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Badlands (1973)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 8 / 10)
eingetragen am 20.07.2016, seitdem 88 Mal gelesen



Badlands (1973)

'Eine Woche mit einem Menschen zu verbringen der einen liebt für das was man ist, ist immer noch besser als Jahre voller Einsamkeit.' ...

​...einer von vielen, Film begleitenden Off-Texten, welche die damals 24jährige Sissy 'Carrie' Spacek in Terrence Malicks erstem Langfilm zum Besten geben durfte. Zeitgleich ihre erste richtige Filmrolle​, nach Kurzauftritten als Opfer (Prime Cut) oder 'Statist' (Andy Warhol's Trash), in der sie ihr schauspielerisches Talent in der Rolle der 15jährigen, unbescholtenen Holly Sargis unter Beweis stellen durfte. Das macht die so gar nicht klassisch-Hollywoodlike Dame mit skandinavisch anmutender Coolness auch äußerst gefällig, überläßt aber schlussendlich dem 10 Jahre älteren, rebellischen Herumtreiber und ewig freiheitssuchenden Neulover Kit Carruthers (Martin Sheen) die Rolle des Filmträgers. Hollys Vater (Warren "Peckinpahs Liebling" Oates), dem diese Liaison so gar nicht in den Kram passt, wird kurz darauf von Kit mit einem tödlichen Schuss dahingerafft, und schon befindet sich das Liebespaar auf der nicht unblutigen Flucht quer durch die staubige Wüstenlandschaft Amerikas.

Meditative Bonnie&Clyde Version, ohne effekthascherische Gewalttätigkeiten und unnötigem Actionbombast, statt dessen mit ordentlich Bildkraft, vernünftigen Dialogen, lyrisch-psychologischen Off-Kommentaren und einer gelungenen Besetzung. Während Nat 'King' Cole, Carl Orff und Erik Sartie trefflich musizieren, die wunderschönen, ruhig und entspannt inszenierten Bilder an einem vorschweben, stößt einen Kits empathieloses und eiskaltes Vorgehen, der auf der Flucht natürlich noch den ein oder anderen vermeintlichen Freiheitsstörer ins Gras beißen läßt, kontraststark ab. Auch die lethargisch wirkende Holly scheint das alles nicht sonderlich zu tangieren, läßt Kits Taten weitestgehend unkommentiert und wirkliche Emotionsausbrüche sucht man vergeblich. Sie wirkt gleichgültig und unbeteiligt, als würde sie die Geschehnisse gar nicht selbst miterleben sondern sie als Zuschauer von außen betrachten, was dem Ganzen einen leicht surrealen Traum-Touch verleiht. Sie scheint von vornherein geahnt zu haben, worauf die aussichtslose Flucht hinausläuft, und wir wissen ja inzwischen:

'Eine Woche mit einem Menschen zu verbringen der einen liebt für das was man ist, ist immer noch besser als Jahre voller Einsamkeit.'

Fazit: 'The dream has ended for true love died'

8 von 10 staubig-flirrenden Sonnenuntergängen


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