat, sind ein Handy und ein Feuerzeug…

Viel Dunkelheit, wenig Bewegungsspielraum, ein Benzinfeuerzeug, ein Handy, dessen schwaches Funzellicht, dann wieder fünf Minuten lang alles zappenduster und viele verzweifelte, unergiebige Anrufe – das ist BURIED, die neueste Errungenschaft des phantastischen Films. Die Vorfreude auf das Experiment war groß, versprachen die Werbetexte doch, dass der Film einzig und allein, also die volle Laufzeit von 90 Minuten in dem Sarg unter der Erde spielt und dabei trotzdem atemberaubende Spannung und sogar Action zu bieten hat.
Was auf den ersten Blick nach einem kammerspielartigen Verwirrspiel á la SAW klingt, entpuppt sich leider schon sehr bald als dröger Geiselnahme-Thriller. Wie wir erfahren, ist Paul Truckfahrer im Irak und arbeitet für ein großes US-Unternehmen. Dann melden sich auch schon bald die Irakischen Entführer bzw. Bestatter am Handy und verlangen Lösegeld, das unser die Radieschen von unten betrachtende Paul doch bitte möglichst umgehend besorgen möge. Es folgen viele hysterische Telefonate mit Polizei, Botschaft, Arbeitgebern, Familie und Verwandten. Trotz seiner extremen Notlage baut sich vor Paul ein erbarmungsloser Wall an Bürokratie auf. Was die erste halbe Stunde noch ganz spannend ist, verliert dann im Mittelteil leider deutlich an Power und Unterhaltungswert. Das Überraschungsmoment vom Anfang ist futsch. Dann hat der Film logischerweise auch optisch nicht allzu viel zu bieten. Das einzige, was man geschlagene 90 Minuten zu Sehen bekommt, ist dieser Holzkopf von Ryan Reynolds in Extrem-Close-ups. Wenn man überhaupt was sieht, denn: Mal sieht man nichts und es raschelt und poltert nur im Karton, mal sieht man was, aber es passiert nichts und Paul flennt bloß rum, sinniert über sein vergangenes Leben nach oder resigniert. Das ist dann natürlich hübsch langweilig. Leise rieselt währenddessen der Sand auf Paul herab, wie aus einer Sanduhr, die für den Film abläuft.
Was bleibt, ist die nette Idee und der Schluss, den man irgendwie bereits vorher geahnt hat.


„Haben Sie Kontakt zu den Entführern?“
– „Ja, er will heute um 9 Uhr 5 Millionen Dollar.“
„Andernfalls?
– „Geht er mit mir zu Sea World!“


Fazit:
Reichlich unphantastischer Geiselnahme-Thriller, der aber wahrscheinlich trotzdem das Maximum des Machbaren aus dem Projekt herausholt.
Hätte ein grandioses Hörspiel abgegeben, aber so als Film…


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