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Buried - Lebend begraben (2010)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 8 / 10)
eingetragen am 28.12.2010, seitdem 822 Mal gelesen



Buried ist wieder einmal der beste Beweis, dass auch ein billiger Film mit einem extrem kostspieligen Film locker mithalten kann. Nachdem "Open Water" fast nur auf dem offenen Meer spielte und "Frozen" fast ausschlie√ülich auf einem Sessellift, entschied sich Regisseur Rodrigo Cortes einen Film zu kreieren, der komplett in einem Sarg spielt. Allerdings gibt es hier keine standardm√§√üige Einleitung wie bei "Frozen" oder "Open Water", der Film startet unmittelbar in dem Sarg, nachdem man die ersten Minuten nur ein komplett schwarzes Bild mit kleinen Ger√§uschen vom Hauptdarsteller zu h√∂ren bzw zu sehen bekommt. Als der Film anfing h√§tte ich es nicht f√ľr m√∂glich gehalten, dass der Film diese Spannung kontinuierlich f√ľr 95 Minuten halten kann. Doch durch die ganzen Twists und den √ľberraschenden Wendungen, die w√§hrend dieses Films geschehen, ist Langeweile hier wahrlich ein Fremdwort. Obwohl der Film wirklich ausschlie√ülich nur im Sarg spielt, ohne irgendwelche R√ľckblenden einzugliedern, herrscht permanent eine knisternde Spannung. Allein das klingeln eines Handys kann den Zuschauer v√∂llig aus der Fassung bringen und je mehr sich der Film dem Finale n√§hert, umso aufgeregter wird man und beim extravaganten Finale k√∂nnten vor Spannung die Ein oder Anderen Fingern√§gel leicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Klar, man h√§tte f√ľr diese Rolle eigentlich jeden Schauspieler nehmen k√∂nnen, doch Ryan Reynolds spielt seine Rolle mit einer unglaublichen Grazie und bringt seine Angst und seine Panik enorm glaubw√ľrdig r√ľber, ob das ein anderer Schauspieler so gut hin bekommen h√§tte sei mal dahin gestellt. Das gr√∂√üte Problem was Buried hat ist, dass er leider nicht massentauglich ist und gerade heutzutage, wo die Filmfans von heute nur noch auf Action, Torture, Horror oder reine Effekthascherei gro√üen Wert legen, wird es Buried sehr schwer haben, sich gegen gro√üe Werke durchzusetzen. Ich jedenfalls kann es √ľberhaupt nicht verstehen, wieso der Film in der deutschen Filmdatenbank (v√∂llig zu Unrecht) so niedergevotet wird, w√§hrend er in der internationalen Filmdatenbank (absolut gerechtfertigt) eine enorm hohe User-Bewertung bekommen hat. Vielleicht sind wir in Deutschland wirklich schon zu sehr verw√∂hnt worden, von den eben 4 genannten Film-Aspekten.


Fazit : Buried ist auf alle Fälle eine kleine Perle und mal etwas völlig Neues. Keine Kopie, wie es bei Frozen (von Open Water) der Fall war, sondern ein völlig eigenes, allerdings auch eigenwilliges Konzept. Ich war begeistert!


8/10


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