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Buried - Lebend begraben (2010)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 6 / 10)
eingetragen am 31.07.2011, seitdem 504 Mal gelesen



Buried

Was bei "Kill Bill" nur eine Szene war, wird bei "Buried" gleich zu einem ganzen Film ausgedehnt: Gemeint ist der höchst klaustrophobische und recht hoffnungslose Umstand, lebendig in einem Sarg begraben zu liegen. So ergeht es Ryan Reynolds, der die kompletten 90 Minuten liegend verbringen muss, weil ihn irakische Geiselnehmer verbuddelt haben und ein Lösegeld erpressen wollen. Nur mit spärlichem Licht und einem Handy ausgestattet, probiert er nun, sich in die Freiheit zu telefonieren. Der Grundprämisse, eine Filmhandlung auf beschränktem Raum stattfinden zu lassen, ist im Grunde nicht neu; auch "127 Hours" nahm sich einer sehr misslichen Situation an (wenngleich von der Realität inspiriert). Doch "Buried" setzt in punkto räumliche Reduktion ganz neue Maßstäbe und im Grunde ist das Sargszenario wohl kaum noch zu unterbieten. Umso mehr müssen jedoch alle film - und plotttechnischen Register gezogen werden, um aus dieser selbstauferlegten Beschränktheit noch das Maximum rauszuziehen. Schließlich will der Zuschauer bei Laune gehalten werden, und das Setting ist auf Dauer ja dann doch recht eintönig. Und zumindest filmisch ließ man sich zum Glück nicht lumpen: Regisseur Rodrigo Cortés lotet so ziemlich alles nur erdenkliche an Kameraeinstellungen und -winkeln aus, die so ein Sarg bereitzuhalten vermag. Extreme Close-Ups, aus und bis in die hinterste Ecke des Sarges lassen einen die unfassbare Enge spüren, nur um dann plötzlich erstaunlich freischwebend wirkenden Kamerafahrten Platz zu machen, die zumindest für eine optische Verschnaufpause von der Beklommenheit sorgen. So ist "Buried" stets um eine abwechslungsreiche, visuelle Inszenierung bemüht. Inhaltlich sind die Umstände für die lebendige Beerdigung leider arg simpel geworden und zeichnen mal wieder ein simples, schnell wenig rätselhaftes schwarz-weiß-schwarzes Bild. Unser Held wird von bösen Kriminellen in einem fernen Land gefangen, während er in den USA nur schwer zu Hilfe kommt, da er auf höchst ignorante Menschen oder die Mühlen der bürokratischen Welt selbst trifft. Doch nichtsdestotrotz ist das insgesamt nur Erbsenzählerei: "Buried" versteht es, das Beste aus seiner simplen Grundidee rauszuholen und die Spannung durch immer neue, kleinere Ereignisse stets neu anzufeuern, um dann in dem hochdramatischen und gleichzeitig sehr konsequenten Finale auf dem Höhepunkt zu enden.

6/10


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